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Ein Feedback zur LP-Rezension von: Mobile Ethnic Minority „5:59“

Ein Feedback zur LP-Rezension von: Mobile Ethnic Minority „5:59“

Hier nun ein Feedback auf die von mir am 07.04.2021 besprochene LP: Mobile Ethnic Minority; 5.59, das ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:

Guten Tag Herr Volke

Die LP Mobile Ethnic Minority: Five FifthyNine ist eingetroffen und konnte es nicht lassen sie zu testen.

Eine sehr schöne und gute Aufnahme, Aufnahmetechnik, Interpretation und Musik hervorragen und sollt man in seiner Sammlung haben. PUNKT. AUS. AMEN.

ANLAGE

Lautsprecher:         PULS MKI VON Joachim Gerhard mit Maximum Supertweeter

Verstärker:              47 Laboratory 50 Watt

Laufwerk 1:             Starter-Transformer mit Rega 202 OEM Arm + TecnoWeight, Tonabnehmer Ortofon OM 40 Super

Phonovorverst.:     Pure Sound P10

Laufwerk 2:             SCHEU DIAMOND mit Rega Arm (Scheu) + Tonabnehmer Benz Mirco – Glider System MC 0.8 mV

Phonovorverst.:     NEUKOMM CH MCA112S angepasst auf Tonabnehmer

Ein Klangunterschied bei den Laufwerken ja, aber beide hervorragend.

Freude herrscht.

Bei dieser Musik kommt es mir vor, wenn ich als Individuum durch eine Landschaft oder Stadt laufe, auf dessen Boden alles zerstört worden ist. Vom Individuum Mensch ausgeraubt, vergewaltigt und zerstört. Wir vergessen, dass wir nur Gäste auf dieser Welt sind.

Was machen wir auf dieser Welt ohne Landwirtschaft?

Liebe Grüsse

Hans A. Kröner

hifi 3d chur

Hier nun ein paar Fotoeindrücke und weiter unten die Kontaktdaten:

hifi 3d chur

Wohnraumstudio

Schellenbergstrasse 8

CH-7000 Chur

( geschäft +41 (0)81 253 07 00

( mobil +41 (0)79 358 60 60

* hans.kroener@bluewin.ch

Internet: www.hifi3d-chur.ch

UID-Nr. CHE-113.973.088

Mein Hörtipp: Tilo Weber & Four Fauns: „Faun Renaissance“

Mein Hörtipp: Tilo Weber & Four Fauns: „Faun Renaissance“

Endlich ist sie da und ich bin sogar der erste, der die LP frisch aus dem Werk hören und dann auch gleich besprechen darf! Das freut mich natürlich ungemein, Danke Dir Tilo! Ach so, Sie wollen wissen, worüber ich hier eigentlich spreche? Sorry, aber ich war ganz in Gedanken, denn während ich das hier schreibe, dreht sich die direkt aus der Fertigung zu mir gekommene zweite Platte von: Tilo Weber & Four Fauns („Faun Renaissance“) auf meinem Plattenteller.

Und schon das Auspacken macht richtig Spass: “180g / Audiophile Half-Speed Lacquer Cut, Mastered on 4-track tape recorder”. Na, da freut sich nicht nur der Zuhörer, sondern gleich die ganze Wiedergabekette. Es steht mir wohl Großes bevor und ich wurde, soviel schon jetzt, nicht enttäuscht. Im Gegenteil: Die im Jahr 2020 in den Scoringstage Studios in Berlin Babelsberg aufgenommene Platte steht auch aufnahmetechnisch und musikalisch der Qualität der Pressung in nichts nach.

Kurz zur Besetzung der Fauns:

CLARINET: Claudio Puntin
TRUMPET: Richard Koch
BASS: James Banner
DRUMS & COMP: Tilo Weber

Ok, schauen wir uns zunächst diese interessanten Musiker mal etwas genauer an:

Der Bandleader, Schlagzeuger, Komponist und Arrangeur Tilo Weber (geboren 1990 in Aachen) lebt und arbeitet in Berlin. Neben seiner Tätigkeit in diesem akustischen Quartett, ist er mit seinem elektronischen Trio „Animate Repose“ (siehe Fotos unten) aktiv (eine Rezension ist hiermit fest versprochen!). Daneben kennen ihn viele u.a. als Musiker im David Friedman Generations Trio (und seinem Quartet), aus der Zusammenarbeit mit der großartigen Clara Haberkamp (siehe auch meine Videohinweise im Blog!) und den Arbeiten mit „Y-Otis“ (Otis Sandsiö). Mit David Friedman gründete Weber übrigens im Jahr 2017 das Independent Label MALLETMUSE RECORDS, bei dem auch dieses neue Werk erscheint.

