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Ein echter Klassiker-Tonarm? Wie neu UND selten!

Ein echter Klassiker-Tonarm? Wie neu UND selten!

SHURE SME 3009 S2

Komplett restaurierter und extrem seltener SHURE SME 3009 S2  Tonarm in hervorragendem Zustand.

Dieser absolut originale und unverbastelte Tonarm besteht ausschliesslich aus original SME Teilen. Es ist keiner dieser zusammengebastelten Tonarme die Sie Heute sehr oft im www finden.

SHURE SME Tonarme wurden während einer Cooperation der beiden renommierten Firmen in den frühen 60er Jahren in sehr kleinen Stückzahlen produziert.

Der Tonarm wurde komplett zerlegt, sämtliche Teile wurden gereinigt, die Entkopplungsgummis des Gegengewichts ersetzt, sämtliche Kontakte gereinigt, das Silikonöl des Liftmechanismus neu befüllt und das Lagerspiel der beiden Vertikal-Lager neu justiert. Ebenfalls wurden die 4 Entkopplungsgummis der Bodenplatte ersetzt.

Technisch, wie auch optisch befindet sich dieser Tonarm in hervorragendem Zustand.

Zum Angebot gehört ebenfalls das original SHURE SME Headshell mit neuen Headshell-Kabeln, original SME Anschlusskabel, original SME Schrauben für die Bodenplatte, original SME Lateral-Zusatzgewicht, sowie passende Imbus-Schlüssel in zwei Grössen.

Mehr Info und Fotos:

https://www.riversideaudio.ch/deutsch/sme-tonarme/shure-sme-3009-s2/

Sie suchen einen gebrauchten Röhrenvorverstärker? Sehr gut und sehr günstig? Ich habe zufällig einen gefunden…

Sie suchen einen gebrauchten Röhrenvorverstärker? Sehr gut und sehr günstig? Ich habe zufällig einen gefunden…

Schauen Sie sich das Angebot mal in Ruhe an. Ich kennne diesen Vorverstärker sehr gut und hatte ihn mal zu einem Test. Ein Traumgerät und für diesen Preis ein absolutes Superschnäppchen…Und quasi direkt vom Hersteller! Ein Verstärker mit MM-Phonoeingang und allem, was man braucht. Hätte ich nicht schon mehrere, ich würde ihn sofort selbst kaufen. Mehr Infos direket bei Ulf Moning!

Einfach mal googlen…Ulf ist ein echter Kenner, Musikliebhaber und Schöpfer (und irre netter Mensch!) vieler heute schon als Klassiker geltender Geräte und Laustprecher (u.a. Dynvox und der CD-Player Sensationen: Dynastation 1, 2, und 3…) Mein leider viel zu früh verstorbener Freund Cai Brockmann liebte seinen Dynastation CD Player über alles…

https://dynamikks.de/Gebraucht.html

Neuer Bericht von John Devore und über seine beiden neuen verdammt spannenden Projekte!

Neuer Bericht von John Devore und über seine beiden neuen verdammt spannenden Projekte!

Der großartige Mensch, Musikliebhaber und geniale Entwickler John Devore hat in seinem Video zwei neue Projekte vorgestellt. Das erste, ein kleinerer neuer „Würfel-Lautsprecher“ ist nicht so ungewühnlich, ist doch Devore seit Jahren ein Begriff für echt gute MUSIK-Lautsprecher. Noch spannender ist aber, dass John nun eine neue Firma gegründet hat, die Verstärker herstellt.

Und, wie zu erwarten (und von mir gehofft), sind es natürlich Röhrenverstärker. Das ist phantastisch, denn nun kann man bis auf die Quelle die Devore Lautsprecher so hören, wie John sie hört, entwickelt und abstimmt. Und die ersten Bilder sind wirklich sehr vielversprechend…

Übrigens: Wenn Sie mal die Chance haben…hören Sie sich eine Devore O/96 mit guter Röhrenelektronik und am besten mit LP an…das ist gut…VERDAMMT GUT!!!

