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Wynton Marsalis feiert seinen 60. Geburtstag

Wynton Marsalis feiert seinen 60. Geburtstag

Am 18.10.1961 wurde der begnadete Trompeter Wynton Marsalis in New Orleans geboren. Also Spross einer Musikerfamilie wuchs er mit dem Sound der Stadt auf. Egal ob Vater oder Brüder, der Marsalis Clan ist weltberühmt. An der Spitze steht aber wohl Wynton, der es zudem geschafft hat, nicht nur im Genre des JAZZ zur absoluten Spitze aufzusteigen, sondern gleichzeitig auch in der Klassik. Außerdem hat er etwas geschafft, was vor ihm noch kein Jazz-Musiker geschafft hat: 1997 erhielt er für sein Werk „Blood On The Fields“ (s.u.) den Purlitzer Preis (s.u.).

Seit vielen Jahren ist er der künstlerische Leiter des „Jazz at Lincoln Center“ und spielt unglaublich viele Alben ein. Er ist praktisch immer auf einer Bühne zu sehen und zu hören, denn nur so kann man den Jazz schließlich wirklich erleben.

Wynton Marsalis wird aber auch kritisch gesehen und spaltet die Jazz-Fan-Gemeinde. Die einen sehen ihn ihm einen brillanten Musiker, die anderen einen „ewig gestrigen“, der dem Jazz keine neuen Impulse gibt. Insbesondere seine Auseinandersetzungen mit anderen Musiker:innen zeigen, wie hart die Fronten hier sind. Insbesondere seine „Anmerkungen“ über Miles Davis führten zu zum Teil heftigen Diskussionen und persönlichen Anfeindungen.

Jeder mag selbst entscheiden, wie er seine Arbeit bewerten möchte. Ich denke, dass Vergleiche ohnehin nicht angebracht sind und gerade im Jazz haben diese doch noch niemals zu etwas geführt. Wie man so schön sagt: Jeder soll das tun, was er für richtig hält.

Wynton Marsalis ist ein technisch perfekter Musiker, der sehr genau weiß, was er will und was er kann. Er macht so viel für die Musik und für die Verständigung zwischen den Generationen und setzt sich immer für die Gleichberechtigung ein.

Ich habe Ihnen hier ein paar Tipps eingefügt. Zunächst das sehr persönliche Buch: „Jazz mein Leben, Von der Kraft der Improvisation. Eine wunderbar zu lesende Reise in den Jazz, verfasst von einem Menschen, der Musik nicht nur liebt, sondern lebt.

Als Tipps zudem eine Box mit 10 großartigen Alben und das Werk, für dass er den Purlitzer Preis erhalten hat: Blood On The Fields.

Schließlich noch meine ganz persönliche Lieblingsplatte von Wynton Marsalis: „Standard Time Vol. 2, Intimacy Calling“. Ich habe dieses 1991 erschienene Album sicherlich weit mehr als 1000 mal gehört…  

Schließlich habe ich unten für Sie noch ein wunderbares Konzert und weitere interessante  websites eingefügt.

Also: Feiern Sie mit und genießen Sie die großartige Musik dieses wunderbaren Menschens!

https://www.pulitzer.org/winners/wynton-marsalis

https://wyntonmarsalis.org/

Quelle Video:

https://www.youtube.com/channel/UC4eYXhJI4-7wSWc8UNRwD4A

13. Köthener Herbst – 300 Jahre Brandenburgische Konzerte

13. Köthener Herbst – 300 Jahre Brandenburgische Konzerte

Vom 3. – 5. September findet der 13. Köthener Herbst im Schloss Köthen und in den Kirchen St. Jakob und St. Agnus statt. Thema: Kronjuwelen der Musik – 300 Jahre Brandenburgische Konzerte.