Dann wäre da der 1979 in Tulln geborene Trompeter Richard Koch, der in vielen Genres und verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen zuhause ist. Sein von ihm selbst gewählter Fokus ist eine unbedingte Körperlichkeit von Musik. Etwas, was man in seinem ganz persönlichen Stil jederzeit hören kann. Koch ist in vielen unterschiedlichen Projekten aktiv, von denen einige die Musik mit anderen Kunstformen (so. z.B. Tanz, Bildende Kunst, Sprache) verschmelzen.

Der dritte im Bunde ist der Klarinettist, Komponist und Produzent Claudio Puntin (geboren 1965 in Zug) der übrigens zudem Goldschmied ist. Puntin bezeichnet den großartigen Dirigenten Sergiu Celibidache als einen seiner wichtigsten Lehrer. Puntin ist ebenfalls in vielen musikalischen und (Kreativ-) Genres tätig und komponiert und produziert u.a. Musik für das Theater, Filme und Hörspiele. Er arbeitete schon mit vielen Musikgrößen zusammen, so u.a. mit Carla Bley und Steve Swallow, Nik Bärtsch, Nils Wogram, Steve Reich und Sebastion Studnitzky, nur um eine wenige zu nennen. Puntin ist mehrfacher Preisträger, u.a. des ersten WDR-Jazz-Preises im Jahr 2004.

Fehlt nur noch der vierte im Bund: James Banner, der aus Dudley (England) stammende und heute in Berlin lebende Bassist. Auch er ist in zahlreichen verschiedenen Projekten im Bereich des Jazz und der improvisierten Musik aktiv, arbeitet sowohl mit vielen Musikgrößen zusammen, als auch mit verschiedenen (Performance) Künstlern. Der Bassist ist eine feste Größe nicht nur in der Berliner Jazz-Szene, sondern auch Gast auf vielen nationalen und internationalen Festivals.

Gut, und was haben uns die 4 Fauns nun feines neues auf ihrem zweiten Werk erstellt?

Zunächst einmal möchte ich kurz noch darauf hinweisen, dass die Pressung der LP wirklich perfekt und das Klangbild ungemein räumlich, extrem dynamisch (grob- und feindynamisch) und mit herausragenden Klangfarben gekrönt ist. Klarinette und Trompete werden jeweils klar, sauber, sehr präzise und dennoch niemals harsch wiedergegeben, der Bass hat eine wunderbare warme Substanz, einen echten Flow und eine direkt die Seele ansprechende Tiefe und das Schlagzeug gibt dem Ganzen eine jederzeit sicher tragende, rhythmische und akustisch ausgeprochen präzise Basis, ohne sich jedoch jemals in den akustischen, spielerischen oder musikalischen Vordergrund drängeln zu wollen.  

Und die Musik? Nun, hier müssen wir etwas ausholen, denn neben 3 eigenen Kompositionen von Tilo Weber, arrangiert dieser hier Komponisten, die man vielleicht nicht unbedingt auf der LP erwartet hätte: So sind dies u.a. Werke von Carlo Gesualdo, Guillaume de Marchant und Giovanni Pierluigi da Palestrina. Oder anders ausgedrückt: Hier trifft Musik der Renaissance und des Barocks (und den so interessanten Übergang der beiden musikalischen Epochen) auf den Jazz und die improvisierte Musik des 21 Jahrhunderts. Aber keine Angst, das hier ist kein unsägliches “Cross Over” oder eine “Ver-Jazzung”alter Meister. Es ist, und das ist bitte als sehr großes Kompliment zu verstehen, die klangliche, musikalische und interpretatorische Transformation dieser großartigen Musik aus vergangenen Jahrhunderten direkt in die heutige Zeit.