https://www.youtube.com/channel/UCLm8fBcqXx3qEyKjZHmtiTA/videos

Der Verstärker:

https://twitteringmachines.com/introducing-the-komuro-amplifier-company-first-listen/embed/#?secret=VCgKVvwOqJ

Der deutsche Vertrieb:

https://h-e-a-r.de/devore-fidelity-hersteller-informationen

Mein Hörtipp: Daniel Gaede und Raphael Alpermann: J. S. Bach, Sonaten für Violine und Harpsichord

Mein Hörtipp: Daniel Gaede und Raphael Alpermann: J. S. Bach, Sonaten für Violine und Harpsichord

Darf man eigentlich mit dem Fazit einer Rezension starten? Ich weiß es nicht, mache es aber dennoch: Das ist für mich ganz klar eine der besten CDs in diesem Jahr. Ihnen reicht diese Behauptung nicht? Ok, verstehe ich. Also fange ich mal an…

Dies ist eine echte Trioplatte…für zwei Instrumente. Das sah übrigens auch der Schüler und Schwiegersohn von Johann Sebastian Bach, Johann Christoph Altnikol, so, der die Sonaten als „Sechs Trios fürs Clavier und die Violine“ bezeichnete. Die Lösung dieser kleinen Denkaufgabe ist übrigens einfach: In den im 18 Jahrhundert üblichen Sonaten für Violine und Basso Continuo hatte das Cembalo die zusätzliche Funktion des Generalbassinstrumentes, dessen Spieler diesen zweiten Part der einen Hand über einer ausnotierten Bassstimme anhand von Ziffern improvisatorisch zu erfinden hatte. Alternativ konnte z.B. aber auch eine Viola da gamba die Bassstimme spielen. Bei den hier aufgezeichneten 6 Sonaten sind zwar nicht alle als solche „Trios“ aufgebaut, aber immer spielen nur die beiden Instrumente.

Bach war ja bekanntlich nicht nur ein wahrer Meister auf der Orgel und anderen Tasteninstrumenten, sondern auch auf der Violine und besaß u.a. eine Geige des genialen Jakob Steiner. In den Sonaten für Violine Solo zeigte er die gesamte Ausdruckskraft und die musikalisch umsetzbaren Emotionen und Klangfarben des Streichinstrumentes und in seinen berühmten Werken für Tasteninstrumente erreichte er ein Niveau, das bis heute schlicht unerreicht ist. In den hier vorliegenden 6 Sonaten für Violine und Cembalo führte er beide Werkarten in einer wunderbaren Art zusammen und ließ so etwas zu Teil noch großartigeres entstehen.

Daniel Gaede, geboren 1966 in Hamburg, konzertierte als Solist u.a. mit den Wiener Philharmoniker und dem Rundfunkorchester Berlin und arbeitete z.B. mit Claudia Abbado, Riccardo Muti und Dennis Russel zusammen. Daneben hat er sich einen Namen im kammermusikalischen Kontext gemacht und spielte zahlreiche CDs bei der Deutschen Grammophon, cpo, Sony und weiterer Labels ein. Seit 2000 unterrichtet er als Professor an der staatlichen Musikhochschule in Nürnberg.

Raphael Alpermann war neben seiner Ausbildung an der Berliner Hochschule u.a. Schüler bei Gustav Leonhardt und Ton Koopman. Seit 1991 gehört er der Akademie für Alte Musik Berlin an und wirkte dort bei zahlreichen Aufnahmen als Solist mit. Er ist zudem Mitglied der Berliner Barock Solisten und debütierte 1995 bei den Berliner Philharmonikern. Er konzertierte u.a. mit Claudio Abbado, Simon Rattle und Nikolaus Harnoncourt und hat bis heute an mehr als 200 CD Aufnahmen mitgewirkt. Er unterrichtet an der Berliner Hochschule für Musik „Hans Eisler“ und an der Universität der Künste Berlin.

