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Mein Hörtipp: Tilo Weber & Four Fauns: „Faun Renaissance“

Mein Hörtipp: Tilo Weber & Four Fauns: „Faun Renaissance“

Endlich ist sie da und ich bin sogar der erste, der die LP frisch aus dem Werk hören und dann auch gleich besprechen darf! Das freut mich natürlich ungemein, Danke Dir Tilo! Ach so, Sie wollen wissen, worüber ich hier eigentlich spreche? Sorry, aber ich war ganz in Gedanken, denn während ich das hier schreibe, dreht sich die direkt aus der Fertigung zu mir gekommene zweite Platte von: Tilo Weber & Four Fauns („Faun Renaissance“) auf meinem Plattenteller.

Und schon das Auspacken macht richtig Spass: “180g / Audiophile Half-Speed Lacquer Cut, Mastered on 4-track tape recorder”. Na, da freut sich nicht nur der Zuhörer, sondern gleich die ganze Wiedergabekette. Es steht mir wohl Großes bevor und ich wurde, soviel schon jetzt, nicht enttäuscht. Im Gegenteil: Die im Jahr 2020 in den Scoringstage Studios in Berlin Babelsberg aufgenommene Platte steht auch aufnahmetechnisch und musikalisch der Qualität der Pressung in nichts nach.

Kurz zur Besetzung der Fauns:

CLARINET: Claudio Puntin
TRUMPET: Richard Koch
BASS: James Banner
DRUMS & COMP: Tilo Weber

Ok, schauen wir uns zunächst diese interessanten Musiker mal etwas genauer an:

Der Bandleader, Schlagzeuger, Komponist und Arrangeur Tilo Weber (geboren 1990 in Aachen) lebt und arbeitet in Berlin. Neben seiner Tätigkeit in diesem akustischen Quartett, ist er mit seinem elektronischen Trio „Animate Repose“ (siehe Fotos unten) aktiv (eine Rezension ist hiermit fest versprochen!). Daneben kennen ihn viele u.a. als Musiker im David Friedman Generations Trio (und seinem Quartet), aus der Zusammenarbeit mit der großartigen Clara Haberkamp (siehe auch meine Videohinweise im Blog!) und den Arbeiten mit „Y-Otis“ (Otis Sandsiö). Mit David Friedman gründete Weber übrigens im Jahr 2017 das Independent Label MALLETMUSE RECORDS, bei dem auch dieses neue Werk erscheint.

Dann wäre da der 1979 in Tulln geborene Trompeter Richard Koch, der in vielen Genres und verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen zuhause ist. Sein von ihm selbst gewählter Fokus ist eine unbedingte Körperlichkeit von Musik. Etwas, was man in seinem ganz persönlichen Stil jederzeit hören kann. Koch ist in vielen unterschiedlichen Projekten aktiv, von denen einige die Musik mit anderen Kunstformen (so. z.B. Tanz, Bildende Kunst, Sprache) verschmelzen.

Der dritte im Bunde ist der Klarinettist, Komponist und Produzent Claudio Puntin (geboren 1965 in Zug) der übrigens zudem Goldschmied ist. Puntin bezeichnet den großartigen Dirigenten Sergiu Celibidache als einen seiner wichtigsten Lehrer. Puntin ist ebenfalls in vielen musikalischen und (Kreativ-) Genres tätig und komponiert und produziert u.a. Musik für das Theater, Filme und Hörspiele. Er arbeitete schon mit vielen Musikgrößen zusammen, so u.a. mit Carla Bley und Steve Swallow, Nik Bärtsch, Nils Wogram, Steve Reich und Sebastion Studnitzky, nur um eine wenige zu nennen. Puntin ist mehrfacher Preisträger, u.a. des ersten WDR-Jazz-Preises im Jahr 2004.

Fehlt nur noch der vierte im Bund: James Banner, der aus Dudley (England) stammende und heute in Berlin lebende Bassist. Auch er ist in zahlreichen verschiedenen Projekten im Bereich des Jazz und der improvisierten Musik aktiv, arbeitet sowohl mit vielen Musikgrößen zusammen, als auch mit verschiedenen (Performance) Künstlern. Der Bassist ist eine feste Größe nicht nur in der Berliner Jazz-Szene, sondern auch Gast auf vielen nationalen und internationalen Festivals.

