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Mein Hörtipp: Äneas Humm und Renate Rohlfing: „Embrace“

Mein Hörtipp: Äneas Humm und Renate Rohlfing: „Embrace“

Anfang Februar 2021 wurde diese CD im Sendesaal Bremen aufgezeichnet. Ein Album mit Liedern von Fanny Hensel, Franz Liszt, Viktor Ullmann und Edvard Grieg, vorgetragen und gespielt vom Bariton Äneas Humm und der Pianistin Renate Rohlfing.

Der Schweizer Bariton Äneas Humm ist Absolvent der weltbekannten Julliard School in New York und debütierte bereits im Alter von 18 Jahren am Stadttheater Bremerhaven. Sein Repertoire reicht von Monteverdi bis zu Zeitgenössischer Musik und seit vielen Jahren arbeitet er weltweit mit namhaften Orchestern und Musiker:innen zusammen. Sein besonderes Interesse liegt im Liedgesang, mit dem er bereits mit seiner ersten CD („Awakening“) mit der Pianistin Judith Polgar und zahlreichen Konzerten große Aufmerksamkeit beim Publikum und der Fachwelt erregte. Im Beethovenjahr 2020 wurde er vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier eingeladen, im Schloss Bellevue Lieder Beethovens vorzutragen.

Seine Partnerin bei dieser Aufnahme ist die hawaiianische Pianistin Renate Rohlfing, die ebenfalls ihre musikalische Ausbildung an der Julliard School erhielt. Sie ist weltweit besonders als Liedbegleiterin und Kammermusikerin geschätzt und feierte bereits Auftritte in der Carnegie Hall, der Wigmore Hall und im wunderschönen Schloss Elmau. Mit Äneas Humm bestritt sie bereits zahlreiche Auftritte bei namhaften Festivals. Auch sie war schon geladener Gast im Schloss Bellevue. Rohlfing ist Professorin am berühmten Berklee College of Music in Boston.

Äneas Humm sagt zu dieser CD: „Für uns war diese CD ein Projekt, welches uns durch diese triste Corona Zeit begleitete. In diesem Werken fanden wir Zuflucht und verweilten in ihnen. Der Titel EMBRACE erschien uns also als umfassender Name dieser geistigen Herberge als natürliche Wahl.“

Eigentlich müsste man diesem Zitat nichts mehr hinzufügen, denn es zeigt sehr schön, wie zwei herausragende Musiker:innen Liedwerke von 4 so verschiedenen Menschen in den Kontext unserer heutigen und sicher ohne Übertreibung als schwierige zu bezeichnende Zeit förmlich hineingeboren haben.

Und die Auswahl der Werke? Nun, auch die ist nicht nur nachvollziehbar, sondern fast schon zwingend konsequent, denn alle Lieder verbinden Themen wie Sehnsucht, Drang und Lust, also solche, die gerade auch den kreativen Menschen besonders in der Corona Zeit mit allen ihren Einschränkungen bewusster wurden. Äneas Humm sagt dazu: „Wir nehmen Kunst komplett neu wahr, wenn wir selbst in Isolation leben“

Ich werde hier nun keine Angriffe auf die Politik ausführen, aber deren Umgang mit Kultur und allen Kulturschaffenden in der ganzen Corona-Pandemie war und ist weiterhin eine einzige Katastrophe. Es ist erschreckend und macht einen einfach nur wütend, wenn man sieht, wie der wahre Wert der Kultur vorsätzlich ignoriert, und sogar deren Verlust oder teilweise Zerstörung offenbar toleriert wird.