Diese Doppel-CD ist etwas wirklich Außergewöhnliches, denn sie ist, man kann es wirklich im positivsten Sinne so sehen, wirklich ein weiteres Dokument für die Genialität von J. S. Bach. Hier spürt man sofort, zu welcher wahren und unendlich scheinenden Meisterschaft  J. S. Bach fähig war, denn er schaffte es mit diesen 6 Sonaten nicht nur die beiden Instrumentengattungen jeweils in ihrer ganzen Perfektion wiederzugeben, sondern darüber hinausgehend deren musikalische und klangliche Möglichkeiten in einem zum Teil die Genialität der Einzelinstrumentenwerke sogar übertreffenden Zusammenspiel noch einmal zu steigern.

Und die beiden Musiker Daniel Gaede und Raphael Alpermann sind jederzeit in der Lage, diese Vorgaben, die Denk-  und kompositorischen Ansätze und Anforderungen mit Bravour und großen Können zu erfüllen und wiederzugeben. Ihr Spiel ist von einer enorm großen Virtuosität geprägt, zeigt aber ihre ganze Ausdruckskraft und ihre rhythmischen und dynamischen Fähigkeiten erst in dem von einem gemeinsamen Gedanken geprägten Zusammenspiel der beiden Instrumente.

Cembalo und Violine sind völlig gleichberechtigte Partner, die die Zuhörer:innen von Beginn an in ihren Bann ziehen. Weiche, fließende Linien in verschiedenen Tonarten mit einem schier grenzenlosen Melodienreichtum und eine klangliche Farbpalette, die sogar feinste Nuancen deutlich macht, ohne dabei jedoch nur einzelne Teile des hier so viel wichtigeren „Ganzen“ zu betonen.

5 der sechs Sonaten sind viersätzig aufgebaut und auf den jeweiligen langsameren Eingangssatz folgt sodann ein schnellerer Satz in fugierter Form, dann ein weiterer langsamer Satz in einer anderen Tonart und schließlich ein zweiter fugierter Satz. Nur die G-Dur Sonate stellt eine Ausnahme da, die hier in einer überlieferten fünfsätzigen Fassung musiziert wird.

Bach hat diese 6 Sonaten trotz der leicht wahrnehmbaren Unterschiede als einen zusammenhängenden Werkverband verstanden und in diesem Geiste und mit diesem Wissen, spielen Gaede und Alpermann sie auch. Faszinierend!

Diese CD verleitet dazu, sie nicht nur immer wieder hören zu wollen, sondern insbesondere auch dazu, sie laut zu hören. Die Musik umspielt einen dann förmlich und man ist „in der Musik“ und hört dieser nicht mehr nur zu. Gerade Aufnahmen einer Violine sind nicht immer dazu geeignet, sie wirklich laut hören zu können, da das Instrument die Wiedergabegeräte und die Zuhörer:innen zum Teil fordert.

Diese „Trios für zwei Instrumente“, von dem Komponisten, der sowohl in der Streicher- als auch der Tasteninstrumentenmusikliteratur die Maßstäbe gesetzt hat, hat mit den 6 Sonaten für Violine und Cembalo ein weiteres Wunderwerk erschaffen, dass beide Gattungen zu einer neuen kompositorisch, musikalisch und klanglich perfekt zueinanderpassenden Gattung geführt hat. Carl Philipp Emanuel Bach zählte die 6 Sonaten (BWV 1014-1019) zu den besten Arbeiten seines Vaters. Und diese CD zeigt in jeder Sekunde, dass das stimmt.

Der Klang der Doppel-CD ist hervorragend, gerade in Bezug auf die Violine. Ich will jedoch weiterhin nicht wahrhaben (verstehe aber natürlich warum), dass mir das Cembalo im Vergleich zur Violine bei vielen Aufnahmen zu „leise“ erscheint. Es erfordert an einigen Stellen die volle Konzentration der Zuhörer:innen, besonders in Passagen, in denen beide Instrumente die Führung gemeinsam übernehmen. Das geht mir übrigens bei nahezu allen CDs mit Cembalo so.

Dass TACET hier wieder „2 CDs zum Preis von einer“ anbietet, verdoppelt einfach nur die große Freude über diese Aufnahme, bei der die beiden Instrumente sowohl für sich, als auch als „Trio-Instrumente“ spielen und die Zuhörer:innen schlichtweg durch eine überragende Schönheit und menschliche Sinnlichkeit verzaubern.