Gut, und was haben uns die 4 Fauns nun feines neues auf ihrem zweiten Werk erstellt?

Zunächst einmal möchte ich kurz noch darauf hinweisen, dass die Pressung der LP wirklich perfekt und das Klangbild ungemein räumlich, extrem dynamisch (grob- und feindynamisch) und mit herausragenden Klangfarben gekrönt ist. Klarinette und Trompete werden jeweils klar, sauber, sehr präzise und dennoch niemals harsch wiedergegeben, der Bass hat eine wunderbare warme Substanz, einen echten Flow und eine direkt die Seele ansprechende Tiefe und das Schlagzeug gibt dem Ganzen eine jederzeit sicher tragende, rhythmische und akustisch ausgeprochen präzise Basis, ohne sich jedoch jemals in den akustischen, spielerischen oder musikalischen Vordergrund drängeln zu wollen.  

Und die Musik? Nun, hier müssen wir etwas ausholen, denn neben 3 eigenen Kompositionen von Tilo Weber, arrangiert dieser hier Komponisten, die man vielleicht nicht unbedingt auf der LP erwartet hätte: So sind dies u.a. Werke von Carlo Gesualdo, Guillaume de Marchant und Giovanni Pierluigi da Palestrina. Oder anders ausgedrückt: Hier trifft Musik der Renaissance und des Barocks (und den so interessanten Übergang der beiden musikalischen Epochen) auf den Jazz und die improvisierte Musik des 21 Jahrhunderts. Aber keine Angst, das hier ist kein unsägliches “Cross Over” oder eine “Ver-Jazzung”alter Meister. Es ist, und das ist bitte als sehr großes Kompliment zu verstehen, die klangliche, musikalische und interpretatorische Transformation dieser großartigen Musik aus vergangenen Jahrhunderten direkt in die heutige Zeit.

Diese Musik ist ungemein abwechslungsreich und dennoch von einer großen gleichbleibenden inneren Spannung getragen. Die Besetzung des Quartetts bietet hier den Musikern immer wieder neuen Raum für das Einbringen eigener musikalischer Ideen und alle 4 nutzen diese auch, ohne jedoch in übertriebene Abstraktionen zu verfallen oder die anderen zu „über-spielen“. Jedes Stück ist völlig anders und die einzige Konstante ist die unglaubliche Fähigkeit der Musiker sich jederzeit dem jeweiligen Stück als festem Gerüst zu unterwerfen, nur um dann wieder jedem einzelnen die Möglichkeit zu geben, sich darin zu entfalten. Dies alles ohne sich jemals selbst mit dem eigenen Beitrag oder der eigenen Virtuosität über die der anderen Musiker stellen zu wollen. Es ist absolut toll, wie es das Quartett schafft, mit einer zum großen Teil eher geringen instrumentalen Dichte eine dennoch so umfassende und voluminöse klangliche Struktur zu erschaffen

Bereits der Opener, „Se la mia morte brami“, zeigt dem Zuhörer, wohin die Reise des Quartetts gehen wird. Von der ersten Sekunde an fesselt der fast schon schwebende Rhythmus jeden, wobei das Stück dabei jederzeit sicher von Weber am Schlagzeug und Banner am Bass getragen wird.  Immer wieder sind es nur zwei oder sogar auch mal nur ein Instrument, das die Geschichte des Stücks ganz alleine und dennoch mit großer Hingabe weitererzählt und vorantreibt. An einigen Stellen klingt es fast wie ein sehr langsamer getragener Trauermarsch, wie man in New Orleans hören kann, dann wiederum sind es feinste musikalische Einfälle und diffizile Ornamente, die geprägt und getragen sind von Pausen und der für jede Musik so wichtigen Phasen der Stille zwischen den Tönen.

Ein gefühlvoller respektvoller Dialog der 4 Künstler, die zudem offenkundig jederzeit den Herausforderungen und der Diktion dieser großen Meister der Renaissance- und Barockmusik gewachsen sind und eine brillante neue Interpretation der Inhalte dieser Werke ins 21. Jahrhundert ermöglichen. Ein atmosphärisch, dichtes und in vielen lyrischen Linien eingebettetes Werk mit einer durchgehend jederzeit sanften, konzentrierten Stimmung und einem fast schon atmenden und von einer wunderbaren melodiösen Spannung geprägtem Rhythmusgeflecht. Faszinierend!