Ja, es gibt wichtige Bereiche, wie die Gesundheit der Menschen, und vielleicht muss die Kultur sich einigen wichtigeren Aufgaben temporär unterordnen. Die von der Politik praktizierte Herabwürdigung auf praktisch das unterste Niveau – von den ganzen mittelbaren Folgen, die erst in den nächsten Jahren sichtbar werden mal ganz abgesehen – ist jedoch der blanke Hohn und lässt einen fast schon aggressiv werden. Praktisch jedes „Interesse“ wurde dem der Kultur bereitwillig übergeordnet. Gerade für ein Land wie Deutschland ein Armutszeugnis und der Beweis der groben Unkenntnis der Geschichte und der wahren Ressourcen des Landes der „Dichter und Denker“. Aber ich hatte ja versprochen, hier nicht noch weiter auszuholen…

Als ich die CD zum ersten Mal gehört habe, war einer meiner ersten Stichpunkte auf dem immer bereitliegenden Notizblock „Sehnsucht“. Sofort danach fiel mir die herausragende Aufnahme auf. Nicht nur technisch, sondern besonders auch deren bewusster Einsatz und deren Umsetzung, um durch und mit dieser die Atmosphäre eines Liederabends bei den Zuhörer:innen zu erzeugen. Das Laustärkeverhältnis zwischen den beiden entspricht dem der gewollten Interpretation: Sie ist gleichberechtigt. Keiner der beiden spielt sich in den Vordergrund und jeder lässt nicht nur dem jeweils anderen den so wichtigen eigenen Raum, sondern fördert diesen sogar.

Der Klang ist von Wärme geprägt und der Fokus auf den Bereich der Mitten gelegt. Die CD bietet uns die Möglichkeit schon nach wenigen Minuten in die Lieder und die Musik einzutauchen und sich von diesen „umspülen“ zu lassen. Die beiden Musiker:innen werden sehr räumlich abgebildet, was der Wiedergabe einer typischen Stimmung bei einem Live-Liederabend sehr zuträglich ist. Sogar sehr leise abgespielt, erzeugt die Aufnahme ihre magischen Wirkungen.

Für Fanny Hensel war das Komponieren der Lieder eine Art Zufluchtsort, geschah unter Ausschluss der Öffentlichkeit und konfrontiert die Zuhörer:innen mit ihren tiefen inneren Gefühlen und Emotionen. Wunderbare kleine Liedperlen, jede für sich eine Schönheit und alle 4 zusammen eine besondere musikalische und textliche Reise.

Der Zyklus „Der Mensch und sein Tag“ von Viktor Ullmann entstand 1943 unter wohl kaum vorstellbaren Bedingungen im Konzentrationslager Theresienstadt und Ullmann selbst sagte hierzu, dass Theresienstadt seine musikalische Produktivität gefördert habe, was deutlich macht, welche Kraft die Musik und die Kunst hat, so dass diese den Menschen selbst in solchen unmenschlichen Umgebungen Halt und Hoffnung und Selbstachtung geben kann.

Ich möchte in diesem Zusammenhang an die Worte von Viktor Frankl erinnern, die mir sofort wieder einfielen. Er sagte, dass man Menschen in Konzentrationslagern alles nehmen konnte nur nicht deren letzte Freiheit sich zu den gegebenen Verhältnissen so oder so einzustellen.

Erstaunlich die Lieder des Norwegers Edvard Grieg, der bei diesen nur auf deutsche Gedichte aus der Klassik und der Romantik zugegriffen hat und auf keinen einzigen norwegischen Dichter.

Schließlich sind die auf der CD zu findenden Leider des großen Franz Liszt von unglaublich großer Ausdruckskraft und ganz besonders die Interpretation der berühmten Verse von Goethe „Über allen Wipfeln ist Ruh“ will nicht nur sprichwörtlich alles irdische überwinden und die Zuhörer:innen auf musikalischen Wege erlösen.

Diese CD ist in der Lage, einen nicht nur in die Musik hineinzuziehen, sondern auch deren Wirkung so stark und unmittelbar zu spüren, dass es einem nicht gelingt, einfach nur zuzuhören. Man will sich den ungemein zarten Wendungen der Musik und des Gesangs hingeben, man brennt förmlich darauf, die Worte der Leider zu erfahren und deren inhaltlichen „Auflösung“ entgegenzufiebern.