Hier ein Auszug aus der Webseite der Bachfreunde Köthen:

„Im März 1719 reiste Johann Sebastian Bach von Köthen nach Berlin, wo er auch dem Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg begegnete. Dieser beauftragte den Anhaltischen Kapellmeister, ihm einige von seinen Kompositionen zu übersenden. Doch erst zwei Jahre später besann sich Bach des Auftrags – vielleicht weil er nach dem plötzlichen Tod seiner ersten Frau Maria Barbara Möglichkeiten eines Weggangs vom Köthener Hof erwogen hatte.

Im März 1721 übersandte er dem Monarchen eine Schönschriftpartitur mit sechs Konzerten nach Berlin. Das in französischer Sprache abgefasste Widmungs­schreiben könnte dahingehend gedeutet werden, dass Bach sich hiermit – zumindest indirekt – um ein Amt im Dienste des Brandenburger Markgrafen empfehlen wollte. Seinem Auftraggeber konnte er eindrucksvoll demonstrieren, dass er die Form des Italienischen Concertos nach allen Regeln der Kunst geradezu virtuos beherrschte und mit höchst ausgefallenen Instrumental­besetzungen und ebenso einzigartigen Klangkombinationen zu experimentieren verstand. Tatsächlich erscheinen die Besetzungen mehrerer Konzerte in der Musik des 18. Jahrhunderts als nahezu singulär. In Leipzig hat Bach einige der Brandenburgischen Konzerte wieder verwendet, einzelne Sätze in weltliche und geistliche Kantaten übernommen − einige Konzerte auch mit seinem studentischen Collegium dargeboten. Im Fokus des 13. Köthener Herbstes stehen Bachs Brandenburgischen Konzerte und ihre Leipziger Fassungen im Kontext zu den Konzerten seiner Zeitgenossen. Wie sich spätere Komponistengenerationen mit jenen sechs Konzerten Bachs auseinandersetzten, zeigen u. a. die Bearbeitungen Max Regers. Dieser hatte sie in den Jahren 1905-1906 für Klavier zu vier Händen gesetzt.

Da die Fortentwicklung des Corona-Pandemiegeschehens derzeit schwer vorauszusehen ist, könnten Anfang September noch Ein-schränkungen des Konzertbetriebes notwendig sein. Vorsorglich haben wir deshalb kürzere Teilkonzerte mit eingeschränkter Platzkapazität vorgesehen.

Programm
(Änderungen und Ergänzungen vorbehalten! Letzte Änderung: 05.06.2021)

Freitag, 3. September 2021
Kirche St. Agnus
Eröffnungskonzert

– 17.00 Uhr – Teil 1
Johann Bernhard Bach (1676–1749)
        Ouvertüre g-Moll für Violine und Streicher
Johann Sebastian Bach (1685–1750)
        Konzert für Oboe d‘amore und Streicher A-Dur (BWV 1055R)
Karten: 20€ / 16€ (erm.) / 5€ (Juniorticket); Verkauf: siehe unten.

– 19.30 Uhr – Teil 2
Johann Sebastian Bach
        Konzert für Violine und Streicher g-Moll (BWV 1056R)
Carl Philipp Emanuel Bach (1714–1788)
        Konzert für Cembalo und Streicher a-Moll (Wq 1)
Johann Sebastian Bach
        Konzert für Oboe, Violine und Streicher c-Moll (BWV 1060R)
Karten: 20€ / 16€ (erm.) / 5€ (Juniorticket); Verkauf: siehe unten.

– 21.00 Uhr – Teil 2 (Wiederholung, s.o.)
Karten: 20€ / 16€ (erm.) / 5€ (Juniorticket); Verkauf: siehe unten.