Das ist das mit Abstand spannendste Album, das ich in den letzten 2-3 Jahren gehört habe. Es ist toll, dass es heute gerade bei den kleineren Labels noch so viel unglaublich gute und abwechslungsreiche Musik zu hören gibt. Wir brauchen mehr davon. Gerade auch in diesen schwierigen Zeiten.

Schon jetzt einer meiner Top-Kandidaten für meine ganz persönliche Platte des Jahres 2021!

Unbedingt anhören! Sofort!      

Websites

Künstler    www.tiloweber.com

Label         www.malletmuserecords.com 

LP mm 007 „Faun Renaissance“ direkt bestellen auf:

www.nrwvertrieb.de

Video Singles

Here Comes Everybody   https://youtu.be/Pq9trQ_Zhz4

Kyrie V    https://youtu.be/w9wTYT7u7wE

Canon Couperin https://youtu.be/-zv7c4NLyrg

Hier Infos zu dem u.a. Album Animate Repose:

Animate Repose

DRUMS, COMP. Tilo Weber

VOCALS, GUITARLiv Solveign Wagne

rBASS, PIANOLucas Leidinger

SYNTHESIZERLiz Kosack

SAX Otis Sandsjö

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=-hUKGJ162-M

Teaser: https://soundcloud.com/tiloweber/animate-repose-album-teaser

LIVE Video–A-Trane Release Concerthttps://www.youtube.com/watch?v=NNtI0ghKcEo

Album Single -Silent Maiden: https://www.youtube.com/watch?v=5LDpyh7dvwc

More Infos: www.tiloweber.deLimited Edition 12“ LP, Available on Shoebill-­‐Music.com

Tilo Weber & Four Fauns Bandfoto (© Annika Weinthal)
Tilo Weber & Four Fauns

Tilo Weber & Four Fauns Bandfoto (© Annika Weinthal)

Tilo Weber Animate Repose

Tilo Weber & Four Fauns Bandfoto (© Annika Weinthal)
Tilo Weber Animate Repose

Tilo Weber & Four Fauns Bandfoto (© Annika Weinthal)
Tilo Weber Animate Repose

Mein Hörtipp: 5:59 von Mobile Ethnic Minority

Mein Hörtipp: 5:59 von Mobile Ethnic Minority

Der Tipp kam von einem von mir sehr geschätzten Labelchef höchst persönlich: Höre Dir den Mario mal an! Gesagt, getan und schon lag die LP in feinster Fertigung auf meinem Plattenteller. An irgendetwas erinnerte mich übrigens das Cover und der Titel der LP. Aber das wollte ich Ihnen ja gar nicht mitteilen.

Ich muss ehrlich sein, ich kannte Mario Knapp, den Mann hinter „Mobile Ethnic Minority“ (MEM) bislang nicht. Ein Fehler, wie sich schon nach der ersten Plattenseite herausstellte. Aber fangen wir vorne an, denn hier ist einiges anders, ganz anders als bei klassischen Rezensionen.

Zunächst einmal die LP selbst: 180g feinstes Vinyl (zusätzlich mit beiliegendem Downloadcode) und einem Klang zum Niederknien. Und hier wird es schon spannend, denn Mario macht nahezu alles selbst, nicht nur beim Spielen der ganzen Instrumente, sondern auch aufnahmetechnisch in seinem eigenen Studio in München. Respekt schon mal dafür. Dazu gleich noch mehr Informationen.

Für die Audiophilen unter uns: Dieses Album ist schon allein aus klanglicher Sicht etwas wirklich ganz Feines. Die, die mich kennen, wissen, dass mich das allein aber nicht so sehr interessiert, denn Platten, die „nur“ gut klingen, gibt es in der High End Szene ja einige…und die meisten sind musikalisch so ungemein schlecht, dass ich sie nicht einmal benennen möchte. Anders dieses Album, das klanglich UND musikalisch herausragend ist (ich weiß übrigens immer noch nicht, an was mich das Cover und der Titel erinnern…)

Also: Klanglich ist die LP schon mal 1a.