Diese CD macht etwas mit den Menschen, die sich auf sie einlassen. Sie verleitet sie dazu, die Augen zu schließen, um so jede kleinste visuelle Ablenkung zu vermeiden. Sie zwingt einen dazu, die Stimmungen der Lieder durch eigene auch körperliche Reaktionen zu „beantworten“. Ich habe mich mehrfach dabei erwischt, die meist langsam fließenden Harmonien durch Hand- oder Kopfbewegungen zu begleiten. Viel Melancholie, die über eine zum Teil tiefe Traurigkeit und Bedrücktheit dann jedoch zu Glücksmomenten führt, die wiederum von einer großen Zufriedenheit gekrönt werden.

Mein Fazit? Ich möchte dazu das letzte Lied der CD heranziehen, das von Edvard Grieg stammt: „Ein Traum“. Ein Traum, der uns in eine Welt entführt, die gerade aus den Angeln gehoben zu sein scheint und der uns zufrieden macht und uns, zumindest für eine kurze Zeit, so intensiv mit dem „Hier und Jetzt“ fest verbindet und verbrüdert.

Ein Traum – in jeder Hinsicht!

Rondeau Production

Hier noch ein paar Infos zu den Musiker:innen und ein paar Videotipps:

https://www.aeneashumm.com/

https://www.renaterohlfing.com/

Die Vorstellung der CD durch die beiden Musiker:innen selbst und ein Konzertbeispiel:

Hier die Webseite des Labels mit Hörbeispielen:

https://www.rondeau.de/Saenger/Bariton/Aeneas-Humm/Aeneas-Humm-Embrace::515.html

Konzert mit Marie-Luise Hinrichs

Konzert mit Marie-Luise Hinrichs

Liebe Musikfreund*innen,

hiermit möchte ich euch herzlich zu meinem Adventskonzert am 9. Dezember um 19 Uhr in der Krankenhauskirche Hohenlind in der Werthmannstraße 1 in 50935  Köln ( Lindenthal) einladen.

Auf dem Programm stehen meine eigenen Variationen & Arrangements von Advents-und Weihnachtsliedern, Sonaten von Padre Antonio Soler und Domenico Scarlatti und von Hildegard von Bingen „O viridissima virga“.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr in mein Konzert kommen würdet.

Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen.

Herzliche Grüße,

Eure Marie-Luise Hinrichs

http://www.marie-luise-hinrichs.de

Mein Hörtipp: Domenico Scarlatti, Complete Piano Sonatas, K. 177 – K. 205 mit Christoph Ullrich

Mein Hörtipp: Domenico Scarlatti, Complete Piano Sonatas, K. 177 – K. 205 mit Christoph Ullrich

Also meinen Respekt hat er schon länger, der Pianist Christoph Ullrich. Spätestens seit 2010, dem Zeitpunkt, als er erklärte, dass er tatsächlich alle 555 Cembalosonaten von Domenico Scarlatti auf einem modernen Steinway Flügel einspielen wolle. Dieser wurde, um der Musik auf dem Flügel im Sinne der Möglichkeiten eines Cembalos aus der Zeit der Erschaffung der Sonaten und der vom Komponisten gewählten Tonart in der Mitte des 18. Jahrhunderts, so nahe wie möglich zu kommen, in der sog. gleichstufigen Stimmung versetzt. Übrigens ist diese nicht mit der bekannten wohltemperierten Stimmung zu verwechseln, die u.a. durch Werke von J.S. Bach bekannt geworden ist. In dem auch hier wieder sehr gut gemachten Booklet der CD werden die weiteren Hintergründe ausführlich dargestellt.

Nun, Ullrich hatte sich also 2010 dazu entschlossen das gesamte Sonatenwerk einzuspielen, hat sich aber, was den wunderbaren Pianisten nur noch sympathischer macht, schon sehr bald eingestehen müssen, dass er die Tragweite seines Vorhabens wohl unterschätzt habe. Und es waren nicht die Technik, die hohen spielerischen Herausforderungen oder der schiere Zeitaufwand, es war die Erkenntnis, dass er nun wohl noch mal über viele Jahre „die Schulbank“ werde drücken müssen, beim Lehrer Domenico Scarlatti. Dieser hat Vorgaben definiert, die wirklich ungewöhnlich sind, denn bei ihm können sich Dynamik, Tempo, Artikulation Pausen oder die so wichtigen Anschlagstechniken in einem Höchstmaß immer wieder blitzschnell verändern. Die Cembalosonaten sind geprägt von einer enormen Variabilität. Deren damit verbunden immer neuen hohen Anforderungen an die Technik der Musiker:innen führen im Ergebnis fast schon zu einer Art Akrobatik, die in dieser Kraft und Stärke wohl erst später wieder, und zwar von Chopin oder Liszt, als neuer „Standard“ für solche technischen Höhenflüge wieder auflebten.