Diese Musik ist ungemein abwechslungsreich und dennoch von einer großen gleichbleibenden inneren Spannung getragen. Die Besetzung des Quartetts bietet hier den Musikern immer wieder neuen Raum für das Einbringen eigener musikalischer Ideen und alle 4 nutzen diese auch, ohne jedoch in übertriebene Abstraktionen zu verfallen oder die anderen zu „über-spielen“. Jedes Stück ist völlig anders und die einzige Konstante ist die unglaubliche Fähigkeit der Musiker sich jederzeit dem jeweiligen Stück als festem Gerüst zu unterwerfen, nur um dann wieder jedem einzelnen die Möglichkeit zu geben, sich darin zu entfalten. Dies alles ohne sich jemals selbst mit dem eigenen Beitrag oder der eigenen Virtuosität über die der anderen Musiker stellen zu wollen. Es ist absolut toll, wie es das Quartett schafft, mit einer zum großen Teil eher geringen instrumentalen Dichte eine dennoch so umfassende und voluminöse klangliche Struktur zu erschaffen

Bereits der Opener, „Se la mia morte brami“, zeigt dem Zuhörer, wohin die Reise des Quartetts gehen wird. Von der ersten Sekunde an fesselt der fast schon schwebende Rhythmus jeden, wobei das Stück dabei jederzeit sicher von Weber am Schlagzeug und Banner am Bass getragen wird.  Immer wieder sind es nur zwei oder sogar auch mal nur ein Instrument, das die Geschichte des Stücks ganz alleine und dennoch mit großer Hingabe weitererzählt und vorantreibt. An einigen Stellen klingt es fast wie ein sehr langsamer getragener Trauermarsch, wie man in New Orleans hören kann, dann wiederum sind es feinste musikalische Einfälle und diffizile Ornamente, die geprägt und getragen sind von Pausen und der für jede Musik so wichtigen Phasen der Stille zwischen den Tönen.

Ein gefühlvoller respektvoller Dialog der 4 Künstler, die zudem offenkundig jederzeit den Herausforderungen und der Diktion dieser großen Meister der Renaissance- und Barockmusik gewachsen sind und eine brillante neue Interpretation der Inhalte dieser Werke ins 21. Jahrhundert ermöglichen. Ein atmosphärisch, dichtes und in vielen lyrischen Linien eingebettetes Werk mit einer durchgehend jederzeit sanften, konzentrierten Stimmung und einem fast schon atmenden und von einer wunderbaren melodiösen Spannung geprägtem Rhythmusgeflecht. Faszinierend!

Das ist das mit Abstand spannendste Album, das ich in den letzten 2-3 Jahren gehört habe. Es ist toll, dass es heute gerade bei den kleineren Labels noch so viel unglaublich gute und abwechslungsreiche Musik zu hören gibt. Wir brauchen mehr davon. Gerade auch in diesen schwierigen Zeiten.

Schon jetzt einer meiner Top-Kandidaten für meine ganz persönliche Platte des Jahres 2021!

Unbedingt anhören! Sofort!      

Websites

Künstler    www.tiloweber.com

Label         www.malletmuserecords.com 

LP mm 007 „Faun Renaissance“ direkt bestellen auf:

www.nrwvertrieb.de

Video Singles

Here Comes Everybody   https://youtu.be/Pq9trQ_Zhz4

Kyrie V    https://youtu.be/w9wTYT7u7wE

Canon Couperin https://youtu.be/-zv7c4NLyrg

Hier Infos zu dem u.a. Album Animate Repose:

Animate Repose

DRUMS, COMP. Tilo Weber

VOCALS, GUITARLiv Solveign Wagne

rBASS, PIANOLucas Leidinger

SYNTHESIZERLiz Kosack

SAX Otis Sandsjö

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=-hUKGJ162-M

Teaser: https://soundcloud.com/tiloweber/animate-repose-album-teaser

LIVE Video–A-Trane Release Concerthttps://www.youtube.com/watch?v=NNtI0ghKcEo

Album Single -Silent Maiden: https://www.youtube.com/watch?v=5LDpyh7dvwc

More Infos: www.tiloweber.deLimited Edition 12“ LP, Available on Shoebill-­‐Music.com

Tilo Weber & Four Fauns Bandfoto (© Annika Weinthal)
Tilo Weber & Four Fauns

Tilo Weber & Four Fauns Bandfoto (© Annika Weinthal)

Tilo Weber Animate Repose

Tilo Weber & Four Fauns Bandfoto (© Annika Weinthal)
Tilo Weber Animate Repose

Tilo Weber & Four Fauns Bandfoto (© Annika Weinthal)
Tilo Weber Animate Repose

Mein Hörtipp: 5:59 von Mobile Ethnic Minority

Mein Hörtipp: 5:59 von Mobile Ethnic Minority

Der Tipp kam von einem von mir sehr geschätzten Labelchef höchst persönlich: Höre Dir den Mario mal an! Gesagt, getan und schon lag die LP in feinster Fertigung auf meinem Plattenteller. An irgendetwas erinnerte mich übrigens das Cover und der Titel der LP. Aber das wollte ich Ihnen ja gar nicht mitteilen.