Kommen wir nun zur Musik, oder halt: Kommen wir erst noch kurz zu Mario Knapp. Wer ist dieser Musiker, der uns hier schon sein 10 Album (und Nummer 11 kommt in wenigen Wochen…) vorstellt?

Mario Knapp hat sein eigenes Projekt „Mobile Ethnic Minority“ gegründet, um allein und völlig unabhängig seine musikalischen, klanglichen und „produktions-philosophischen“ (keine Sorge, DAS erkläre ich später auch noch) Ideen umsetzen zu können. Und hier wieder etwas spezielles, denn MEM ist Mario Knapp und Mario Knapp ist MEM. Er alleine.

Er schreibt die sich mit den Fragen des Lebens beschäftigenden Texte, er spielt sämtliche Instrumente und er produziert alles so, wie er es meint. Und das alles allein in seinem eigenen Studio. Lediglich das Mastering gibt er in die erfahrenen Hände von Tim Höfer

Alles andere macht Mario also selbst. Er spielt die Gitarren, Bässe und „trommelt“ (ja, auch diese Wortwahl wird noch erklärt, denn, wenn man praktisch auf allem trommelt, was einem so in den Sinn kommt, ist auch das sicherlich eine Erwähnung wert…)

Mario ist übrigens in der Musikerszene kein Unbekannter. Er arbeitete viele Jahre als professioneller Musiker, Texter und u.a. auch als Filmkomponist und arbeitete so zum Beispiel u.a. mit Nina Hagen, Udo Lindenberg und mit Curt Cress zusammen.

Und er spielt, wie schon gesagt, tatsächlich alle Instrumente selbst. Lassen wir Mario doch hierzu einfach selbst zu Worte kommen, denn der wirklich ungemein sympathische Musiker stand mir sehr gerne persönlich für meine Rückfragen zur Verfügung : „Meine guten alten Freunde sind eine von Chris Kroenlein, einem Gitarrenbauer aus St. Louis, handgefertigte K-Line Elektrogitarre, eine Fender Telecaster, eine Martin Akustik, ein E-Bass, selbstgebastelte Drumsounds aus Töpfen und Haushaltsgegenständen jeder Art, ein paar wenige aber gute Mikrofone, und ‚das Studio‘, mein Experimentier-Soundmanipulations-Instrument.“

Bei der Aufnahme kamen übrigens nur 4 Mikrophone zum Einsatz und, und das wird einige von Ihnen sicherlich freuen, ausschließlich Röhrengitarrenverstärker. Fein, so muss es sein, denn jeder, der den 6-Saiten auch nur etwas zugetan ist, weiß, was es heißt, wenn z.B. eine Fender Telecaster mit einem Röhrenamp auf ehrliche erdige Musik trifft.

Na, wissen Sie jetzt, warum ich in diesem Text ab und zu auf spätere Erläuterungen verweise? Hier ist einfach vieles anders…Nur, damit wir uns hier aber nicht falsch verstehen: Das hier ist kein Bastleralbum mit Anfängersound und Gitarrenschülerambitionen, das hier ist ein herausragendes und professionelles und klanglich-musikalisch hoch konzentriertes Blues-Rock-Songwriter Album.

Aber, wie kann es anders sein, auch seine Produktionsphilosophie bei der Entstehung der erdigen, ruhigen und so emotional ansprechenden Songs ist besonders. Auch hierzu gab mir Mario eine interessante Erklärung:

„Ich mache einfach alles selbst, texten, spielen, recorden, mischen, und das nicht nacheinander, sondern gleichzeitig. Weil die Songs immer beim Zusammenwirken von allen Prozessen entstehen. Das liegt an meiner Aufnahmetechnik. Ich mache keine Stücke fertig, lerne sie, nehme sie dann auf und mische später – ich starte bei null, drücke auf ‚record‘, und lasse den Dingen ihren Lauf. Auf diese Art ist fast alles ‚das erste Mal‘. Wie beim Improvisieren, möglichst reine Emotion, ohne nachzudenken. Die Songs bilden sich dann weiter mit Hilfe des Studios heraus, ich bastle, verändere Sounds, füge vielleicht ein paar Overdubs hinzu, aber lösche vor allem wieder einiges.
Das ist deshalb möglich, weil ich zuhause mein eigenes kleines Recording-Laboratorium habe. Ich liebe die alten Meister, habe höchsten Respekt für ein, „good old songwriting“ und echte, gute analoge Aufnahmetechnik, aber ich nutze natürlich auch an einigen Stellen moderne digitale Technologie. Deshalb ist meine Musik immer eine Kombination aus beidem.“