Wichtig bei Scarlatti ist aber insbesondere auch, dass er eine sehr hohe Durchhörbarkeit verlangt, was insbesondere die unmittelbare Klarheit der Aufführung betrifft. So sagt Ullrich selbst, dass es seiner Meinung nach nur bei Mozart eine ähnliche Forderung in dieser Ausprägung gebe. Und so gibt er sich mit großer Freude seinem großen Lehrmeister Scarlatti und seiner „Schule der Geläufigkeit“ gerne hin, und wird dies auch weiterhin tun, um sein Ziel der kompletten Einspielung zu erreichen.

Es ist erstaunlich, wie es Ullrich hier geschafft hat, die Musik dieses Genies in den historischen und individuellen kompositorischen Kontext zu fassen, den er hier als erforderlich und als Ergebnis seiner intensiven Beschäftigung damit ansieht. Seine Erfahrungen reichen mit Sicherheit dafür aus, umfasst seine Diskografie doch u.a. zahlreiche CDs mit Werken von J.S. Bach, Mozart und Schubert. Wunderbar übrigens seine Winterreise mit dem Bariton Matthias Horn.

Ok, seit 2001 spielt er nun also die Cembalosonaten von Scarlatti ein und legt hier in der Doppel-CD („Zum Preis von einer“) „Volume 5“ ein weiteres Werk auf seinem langen Weg der Gesamteinspielung vor, die schon jetzt mehrfach für anerkannte Preise nominiert wurden.

Die CD hat übrigens noch ein kleines Schmankerl, nämlich eine knapp 6:30 min lange Improvisation des Klarinettisten Ib Hausmann, die viel mehr ist, als eine Art Zugabe, zeigt sie doch die besondere Fähigkeit dieses Musikers, die Brücken zwischen Klassik und Moderne so wunderbar und leicht zu beschreiten.

Aufgenommen wurde die Doppel-CD in der bekannten Jesus-Christus-Kirche Dahlem auf einem großen und extrem klangstarken Steinway D 274. Produziert und aufgenommen vom großartigen du liebenswerten Musikliebhaber Andreas Spreer und seinem TACET Label. Damit ist dann auch gleich klar, dass es hier auch klanglich (wieder) ein herausragendes Ergebnis geben musste, denn das Label und Spreer stehen genau dafür. Seit vielen Jahren. Und die Zuhörer:innen werden nicht enttäuscht. Im Gegenteil: Die Aufnahme ist phantastisch und jederzeit in der Lage, den großen Flügel ohne die bei einem Steinway D 274 aufgrund seiner klanglichen Machtfülle nicht selten anzutreffenden „harte“ klangliche Wiedergabe der Töne, aufzuzeichnen und dennoch einfach richtig wiederzugeben.

Das Klangbild ist räumlich, sehr vom vollständigen Ein- und Ausschwingen der Saiten geprägt und, wie gesagt, es driftet nie in eine leichte Nervigkeit ab, die gerade bei Klavier-Solo-Einspielungen schnell passieren kann.

Und die Musik?