Xenia Löffler, Oboe
Daniel Deuter, Violine
Tobias Schade, Cembalo
Batzdorfer Hofkapelle

Samstag, 4. September 2021, 10.30 Uhr
Anna-Magdalena-Bach-Saal im Veranstaltungszentrum Köthen (Schlossplatz 4)
Mitgliederversammlung (geschlossene Veranstaltung)

Samstag, 4. September 2021, 14.30 Uhr
Anna-Magdalena-Bach-Saal im Veranstaltungszentrum Köthen (Schlossplatz 4)
Wissenschaftliches Symposium
Köthener Werke in Leipziger Überlieferung
        Hans-Joachim Schulze:
Die Sechs Brandenburgischen ‒ ein Zyklus mit geheimem Programm?
        Gregor Richter:
Köthener Konzertsätze in Bachs Leipziger Kantaten
        Alexander Becker:
»so „durchsichtig“ wie eben möglich«
                      – Regers Klavierfassungen der Brandenburgischen Konzerte
– Eintritt frei –

Samstag, 4. September 2021
Spiegelsaal im Schloss
Kammerkonzert

– 17.30 Uhr – Teil 1
Johann Sebastian Bach
        Konzert für Cembalo Solo h-Moll (BWV 979)
               nach einem Konzert von Antonio Vivaldi (RV 813)
        Italienisches Konzert F-Dur (BWV 971)
        Sonate für Traversflöte und Cembalo E-Dur (BWV 1035)
Karten: 24€ / 20€ (erm.) / 5€ (Juniorticket); Verkauf: siehe unten.

– 19.30 Uhr – Teil 2
Johann Sebastian Bach
        Sonate für Traversflöte und Cembalo A-Dur (BWV1032)
        Konzert für Cembalo Solo G-Dur (BWV 986)
               nach einer unbekannten Vorlage
               (vielleicht von Johann Ernst Prinz von Sachsen-Weimar?)
        Sonate für Traversflöte und Cembalo h-Moll (BWV 1030)
Karten: 24€ / 20€ (erm.) / 5€ (Juniorticket); Verkauf: siehe unten.

– 21.15 Uhr – Teil 2 (Wiederholung, s.o.)
Karten: 24€ / 20€ (erm.) / 5€ (Juniorticket); Verkauf: siehe unten.

Marten Root (Niederlande), Traversflöte
Menno van Delft (Niederlande), Cembalo

Mit freundlicher Unterstützung durch die
Kulturstiftung Sachsen-Anhalt und die Köthen Kultur und Marketing GmbH

Sonntag, 5. September 2021, 09.30 Uhr
Kirche St. Agnus
Festgottesdienst

Sonntag, 5. September 2021
Johann-Sebastian-Bach-Saal im Schloss
Kammerkonzert
Bach-Transkriptionen von Max Reger (1873-1916) und Ferruccio Busoni (1866-1924)

– 11.00 Uhr – Teil 1
Johann Sebastian Bach
        Brandenburgisches Konzert Nr. 2 F-Dur (BWV 1047)
        Präludium und Fuge D-Dur (BWV 532)
        Passacaglia in c-Moll (BWV 582)
Karten: 18€ / 15€ (erm.) / 5€ (Juniorticket); Verkauf: siehe unten.

– 12.30 Uhr – Teil 2
Johann Sebastian Bach
        Toccata und Fuge d-Moll (BWV 565)
        Choralvorspiel „Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ“ (BWV 639) aus dem Orgel-Büchlein
        Präludium und Fuge gis-Moll (BWV 887) aus dem Wohltemperierten Klavier, Teil II
        Brandenburgisches Konzert Nr. 5 D-Dur (BWV 1050)
Karten: 18€ / 15€ (erm.) / 5€ (Juniorticket); Verkauf: siehe unten.

Maryam Haiawi, Klavier
Johannes Nies, Klavier

Sonntag, 5. September 2021
Kirche St. Jakob
Abschlusskonzert

– 15.30 Uhr – Teil 1
Johann Sebastian Bach
        Brandenburgisches Konzert Nr. 1 F-Dur (BWV 1046,1), Frühfassung
        Konzert für 2 Blockflöten, Cembalo, Streicher
               und Basso continuo F-Dur (BWV 1057)
        Kantate „Falsche Welt, dir trau ich nicht“ (BWV 52)
Karten: 22€ / 18€ (erm.) / 5€ (Juniorticket); Verkauf: siehe unten.