Ich fasse dann mal zusammen: Diese unglaublich klingende Platte wurde nur von einer Person eingespielt und zu einem großen Teil direkt aufgenommen. Das ist, wenn man die Musik gehört hat, so fast nicht zu glauben. Ach ja, kommen wir nun endlich zur Musik (an wen mich das Album erinnert, bekomme ich schon noch raus…)

Die 10 Singer-Songwriter-Songs mit Tiefgang basieren nur auf dem charismatischen Gitarrenspiel (Akustik- und E-Gitarren + Bass) und der Substanz der „rauchig-heiser“ klingenden Stimme von Mario (Wenn Tom Waits hier eine 10 darstellt, ist Mario eine „glatte“ 6). Selbst die „Trommeln“ sind nur sporadisch und bei nur wenigen Songs überhaupt eingesetzt.

Meine Hörnotizen? Reduziert, ruhig, dennoch sehr getragen von den melodischen und textlichen Strukturen. Erdig, ehrlich, authentisch und gerade durch die Reduktion (Rhythmus und Tempi) den Zuhörer sofort mittragende hoch emotionale, fließende und warm klingende Musik. Unverkrampfte Songs für die Blaue Stunde, für einen Abend am Kamin, für die Stunde, die man ab und zu einfach zum Abschalten braucht. Musik, die einen innerlich bewegt und leise fortträgt. Es ist die Kombination des Besonderen, die hier etwas sehr Spezielles erzeugt, klanglich wie musikalisch. Ein Klangraum mit filigranen Miniaturen, die durch ihre relaxte Spannung und bemerkenswerten Klarheit etwas Großes, weit weg vom heute überall zu hörenden Mainstream schafft.

Und jetzt weiß ich auch endlich, an was mich das Cover und der Titel erinnert haben: An das Album 5:55 von Charlotte Gainsbourg. Und wenn ich mir jetzt noch vorstelle, dass Mario und Charlotte mal einen Song gemeinsam einspielen/singen würden…man, das würde echt passen…aber das ist nun wirklich etwas weit hergeholt. Aber musikalisch wäre das echt spannend!

Also: unbedingt anhören UND sich schon, wie ich, auf die neue Platte freuen! Diese werde ich dieses Mal sofort vorstellen, das verspreche ich, denn nun ist Mario Knapp ja für Sie und mich kein Unbekannter mehr.


Hier noch ein paar links, das neueste Video (mit neuestem Song!) und weiter unten, wie immer, noch ein paar Fotos:

Der Youtubekanal:

https://www.youtube.com/channel/UCezW8rwMzD8LXv-_zDZfKuw

Homepage

https://mobileethnicminority.com/music.html

Galileo Music webshop: https://www.galileomusic.de/artikel/23349/Mobile_Ethnic_Minority_Five_FiftyNine

DaCapo Schallplatten:

https://www.dacapo-records.de/11807-1180701-MEM-5sig-Mobile-Ethnic-Minority-Five-Fiftynine.html#/1-lp_hulle-ohne/2-lp_optionen-ohne

Bandcamp: https://mobileethnicminority.bandcamp.com/

Apple: https://music.apple.com/de/album/five-fiftynine/1519758906

Mobile Ethnic Minority Mario Knapp 5:59
Mobile Ethnic Minority Mario Knapp 5:59
Mobile Ethnic Minority Mario Knapp 5:59
Mobile Ethnic Minority Mario Knapp 5:59

Das neue Video THE HOUSE OF TOMORROW ist jetzt öffentlich, kann auch gerne geteilt/eingebettet werden.





Hörtipp und Videotipp: Oster-Oratorium von Johann Sebastian Bach

Hörtipp und Videotipp: Oster-Oratorium von Johann Sebastian Bach

Ich wünschen Ihnen ein friedvolles Osterfest. Gerade in diesem Jahr ein wohl für uns alle sehr besonderes Fest. Daher hier nun meine beiden ganz persönlichen Lieblingsversionen des wunderbaren Oster-Oratoriums auf CD/SACD und ein Videotipp mit einem Konzertausschnitt.