Nun: bei einer solchen Gesamteinspielung auf einzelne Sonaten besonders einzugehen, ist wohl müßig. Die vorliegenden CDs zeigen das auf, was Ullrich vor Jahren begonnen hat, und was ihn noch viele Jahre beschäftigen wird. Und das alles in der oben beschriebenen Herangehensweise. Ullrich sagt, dass ihm diese Musik unendlichen Reichtum schenke, und dem ist nichts hinzuzufügen, denn das sagt es eigentlich sehr gut. Diese Musik gibt den Zuhörer:nnen so unheimlich viel und gerade die sehr subtile Auseinandersetzung von Ullrich mit den Sonaten macht dies möglich. Seine so intensive Beschäftigung mit dem Werk Scarlattis hört man einfach. Viele tänzerischen Passagen mit zum Teil trillerartigen Tonfolgen und ein Verlieren in immer neue Quintenzirkel machen einfach Spaß und zeigen, meist jedoch erst beim zweiten konzentrierteren Zuhören deutlich, welche technischen und interpretatorischen Anforderungen hier „spielend leicht“ von Christoph Ullrich so souverän bewältigt werden. Und nur wenige Töne später schwelgt man in ruhigen von großen Melodienreichtum geprägte Passagen, die dann, manchmal fast schon ruckartig wieder in die klassischen Scarlatti Läufe wechseln.

Hier spielt nicht jemand ein paar Werke aus dem großen Katalog eines wundervollen Komponisten ein, hier legt ein Musiker sein ganzen Herz, sein Ich, offen. Er zeigt uns seine Sicht auf die Musik, seine Art diese zu verstehen, zu verinnerlichen und sie, seinen Vorstellungen entsprechend, den Zuhörer:innen zu präsentieren. Ein tief-emotionales Ergebnis eines Menschen und Musikers, der nicht nur die Werke selbst „spielt“, sondern quasi die gesamten in seine Werke einfließenden Kenntnisse und Gefühle Scarlattis in einen Tonträger für die Unendlichkeit zu bannen.

Wunderschöne Musik, um einfach nur zuzuhören, aber zugleich auch Musik, mit der man sich immer mehr und eindringlicher, tiefergehend befassen kann und bei der man mit jedem neuen Hören immer neue kleine Bravourstücke erfahren kann. Musik, die Spaß macht und dennoch so viel mehr sein kann, wenn man sich ihr wirklich öffnet. So wie Christoph Ullrich.

Hier spannende und unerwartete Tempowechsel und dort dann eine geradezu sprudelnde Dynamik und immer wieder die für Scarlatti so typischen fließenden und von sich tragender Schönheit geprägter Klavierläufe. Das ist wahre Poesie umgesetzt in Tönen.

Es bleibt zu hoffen, dass Christoph Ullrich sein Vorhaben vollenden wird und uns allen seine ganz persönliche Sicht der Cembalosonaten von Domenico Scarlatti für immer zur Verfügung stellen wird.

Diese Doppel-CD ist ein weiterer Meilenstein in einem ebensolchen Mammutwerk. Phantastische fast 140 min höchst anspruchsvoller und leidenschaftlicher Kompositionskunst, virtuos und mit erkennbar breitem und tiefem Personen- und Werkverständnis eingespielt und schlicht perfekt aufgezeichnet! Bravo!

Unbedingt anhören!  Unten habe ich für Sie auch noch ein Video von Christoph Ullrich eingefügt, in dem er auch selbst zu seinem Scarlatti Projekt zu Worte kommt.

Tacet 267

www.tacet.de

Hier weitere Infos, u.a.  zu Christoph Ullrich und Ib Hausmann:

http://www.christophullrich.de/

https://www.ibhausmann.de/

Mein Hörtipp: „Concerto Köln“, neue Box mit 10 wundervollen CDs!

Mein Hörtipp: „Concerto Köln“, neue Box mit 10 wundervollen CDs!

Die „Alte Musik“ Spezialisten des „Concerto Köln“ sind heute weltbekannt. Hier nun eine (preiswerte) Box mit echten Referenz-Aufnahmen der 80er, 90er und dem Beginn der 2000er Jahre. Von Vivaldi, Mozart und Durante über Kraus, Gossec und Brunetti bis hin zu den Bach Söhnen. Zum Teil seltener einspielte Werke, die jedoch ausnahmslos viele interessante und spannende Entdeckungen ermöglichen. Wie immer hervorragend und mit viel Fantasie und einer interpretatorisch hervorstechenden Lebendigkeit musiziert und auch klanglich allein der Musik und deren Stimmungen und Emotionen dienlich. Sinnliche und zugleich vergnügliche Musik, die die Zuhörer:innen förmlich „fesselt“.