Wie gesagt, das ist für mich eine der besten CDs des ganzen Jahres. Eine perfekte Aufnahme mit  Sonaten für Violine und Cembalo, und damit einem Werkverband, der den bekannten und so berühmten Werken aus den reinen Streich- und Tastenkompositionen von J. S. Bach in nichts nachsteht!

Absolut empfehlenswert!

TACET 258 Gesamtspielzeit: 83:20

https://peter-pirazzi-stiftung.de/wettbewerb/jury/daniel-gaede/

https://akamus.de/de/musiker/raphael-alpermann

www.tacet.de

Mein Hörtipp: Vadim Gluzman und das Luzerner Sinfonieorchester unter der Leitung von James Gaffigan; Beethoven und Schnittke, Violin Concertos

Mein Hörtipp: Vadim Gluzman und das Luzerner Sinfonieorchester unter der Leitung von James Gaffigan; Beethoven und Schnittke, Violin Concertos

Vadim Gluzman spielt eine Geige, die im letzten Jahr 330 Jahr alt wurde. Für mich ist dies immer wieder ein Moment, in dem ich den größten Respekt vor den Arbeiten vergangener Jahrhunderte spüre. Und dabei muss es nicht einmal ein solches Ausnahmeinstrument von Stradivari sein, das heute noch zeigt, was damals an unglaublichen Fähigkeiten bestand.

Vadim Gluzman ist als Künstler weltweit anerkannt. Sein Repertoire ist unglaublich umfangreich, er hat mit nahezu allen namhaften Orchestern und Dirigenten zusammengearbeitet und ist zudem Gründer und Leiter einiger international renommierter Festivals. Und, er ist in wahrer Meister der Violine.

Das Luzerner Sinfonieorchester ist das älteste Sinfonieorchester der Schweiz und wurde bereits 1806 gegründet und ist bekannt dafür, dass es sich u.a. sehr für Repertoireraritäten und zeitgenössische Musik einsetzt. Es erteilt zur Unterstützung der zeitgenössischen Musik u.a. zahlreiche Kompositionsaufträge und fördert besonders junge Musiker:innen.

James Gaffigan gilt als einer der herausragendsten amerikanischen Dirigenten der Gegenwart. Er war in der Zeit vom 2011 bis 2021 Chefdirigent des Luzerner Sinfonieorchesters und hat in seiner Zeit große Erfolge erzielen können und den hervorragenden Ruf des Orchesters maßgeblich mitbegründet.

Die CD beginnt mit dem Violinkonzert D-Dur op. 61 von Ludwig van Beethoven. Mit diesem Werk läutete der Komponist eine neue Ära ein, eine in der der Solist und Orchester erstmalig gleichberechtigt gegenüberstehen. Die Virtuosität des Solisten ist zwar weiterhin gegeben, aber das Orchester ist nicht mehr nur dessen „Beiwerk“. Diesen Prinzipienwechsel macht das Werk dann gleich von Beginn an deutlich. Das vor fast auf den Tag (23.12) genau vor 215 Jahren uraufgeführte Werk bietet dennoch sowohl dem Solisten als auch dem Orchester die Möglichkeiten ihre musikalischen und interpretatorischen Vorstellungen mit einbringen zu können. Und sie tun dies hier in wunderbarer Form.

Es ist wirklich auffallend, wie die Violine mit dem Orchester zusammen musiziert und nicht in einen so häufig anzutreffenden permanenten Wettstreit tritt. Unterstützt durch die sehr gute Aufnahme, gelingt es Vadim Gluzman und dem Luzerner Sinfonieorchester eine ungemein stimmige gemeinsame Sprache zu finden. Eine, in der das Werk mit all seiner Schönheit und seinen vielfältigen Gefühlen zur Geltung kommen kann.

Gerade bei leisen und langsamen Passagen, in denen die Violine in einen gefühlvollen Dialog mit Teilen des Orchesters tritt, wird die tiefe Harmonie und die Fähigkeit der Musiker:innen, den Glanz den das Konzert bietet hell und klar erstrahlen zu lassen. Es ist selbstverständlich, dass ein Meister seines Faches wie Vadim Gluzman die Töne perfekt spielt, dennoch fällt hier ein wunderbarer, klarer, warmer und sehr reiner Ton ohne jeglichen Härten auf.