  1. Oster-Oratorium und Himmelfahrts-Oratorium mit dem Collegium Vocale Gent und der Leitung von Philippe Herreweghe. Ein 3-er CD Paket mit umfangreichem Booklet, erschienen bei harmonia mundi:

Die zweite Empfehlung und eine ganz andere, gleichwohl sehr spannende Herangehensweise an diese wunderbare Werk, kommt von „La Petite Bande“, geleitet natürlich von Sigiswald Kuijken. Aufgenommen im Jahr 2009 und erschienen bei ACCENT (SACD). Neben der besonderen musikalischen Qualität, ist das für mich klanglich die beste Aufnahme des Oster-Oratoriums.

Und hier der Videotipp mit einer wieder anderen Art der Interpretation des Oster-Oratoriums von Johann Sebastian Bach: Eine Aufnahme des Monteverdi Chors, der English Baroque Soloists unter der Leitung von Sir John Eliot Gardiner, aus dem Jahr 2013 (London, Proms 2013)

Quelle: https://www.patreon.com/classicalvault

https://monteverdi.co.uk/about-us/english-baroque-soloists

Ghost Light von John Neumeier

Ghost Light von John Neumeier

Karfreitag 2021 ist anders. Wir alle wissen warum. Aber die Frage ist, wie wir damit umgehen wollen. Hier der kreative Ansatz des absolut wunderbaren Hamburger Balletts. John Neumeier entführt uns mit den Tänzer*innen in seinem 163 Ballett wieder in eine andere Welt, ohne jedoch dabei die aktuellen Auswirkungen der Pandemie zu vergessen. Im Gegentei: Sowohl in der Choreografie, als auch in der bewussten coronagerechten Umsetzung, stellen sich die Tänzer*innen diesen auch für sie völlig neuen Herausforderungen und implementieren die erforderlichen Beschränkungen sogar aktiv in die Darbietung mit ein.

Das neueste Werk heißt „Ghost Light“ und wird neben der sensiblen Choreografie geradzu getragen von der Musik von Franz Schubert. Ein wirklich magisches Werk, das uns alle durch seine unbedingte Schönheit auch oder gerade an diesem besonderen Tag und in dieser außergwöhnlichen Zeit zu einem neuen, anderen Nachdenken anregt.

Sehen Sie hier eine Zusammenfassung und einen weiteren Ausschnitt. Zudem habe ich Ihnen eine sehr interessante Stellungnahme von John Neumeier wiedergegeben und daraunter befindet sich die Möglichkeit, das neue Werk im Shop des Hamburger Balletts zu bestellen. In diesen Zeiten weit mehr als nur die Besetllung und Bezahlung einer DVD.

Hier die sehr lesenswerten Gedanken von John Neumeier zur Corona-Krise und die Auswirkungen auf die Kultur:

https://www.hamburgballett.de/de/news/gedanken_john_neumeier.php?m=1614769405&

Und hier die Möglichkeit, das Hamburger Ballett durch den Kauf seiner Produkte direkt zu unterstützen:

https://hamburgballett-shop.de/epages/9681fdc6-2651-4b06-bcf7-658393ece38e.sf/de_DE/?ObjectPath=%2FShops%2F9681fdc6-2651-4b06-bcf7-658393ece38e%2FProducts%2F2-11

Hier der Youtubekanal des Hamburger Balletts:

https://www.youtube.com/channel/UCMsiql4DBb0Cbp8RB_54yow

Kontakt:

https://www.hamburgballett.de/

Wir alle fiebern dem Zeitpunkt entgegen, in dem wir endlich wieder die Möglichkeit haben, solche großartigen Werke und Künstler*innen wieder live sehen zu können!