Im gut gemachten Booklet steht: „Für das Concerto Köln ist Musik ein aufregendes Abenteuer, an dem alle mit Phantasie, Lebendigkeit und Teamgeist kreativ mitwirken.“ Ich würde das um folgende Merkmale ergänzen: Mit großer Kompetenz, Einfallsreichtum und Virtuosität. Übrigens arbeitet das Ensemble immer noch als Verein und ohne Dirigenten. Alle bringen ihre Vorstellungen gleichberechtigt mit ein und das hört man! Klasse!

Eine echte Entdeckungsreise mit so vielen wunderbaren kleinen und großen Überraschungen und einmaligen Aufnahmen, eingespielt für Carpriccio.

Fazit: Eine in jeder (!) Hinsicht zu empfehlende Box mit 10 tief bewegenden CDs, die zudem bei vielen Anbietern gerade zu Sonderpreisen angeboten werden. Für Kenner UND Einsteiger ein Muss!

Also: Keine Angst vor „Alter Musik“, denn ich wette mit Ihnen, dass Sie nach dem Hören dieser Box dieses Genre lieben werden! Unbedingt empfehlenswert!

Hier noch ein tolles Video, der Youtube-Channel des Concerto Köln, Fotos der Box und die Kontaktdaten des Labels:

https://www.youtube.com/channel/UCsS9YkjCbYCH5rZq-9AnbJA

http://www.capriccio.at/

http://www.capriccio.at/2020-releases

„Primal Scream – Live at LEVITATION“

„Primal Scream – Live at LEVITATION“

Primal Scream live – die pure, rohe Power britischer Alternative-psychedelic-Indie-Rock Hymnen der Extraklasse

„Primal Scream – Live at LEVITATION“ ist eine Aufnahme vom 9-Songs-umfassenden Gig aus dem Jahr 2015
– jetzt in 2 unterschiedlichen LP-Editionen und digital –


Die Verschmelzung von Indie-Pop, Rock, Alternative, Psychedelic und Dance durch Primal Scream sprengte in den 1980er-Jahren die musikalischen Grenzen und veränderte das Gesicht der britischen Popmusik. Die schottische Band um Frontmann Bobby Gillespie pushte elektronische Elemente in die bis dato etablierten Muster der Rock/Pop-Musik des zeitgenössischen Mainstreams. Primal Screams nachhaltiger Einfluss manifestiert sich in diesen neun Tracks des heute erscheinenden Live-Albums „Live At LEVITATION“ (The Reverberation Appreciation Society, The Orchard / Bertus Musikvertrieb).

Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 2015 und entstand im Rahmen des Levitation Festivals im texanischen Austin. Das Album erscheint auf dem hauseigenen Label der The Reverberation Appreciation Society digital und in zwei unterschiedlichen Vinyl-Editionen. 

Die Reverberation Appreciation Society unterstreicht mit einer Reihe interessanter Live-Aufzeichnungen die Schlüsselmomente der live-gespielten psychedelischen Rockgeschichte im Rahmen des eigenen Festivals. Primal Scream bilden den Auftakt dieser Veröffentlichungs-Reihe. Das Werk zeigt auch die enorme Live-Power der vier Musiker, die vor einem affinen Publikum ihr gesamtes Potenzial ausschöpfen. Die Songs stammen aus den Alben „Screamadelica“, „Give Out But Don’t Give Up“ und „XTRMNTR“ sowie anderen Werken der Band. 


Primal Scream – Live at Levitation Track-Listing:
SIDE A
Jailbird
Accelerator
Kill All Hippies
Burning Wheel
Shoot Speed / Kill Light

SIDE B
Higher Than The Sun
Country Girl
Loaded
Movin’ On Up
         
Mixed by Craig Lawrence
Mastered by Nick Townsend
Cover photo by Roger Ho