So modern dieses Konzert zur Zeit der Entstehung war, an der Tradition den Solisten in mehreren Kadenzen Raum für freie Improvisationen zu ermöglichen, hielt Beethoven weiter fest. Übrigens hat er erst mit seinem 5. Klavierkonzert mit dieser Tradition gebrochen und den Solisten dort vorkomponierte Kadenzen vorgeschrieben. Schade, dass es heute eher selten anzutreffen ist, dass in der „Klassik“ wirklich improvisiert wird. Noch bis kurz vor dem Ende des 18. Jahrhunderts war dies der Normalfall und führte sicherlich zu vielen neuen und sehr abwechslungsreichen Aufführungen.

Vadim Gluzman und das Luzerner Sinfonieorchester spielen dieses Konzert von Beethoven mit einer wunderbaren Leichtigkeit und einer Sinnlichkeit im Klang und der Setzung eigener Schwerpunkte. Sie halten die Vorgaben der neuen Form ein und lassen Solisten mit Orchester in einem „Gleich-Klang“ treten, der von vielen feinsten Finessen und einer enorm luftigen Klang-Natürlichkeit geprägt ist, ohne dabei jemals in „technische Kabinettstücken“ zu verfallen. Es erscheint alles so leicht und geradezu schwebend und selbst in den schnellen dynamischen Teilen verlieren die Musiker:innen niemals diese Spiellust und Natürlichkeit, die die Harmonie des Ganzen hier so stark prägt. Der präzise aber niemals analytisch wirkende Ton von Vadim Gluzman ist von einer ungeheuren Schönheit geprägt, warm und prägnant zugleich.

Das Konzert No. 3 von Alfred Schnittke zeigt gleich in den ersten Minuten des Werkes auf, das der Komponist die Zuhörer:innen auffordert ihm zuzuhören. Sehr genau zuzuhören, denn auch dieses Konzert beginnt solistisch und mit einer Eingangskadenz, hier jedoch einer mit Ketten aus Vierteltontrillern und führt dann direkt in eine Auseinandersetzung mit der Gattungsgeschichte u.a. durch zum Teil grenzüberschreitende musikalische Momente. 

Bereits die Besetzung unterstützt diesen Anspruch weiter, spielen hier doch 13 Bläser und ein Streichquartett zusammen und mit dem Solisten sind es praktisch drei Klangkörper, die sich gegenseitig herausfordern, sich entgegentreten, sich scheinbar bekämpfen um dann mit einem fortdauernden Wechselspiel schließlich wieder auf einem gemeinsamen Weg zueinanderzufinden.

Die Musiker:innen, allen voran Vadim Gluzman, schaffen es mit Bravour die besonderen Anforderungen an Tempi, Dynamik und Intensität zu meistern und die spielerisch erscheinenden Interaktionen der improvisatorischen Elemente des Werkes ungemein spannend darzustellen, ohne dabei ins nervige abzurutschen.

Eine wunderbare produzierte und aufgenommene CD/SACD mit zwei unterschiedlichen und gerade deshalb ungemein spannenden Violin Konzerten. Meisterhaft musiziert und besonders von Vadim Gluzman in bewundernswerter technischer und emotionaler Virtuosität gespielt.

Was hätte Stradivari wohl dazu gesagt, wenn er erfahren hätte, dass mit seinem Instrument 330 später solche wunderbar-abwechslungsreiche Musik aufgenommen wird? Musik, die wieder einmal deutlich macht, dass die „Klassik“ keineswegs zum alten Eisen gehört, wirklich gar nichts von ihrer Faszination eingebüßt hat und sich heute noch immer kontinuierlich weiterentwickelt. Diese CD ist wie ein spannender abendfüllender Spielfilm, der abwechslungsreich und auf höchstem Niveau die ganze Palette der Kunstform widerspiegelt.

Phantastisch!