Ich muss ehrlich sein, ich kannte Mario Knapp, den Mann hinter „Mobile Ethnic Minority“ (MEM) bislang nicht. Ein Fehler, wie sich schon nach der ersten Plattenseite herausstellte. Aber fangen wir vorne an, denn hier ist einiges anders, ganz anders als bei klassischen Rezensionen.

Zunächst einmal die LP selbst: 180g feinstes Vinyl (zusätzlich mit beiliegendem Downloadcode) und einem Klang zum Niederknien. Und hier wird es schon spannend, denn Mario macht nahezu alles selbst, nicht nur beim Spielen der ganzen Instrumente, sondern auch aufnahmetechnisch in seinem eigenen Studio in München. Respekt schon mal dafür. Dazu gleich noch mehr Informationen.

Für die Audiophilen unter uns: Dieses Album ist schon allein aus klanglicher Sicht etwas wirklich ganz Feines. Die, die mich kennen, wissen, dass mich das allein aber nicht so sehr interessiert, denn Platten, die „nur“ gut klingen, gibt es in der High End Szene ja einige…und die meisten sind musikalisch so ungemein schlecht, dass ich sie nicht einmal benennen möchte. Anders dieses Album, das klanglich UND musikalisch herausragend ist (ich weiß übrigens immer noch nicht, an was mich das Cover und der Titel erinnern…)

Also: Klanglich ist die LP schon mal 1a.

Kommen wir nun zur Musik, oder halt: Kommen wir erst noch kurz zu Mario Knapp. Wer ist dieser Musiker, der uns hier schon sein 10 Album (und Nummer 11 kommt in wenigen Wochen…) vorstellt?

Mario Knapp hat sein eigenes Projekt „Mobile Ethnic Minority“ gegründet, um allein und völlig unabhängig seine musikalischen, klanglichen und „produktions-philosophischen“ (keine Sorge, DAS erkläre ich später auch noch) Ideen umsetzen zu können. Und hier wieder etwas spezielles, denn MEM ist Mario Knapp und Mario Knapp ist MEM. Er alleine.

Er schreibt die sich mit den Fragen des Lebens beschäftigenden Texte, er spielt sämtliche Instrumente und er produziert alles so, wie er es meint. Und das alles allein in seinem eigenen Studio. Lediglich das Mastering gibt er in die erfahrenen Hände von Tim Höfer

Alles andere macht Mario also selbst. Er spielt die Gitarren, Bässe und „trommelt“ (ja, auch diese Wortwahl wird noch erklärt, denn, wenn man praktisch auf allem trommelt, was einem so in den Sinn kommt, ist auch das sicherlich eine Erwähnung wert…)

Mario ist übrigens in der Musikerszene kein Unbekannter. Er arbeitete viele Jahre als professioneller Musiker, Texter und u.a. auch als Filmkomponist und arbeitete so zum Beispiel u.a. mit Nina Hagen, Udo Lindenberg und mit Curt Cress zusammen.

Und er spielt, wie schon gesagt, tatsächlich alle Instrumente selbst. Lassen wir Mario doch hierzu einfach selbst zu Worte kommen, denn der wirklich ungemein sympathische Musiker stand mir sehr gerne persönlich für meine Rückfragen zur Verfügung : „Meine guten alten Freunde sind eine von Chris Kroenlein, einem Gitarrenbauer aus St. Louis, handgefertigte K-Line Elektrogitarre, eine Fender Telecaster, eine Martin Akustik, ein E-Bass, selbstgebastelte Drumsounds aus Töpfen und Haushaltsgegenständen jeder Art, ein paar wenige aber gute Mikrofone, und ‚das Studio‘, mein Experimentier-Soundmanipulations-Instrument.“

Bei der Aufnahme kamen übrigens nur 4 Mikrophone zum Einsatz und, und das wird einige von Ihnen sicherlich freuen, ausschließlich Röhrengitarrenverstärker. Fein, so muss es sein, denn jeder, der den 6-Saiten auch nur etwas zugetan ist, weiß, was es heißt, wenn z.B. eine Fender Telecaster mit einem Röhrenamp auf ehrliche erdige Musik trifft.