Clara Haberkamp Trio: Live at Villa Elisabeth

Clara Haberkamp Trio: Live at Villa Elisabeth

Aufgrund der vielen positiven Nachfragen, hier gleich noch zwei tolle Stücke des Clara Haberkamp Trios und, weiter unten, ein Portrait:

Clara Haberkamp PIANO & RHODES Oliver Potratz BASS Tilo Weber DRUMS „DISARM THE MOON“ composed by Clara Haberkamp

Recorded by Jonas Hinz at Villa Elisabeth Berlin 2020 Mixed and mastered by Marco Birkner 2020 Video by JORDAN Production Kindly supported by Claussen-Simon-Stiftung

Clara Haberkamp PIANO Oliver Potratz BASS Tilo Weber DRUMS „ACCUMULATION“ composed by Clara Haberkamp

Recorded by Jonas Hinz at Villa Elisabeth Berlin 2020 Mixed and mastered by Marco Birkner 2020 Video by JORDAN Production

Hier ein Portrai des Clara Haberkamp Trios:

Der Youtubekanal des Trios:

https://www.youtube.com/channel/UC3tflKI_iA0PPMblueNuknw

KONTAKT:

Mein Hörtipp: Limitierte BACH Doppel-CD bei der Neuen Bachgesellschaft erschienen

Mein Hörtipp: Limitierte BACH Doppel-CD bei der Neuen Bachgesellschaft erschienen

Bei der Neuen Bachgesellschaft e.V. (NBG) kann man eine Doppel-CD mit Bachkantaten erwerben, die für deren Mitglieder herausgegeben wurde. Sie ist nicht im Handel erhältlich, sondern nur über die NBG selbst. Sie sollten sich aber beeilen, denn die Anzahl ist auf nur 500 begrenzt.

Die CD der Leipziger Bachsolisten mit dem Titel „Bach-Kantanten Vol. 1“, gibt den Zuhörer*innen einen spannenden Einblick verschiedener Rundfunkaufnahmen des Deutschen Rundfunkarchivs aus den Jahren 1962-1969, aufgenommen in der Thomaskirche in Leipzig. Bei allen Aufnahmen wird der von den Leipziger Bachsolisten selbst gewählte Schwerpunkt auf die Interpretationen der Solopartien der Vokalwerke von Johann Sebastian Bach deutlich hörbar.

BACH CD NBG

Besonders beeindruckend finde ich den vielfach sehr emotional und stimmlich überwältigenden Tenor Hans-Joachim Rotzsch, der bereits in den 50er Jahren für seine Partien des Evangelisten in der Matthäuspassion völlig zu recht weit über die Grenzen Leipzigs und der DDR bekannt wurde.

Ein sehr wichtiges Zeitdokument gegen das Vergessen und eine großartige Erinnerung an die wunderbaren Leipziger Bachsolisten, das sowohl interpretatorisch, musikalisch als auch klanglich überzeugt.

Adele Stolte, Sopran

Gerda Schriever, Alt

Hans-Joachim Rotzsch, Tenor

Hermann Christian Polster, Bass

Der Thomanerchor Leipzig und das Gewandhausorchester Leipzig unter Leitung des Thomaskantors Erhard Mauersberger.

Inhalt:

CD1

Süßer Trost, mein Jesus kömmt

Der Himmel lacht! Die Erde jubilieret

Wir danke dir, Gott, wir danken dir

CD2

Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren

Ich bin ein guter Hirt

Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit

Ich armer Mensch, ich Sündenknecht

Wertvolle Musik und eine weitere tolle Idee der Neuen Bachgesellschaft, die hoffentlich viele Fortsetzungen finden wird.  

Meine ganz persönliche Bitte:

Unterstützen Sie die Neue Bachgesellschaft und werden Sie dort Mitglied. Sie unterstützen nicht nur die großartige Arbeit der NBG, sondern erhalten auch zweimal im Jahr das interessante BACH Magazin, das jeweils auch das Mitteilungsblatt der NBG enthält. Zudem erhalten Sie jedes Jahr das neueste „Bach Jahrbuch“, das übrigens bereits im 106. Band (2020) erschienen ist und aktuell neun große, sieben kleine Beiträge und einen umfangreichen Rezensions-Essay enthält.

Wenn Sie Fragen haben:

Neue Bachgesellschaft e.V.
Burgstraße 1-5 (am Thomaskirchhof)
04109 Leipzig

Ansprechpartnerin: Frau Malgut
Tel.: +49 (0)341 9 60 14 63
Fax: +49 (0)341 2 24 81 82
mail: info@neue-bachgesellschaft.de
Internet: www.neue-bachgesellschaft.de

Vorstand gem. § 26 BGB:
Prof. Dr. Dr. h.c. Christfried Brödel und KMD Roderich Kreile
Vereinsregister AG Leipzig Nr.: 1298