BIS – 2392

www.bis.se

Vadim Gluzman

http://vadimgluzman.com/

Luzerner Sinfonieorchester

https://sinfonieorchester.ch/de

James Gaffigan

Alfred Schnittke

Neues Testvideo ist online: Das Netzteil mit Regeltrafo und  Netzfilter „PS 2“ von Riverside Audio

Neues Testvideo ist online: Das Netzteil mit Regeltrafo und Netzfilter „PS 2“ von Riverside Audio

Als viele der Klassiker der Plattenspieler in den 60er Jahren gebaut wurden, hatten wir noch eine in der Regel maximale Netzspannung von 220 Volt. Seit 2009 sind es nun verbindliche 230 plus/minus 10%: Das macht also einen Toleranzbereich von rund 207 – 253 Volt aus. Schließt man nun einen Plattenspieler aus den späten 50er oder den 60er Jahren an, und belastet den für max. 220 Volt ausgelegten Motor mit mehr als 240 Volt, wird es schwer für diesen. Ist es zudem eine Reibradkonstruktion verstärken sich die Probleme durch eine dann extrem stark einzustellende Magnetbremse. Warum das alles mit dem PS 2 von Riverside Audio aus der Schweiz besseer wird, und warum das zusätzlich auch noch eingebaute Netzfilter nicht immer die ideale Lösung ist, stellen ich Ihnen in diesem Video vor.

Mehr informationen und Fotos zu dem Gerät finden Sie in hier in den weiteren Beiträgen meinem Blog. Wenn Sie sich weitere Geräte im Test wünschen, schreiben Sie mir einfach. Und wenn es Ihnen gefallen hat, abonnieren Sie doch einfach meinen Channel, dann verpassen Sie kein neues Video!

https://www.riversideaudio.ch/deutsch/ps-2-netzteil/

Besessen von Originalität und Authentizität. Drei frühe LPs von Roy Orbison waren wieder zu haben – stereofon und monaural

Besessen von Originalität und Authentizität. Drei frühe LPs von Roy Orbison waren wieder zu haben – stereofon und monaural

Ein Beitrag von Joachim Bung

Roy Orbison zählt sicher zu den Großen in der Geschichte der Rockmusik.

Auch wenn ihn Rockfans der härteren Gangart als Intonator süßlicher Schnulzengesänge glattweg ablehnen. Wenn man seine großen Hits der Monument-Ära hört – „Only The Lonely“, „In Dreams“, Blue Bayou“ und ein Dutzend andere –, wenn man wirklich hinhört, ja, dann packt es einen. Es sind „Schnulzen“ ganz besonderer Klasse. Das geht ans Gemüt, das strapaziert längst tot geglaubte Nervenpartien. Schnulzen? Ich glaube nein. Roys Songs sind gefühlvolle Balladen, geschickt konzipiert, bravourös vorgetragen – einfach verdammt gut. Anfang 2000 sind drei seiner raren Monument-LPs in einem bisher nicht gekannten Standard wieder erschienen.

Seine große Zeit hatte der Texaner, als er bei Monument Records, einem gerade aus dem Ei geschlüpften Label, von 1959 bis 1965 unter Vertrag stand. Bei Monument entwickelte er zusammen mit Produzent Fred Foster den unverwechselbaren Orbison-Sound – umrahmt von Streichern und (dum, dum, dum dummy-doo-wah) einem Chor. Viele Songs schrieb der 1988 im Alter von 52 Jahren gestorbene Sänger selbst, unterstützt von Joe Melson und Bill Dees. Aber die Samtstimme hatte auch rockigere Töne zu bieten, etwa mit den Titeln „Dance!“, „Mean Woman Blues“ und „Oh Pretty Woman“. Auch bei mir drehte sich „Pretty Woman“ – eine der wenigen Singles, die ich mir 1964 als Schüler leisten konnte – wochenlang auf dem Plattenteller.