Na, wissen Sie jetzt, warum ich in diesem Text ab und zu auf spätere Erläuterungen verweise? Hier ist einfach vieles anders…Nur, damit wir uns hier aber nicht falsch verstehen: Das hier ist kein Bastleralbum mit Anfängersound und Gitarrenschülerambitionen, das hier ist ein herausragendes und professionelles und klanglich-musikalisch hoch konzentriertes Blues-Rock-Songwriter Album.

Aber, wie kann es anders sein, auch seine Produktionsphilosophie bei der Entstehung der erdigen, ruhigen und so emotional ansprechenden Songs ist besonders. Auch hierzu gab mir Mario eine interessante Erklärung:

„Ich mache einfach alles selbst, texten, spielen, recorden, mischen, und das nicht nacheinander, sondern gleichzeitig. Weil die Songs immer beim Zusammenwirken von allen Prozessen entstehen. Das liegt an meiner Aufnahmetechnik. Ich mache keine Stücke fertig, lerne sie, nehme sie dann auf und mische später – ich starte bei null, drücke auf ‚record‘, und lasse den Dingen ihren Lauf. Auf diese Art ist fast alles ‚das erste Mal‘. Wie beim Improvisieren, möglichst reine Emotion, ohne nachzudenken. Die Songs bilden sich dann weiter mit Hilfe des Studios heraus, ich bastle, verändere Sounds, füge vielleicht ein paar Overdubs hinzu, aber lösche vor allem wieder einiges.
Das ist deshalb möglich, weil ich zuhause mein eigenes kleines Recording-Laboratorium habe. Ich liebe die alten Meister, habe höchsten Respekt für ein, „good old songwriting“ und echte, gute analoge Aufnahmetechnik, aber ich nutze natürlich auch an einigen Stellen moderne digitale Technologie. Deshalb ist meine Musik immer eine Kombination aus beidem.“

Ich fasse dann mal zusammen: Diese unglaublich klingende Platte wurde nur von einer Person eingespielt und zu einem großen Teil direkt aufgenommen. Das ist, wenn man die Musik gehört hat, so fast nicht zu glauben. Ach ja, kommen wir nun endlich zur Musik (an wen mich das Album erinnert, bekomme ich schon noch raus…)

Die 10 Singer-Songwriter-Songs mit Tiefgang basieren nur auf dem charismatischen Gitarrenspiel (Akustik- und E-Gitarren + Bass) und der Substanz der „rauchig-heiser“ klingenden Stimme von Mario (Wenn Tom Waits hier eine 10 darstellt, ist Mario eine „glatte“ 6). Selbst die „Trommeln“ sind nur sporadisch und bei nur wenigen Songs überhaupt eingesetzt.

Meine Hörnotizen? Reduziert, ruhig, dennoch sehr getragen von den melodischen und textlichen Strukturen. Erdig, ehrlich, authentisch und gerade durch die Reduktion (Rhythmus und Tempi) den Zuhörer sofort mittragende hoch emotionale, fließende und warm klingende Musik. Unverkrampfte Songs für die Blaue Stunde, für einen Abend am Kamin, für die Stunde, die man ab und zu einfach zum Abschalten braucht. Musik, die einen innerlich bewegt und leise fortträgt. Es ist die Kombination des Besonderen, die hier etwas sehr Spezielles erzeugt, klanglich wie musikalisch. Ein Klangraum mit filigranen Miniaturen, die durch ihre relaxte Spannung und bemerkenswerten Klarheit etwas Großes, weit weg vom heute überall zu hörenden Mainstream schafft.

Und jetzt weiß ich auch endlich, an was mich das Cover und der Titel erinnert haben: An das Album 5:55 von Charlotte Gainsbourg. Und wenn ich mir jetzt noch vorstelle, dass Mario und Charlotte mal einen Song gemeinsam einspielen/singen würden…man, das würde echt passen…aber das ist nun wirklich etwas weit hergeholt. Aber musikalisch wäre das echt spannend!

Also: unbedingt anhören UND sich schon, wie ich, auf die neue Platte freuen! Diese werde ich dieses Mal sofort vorstellen, das verspreche ich, denn nun ist Mario Knapp ja für Sie und mich kein Unbekannter mehr.