– 17.00 Uhr – Teil 2
Georg Philipp Telemann (1681-1767)
        Konzert für Trompete, Streicher und Basso continuo D-Dur (TWV 51:D 7)
Johann Sebastian Bach
        Brandenburgisches Konzert Nr. 4 G-Dur (BWV 1049)
        Kantate „Jauchzet Gott in allen Landen“ (BWV 51)
Karten: 22€ / 18€ (erm.) / 5€ (Juniorticket); Verkauf: siehe unten.

Isabel Schicketanz, Sopran
Gabriele Cassone, Trompete (Italien)
Sabina Chukurova, Cembalo
Jesús Merino Ruiz, Solovioline und Konzertmeister
Le Concert Lorrain (Frankreich)
Leitung: Stephan Schultz

Bei Buchung von mindestens 8 der 10 Konzerte wird ein Rabatt von 15% gewährt.
Weitere Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie in unserem

Unbedingt zu empfehlen!

Textquelle und weitere Infos unter:

https://www.bachfreunde-koethen.de/herbst.htm

Die Kultur in Berlin ist wieder auferstanden!

Die Kultur in Berlin ist wieder auferstanden!

Bei meinem Besuch in der Hauptstadt konnte ich mit großer Freude feststellen, dass dort das Kulturleben (fast) wieder vollständig da ist! Zwar gibt es in Museen und Konzerthäusern noch immer ein paar Vorgaben zu beachten, aber es war einfach schön, endlich wieder in das phantastische kulturelle Leben von Berlin einzutauchen. Und das Licht war einfach unglaublich (Fotos, s.u.)

Nach meinem Besuch bei Beck in München vor 3 Wochen, stand nun natürlich der Besuch des zweiten für mich noch immer besten Klassik- und Jazz-Geschäftes in Deutschland an: Dussmann! Vielen Dank an beide Häuser, dass sie weiterhin an dem Verkauf physischer Tonträger (zunehmend übrigens wieder Vinyl) in den Bereichen der Klassik und dem Jazz festhalten. Danke auch an die wirklich tollen Mitarbeiter:innen beider Häuser, die nicht nur alle (!) ungemein kompetent, sondern einfach auch sehr nette Menschen sind. Ich konnte viele wunderbare Gespräche über Musik führen…und beide Häuser schwerbeladen und ungemein zufrieden wieder verlassen.

Einen besonderen Tipp habe ich hier für Sie (und weiter unten ein paar Fotoimpressionen aus Berlin)

Die „Young Euro Classic“:

„Young Euro Classic ist die weltweit wichtigste Plattform des internationalen Orchesternachwuchses für die europäische klassische Musiktradition und ihre Entwicklungen. Jeden Sommer spielen 2 1/2 Wochen lang Orchester aus aller Welt im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Young Euro Classic ist Jugendkultur. „Das Bayreuth der jungen Generation“ (Berliner Morgenpost) erweist sich Jahr für Jahr als Leuchtturmereignis in der deutschen Kulturlandschaft und zeigt, dass sich die Hauptstadt Berlin als attraktiver Schauplatz der Jugendkultur nicht nur auf das Berghain und die freie Szene reduzieren lässt. Berlin ist die Musik-Hauptstadt der Welt – durch Young Euro Classic auch für den klassischen Musiknachwuchs.“

https://kaufhaus.ludwigbeck.de/musik

https://www.kulturkaufhaus.de/de/start

Und hier nun die versprochenen Fotoeindrücke meiner Reise nach Berlin:

Das „Bill Frisell Trio“ live am 03.07.2021

Das „Bill Frisell Trio“ live am 03.07.2021

Anfang Juli dieses Jahres spielte das „Bill Frisell Trio“ ein wirklich phantastisches Konzert. Fast 100 Minuten absolut stimmige, förmlich fließende und sehr emotionale Musik der drei Ausnahmemusiker.

Neben Frisell waren mit dabei: Rudy Royston am Schlagzeug und Thomas Morgan am Bass. Das Konzert fand statt im „The Arts Center at Duck Creek“ in East Hampton, NY, s.u..

Quelle:

https://www.youtube.com/channel/UC3kUSrWU51mZYlcdQjUppoA