Gesuchte LPs der Monument-Ära

Nach über 50 Jahren zählen viele Rock‘n‘Roll-LPs aus der Zeit vor 1965 zu den Raritäten. Zum einen war populäre Musik auf Langspielplatten damals noch kaum verbreitet. Zum anderen ist es schwierig, von diesen Schallplatten, die von ihren jugendlichen Besitzern oft nicht pfleglich behandelt wurden, noch gut erhaltene Exemplare aufzutreiben. Teuer auf dem Sammlermarkt sind vor allen die seltenen Stereo-Versionen, die Anfang der 1960er Jahre wegen des noch geringen Verbreitungsgrades stereotüchtiger Plattenspieler in sehr begrenzter Stückzahl gepresst wurden. Das gilt auch für die Monument-LPs von Roy Orbison „Lonely And Blue“ (1960), „Crying“ (1961) und „In Dreams (1963).

Bei den verlangten Preisen für Originale – 800 Dollar für die Stereo-Version von „Lonely And Blue“ – müssen sich die meisten Liebhaber mit einer Wiederveröffentlichung begnügen. Die hatten allerdings häufig den Charakter eines Behelfs. Erscheinungsbild und Anfassqualität der Reissues wichen von den Vorbildern mehr oder minder stark ab. Oder die Nachbildung des Originalcovers war zwar gelungen, aber die Platte trug nur das hauseigene Label oder – schlimm – einen Barcode. Solchen Surrogaten „wohnt nicht die Kraft inne, den Besitzer in die alten Zeiten zu versetzen“, wie es der kalifornische Plattenhändler Scott Wax ausdrückt.

Reissues von unglaublicher Qualität

Michael Hobson präsentiert die Wiederveröffentlichung der ersten Orbison-LP von Classic Records

Ein wohltuende Ausnahme sind die Remakes der ersten drei Orbison-LPs von Classic Records, einem Speziallabel aus Los Angeles. Als langjähriger Sammler alter Scheiben muss ich sagen: Hier stimmt einfach alles! Diese Reissues sind in punkto Cover, Label und Anmutung von den Originalen so gut wie nicht zu unterscheiden. Es scheint, als ob die Firma keine neuen Schallplatten gepresst, sondern in irgendein verlassenes Lagerhaus gegriffen hat, wo fabrikneue LPs mit Cover aus steifem Karton ein halbes Jahrhundert lang „vergessen“ wurden.

Für die Wiederveröffentlichungen kommt ein hochwertigeres und noch etwas dickeres Vinyl als bei den Originalen zum Einsatz. Was dem Projekt die Krone aufsetzt: Classic Records hat die drei Alben nach den Gepflogenheiten der 1960er Jahre zweigleisig – also sowohl in „Golden Stereo“ als auch in Mono produziert! „Wir stellten fest, dass die Sammler solcher Platten hinsichtlich Originalität und Authentizität geradezu besessen sind“ berichtet Michael Hobson, Chef der Plattenfirma.

Superqualität: die zweite Monument-LP in Stereo                 und die gleiche Wiederveröffentlichung in Mono

Als ich die Orbison-Monos zum ersten Mal in einem Katalog entdeckte, dachte ich zunächst an einen Gag. Dass es sich um Pressungen mit parallel geschalteten Kanälen in der üblichen 45-Grad-Schrift handelt. Doch die Nachfrage bei Experten ergab: Es sind echte Monos in Seitenschrift, in deren breitere Rillen ich mein Ortofon SPU Mono oder das Shure M 44-1 mit Nadelverrundung 25 µ unbesorgt absenken kann. Die 200-Gramm-Pressungen liegen satt in der Hand, ihr Klang ist über alle Zweifel erhaben.

„Getreu unserer Firmenphilosophie ‚A new Standard of Reissue‘ haben wir die Schallplatten in der alten Mono-Technik produziert“, erklärt Hobson. „Wir benutzten einen Westrex 3A Mono-Schneidkopf sowie einen restaurierten Mono-Schneidkopfverstärker vom gleichen Hersteller. Das Schneidsystem haben wir so modifiziert, dass es auch die hochfrequenten Tonsignale der Bänder aufzeichnen kann. Die sind nämlich auf den Originalschallplatten kaum vorhanden, da es den früheren Schneidsystemen an Kraft und Stabilität mangelte, den vollen Frequenzumfang der Masterbänder in die Lackfolie zu schneiden.“

Mono-Schneidkopf 3A von Westrex

Beim Klangvergleich Mono zu Stereo bemerkten die Experten, dass die Mono-Schnitte eine bessere Bassdefinition aufweisen und dem damals beabsichtigten Klang näher kommen als die stereofonen Versionen. „Da wurde uns klar, warum manche Schallplattensammler bis ans Ende der Welt gehen, um in den Besitz der Mono-Ausgaben zu gelangen.“

Die LPs von Classic Records weisen auch den so genannten „Deep Groove“ auf – eine ringförmige Vertiefung im Label, die das Erkennungsmerkmal vieler vor 1965 gepresster US-LPs ist. „Die Vertiefung war quasi ein Nebenprodukt des damaligen Herstellungsverfahrens“, erläutert der Firmenchef. „Sie rührt vom Mechanismus her, der die Matrizen während des Pressvorgangs in Position hielt. Sammler sind auf den Deep Groove besonders erpicht, da dieser ein untrügliches Zeichen für Original-LPs ist.“

Label der ersten Monument-LP mit Deep Groove – vor dem goldenen Hintergrund gut zu sehen

Gleiche Aufmerksamkeit galt bei Classic den „Tip On“-Schallplattenhüllen. Diese sind nicht wie die heutigen in einem Stück produziert, sondern auf die Vorderseite wird wie in den Kindertagen der Langspielplatte ein separates Blatt mit dem Covermotiv geklebt. Um die Authentizität noch zu toppen, hat Classic die Orbison-LPs ohne „Groove Guard“ produziert.

Dieser Schutz – eine leicht konkave Form der Spielfläche – wurde Ende der 1950er Jahre wegen der damals beliebten Plattenwechsler eingeführt. Er vermindert Reibung auf der Plattenoberfläche, wenn eine neue LP auf die darunter rotierende, gerade abgespielte fällt. Allerdings ist der Groove Guard klanglich von Nachteil, weil dadurch die Abtastnadel nicht bei jedem Schallplattenradius senkrecht in der Rille steht. Hobson: „Beim Test unserer Reissues stellten wir fest, dass die Schallplatten mit ebenem Profil besser klingen, weil sie auf dem Plattenteller vollständig aufliegen und Vibrationen gedämpft werden.“

Leider war Classic Records kein langes Leben beschieden. Das Label befand sich schon vor seinem Ende oft in Schwierigkeiten. Händler klagten über Lieferverzögerungen, und die Kommunikation mit den Verantwortlichen in den USA klappte selten, wenn es um Reklamationen ging. Im Jahre 2009 stellte das Label, das unter anderem auch seltene Blues- und Klassik-LPs in dem ihm eigenen Standard reproduzierte, seine Geschäftstätigkeit ein. Was bei dem Qualitätsanspruch nicht wundert: Die Scheiben sind heute gesucht! Fabrikneue Restbestände werden bei Plattenversendern in der Preisspanne 50 bis 400 Euro angeboten – für Reissues nur 20 Jahre nach ihrem Erscheinen ein außergewöhnlicher Wert.

Test der Netzkabelserie von VIABLUE läuft! Spannend…

Test der Netzkabelserie von VIABLUE läuft! Spannend…

Nach der Veröffentlichung meines Testvideos der Kabelfamilie von VIABLUE, habe ich sehr viele Anfragen erhalten. Die meisten wünschten sich einen weiteren genaueren Vergleichstest einer ganzen Kabel-Serie und allen voran, der Netzkabel. VIABLUE hat mir sofort mehrere Exemplare der 3 verschiedenen Modelle zugeschickt und diese spielen nun schon in den verschiedenen Möglichkeiten in meinen beiden Testanlagen. Wirklich spannend, was hier passiert, wenn man direkt drei verschiedene Querschnitte miteinander vergleichen kann.

Das Ergebnis sehen Sie dann in meinem nächsten Video am 11.12! Ich verspreche Ihnen, es lohnt sich, denn einige Ergebnisse haben auch mich überrascht…Hier zur Einstimmung zwei Fotos und unten der bereits erfolgte Bericht.