Hier noch ein paar links, das neueste Video (mit neuestem Song!) und weiter unten, wie immer, noch ein paar Fotos:

Der Youtubekanal:

https://www.youtube.com/channel/UCezW8rwMzD8LXv-_zDZfKuw

Homepage

https://mobileethnicminority.com/music.html

Galileo Music webshop: https://www.galileomusic.de/artikel/23349/Mobile_Ethnic_Minority_Five_FiftyNine

DaCapo Schallplatten:

https://www.dacapo-records.de/11807-1180701-MEM-5sig-Mobile-Ethnic-Minority-Five-Fiftynine.html#/1-lp_hulle-ohne/2-lp_optionen-ohne

Bandcamp: https://mobileethnicminority.bandcamp.com/

Apple: https://music.apple.com/de/album/five-fiftynine/1519758906

Mobile Ethnic Minority Mario Knapp 5:59
Mobile Ethnic Minority Mario Knapp 5:59
Mobile Ethnic Minority Mario Knapp 5:59
Mobile Ethnic Minority Mario Knapp 5:59

Das neue Video THE HOUSE OF TOMORROW ist jetzt öffentlich, kann auch gerne geteilt/eingebettet werden.





Mein Hörtipp: Don Cherry: Cherry Jam

Mein Hörtipp: Don Cherry: Cherry Jam

Vor 55 Jahren veröffentlichte Don Cherry beim Blue Note Label das für die Entwicklung des Jazz so wichtige Werk: „Complete Communion“. Zu dieser Zeit zählte der Multiinstrumentalist schon mit zur Spitze der weltweiten Jazzgrößen. Als eine der Ikonen des Free Jazz (dessen Bezeichnung übrigens von dem gleichnamigen Album von Ornette Coleman stammte, bei dem Don Cherry mitspielte) zeigte beerits rund ein Jahr zuvor bei einer Aufnahme für einen dänischen Radiosender in Kopenhagen (Danmarks Radio), wohin die Reise gehen könnte. Die hier nun auf Vinyl und CD veröffentlichten 4 Stücke sind aber von dem Free Jazz, wie er ihn mit Coleman wesentlich mitprägen sollte, noch entfernt. Dennoch sind sie viel spannender und komplexer, als sie beim ersten Hören vielleicht erscheinen mögen, denn freie Formen und Anleihen an die Avantgarde der späten 60er Jahre sind beim genauen Zuhören doch wahrnehmbar.   

Mit Mogens Bollerup (tenor Saxophone), Atli Bjorn (Piano), Benny Nielsen (Bass) und Simon Koppel (Drums) lässt es Cherry an der Trompete eher swingen, als sich in zu freie Sphären zu bewegen. Dennoch wird in einigen Passagen deutlich, dass Cherry hier im Oktober 1965 klar auf seinem Weg war, sich vom bekannten und erfahrenen Sideman der New Yorker Avantgarde zu einem echtem stilprägendem Bandleader zu entwickeln.

Don Cherry Cherry Jam

Neben den drei von Cherry selbst komponierten von einem treibenden Rhythmus geprägten Stücken, findet man eine wunderbare Interpretation des Stücks „You Took Advantage Of Me“ von Richard Rodgers.

Eine Aufnahme, die die weitere bekannte musikalische Reise von Don Cherry erkennbar macht und einfach sofort nach mehr Platten dieses tollen Musikers verlangt. Das ist übrigens die einzige Kritik an dem Album: Es ist mit 4 Stücken leider nur rund 22 Minuten lang.

Don Cherry Cherry Jam

Eine musikalische Entdeckung, die übrigens auch klanglich sehr überzeugt (insbesondere in der sehr hochwertigen Vinyl Ausgabe). Für die Kenner*innen unter Ihnen mal die mehr als nur beeindruckende Auflistung im Booklet:

Cut on a Haeco Scully lathe with Wetrex RA1700 series amps, Westres 3DIIA cutting Head and Telefunken U73B tube limiter; Decca Valve equalisation; monitored on Audio Note Equipment

Tolle Musik mit phantastischem Klang. Perfekt! 

Gearbox Records ltd.

Don Cherry Cherry Jam

Verloren geglaubtes Album von Hasaan Ibn Ali wieder aufgetaucht!

Verloren geglaubtes Album von Hasaan Ibn Ali wieder aufgetaucht!

Bisher unveröffentlichtes Material aus dem Jahr 1965 wird jetzt als „Metaphysics: The Lost Atlantic Album“ erstmals veröffentlicht

Der damals nahezu unbekannte, heute jedoch hoch angesehene Jazz-Pianist und Komponist Hasaan Ibn Ali, Jahrgang 1931, nimmt in den 1960er-Jahren mit Größen wie Max Roach auf und spielt an der Seite von John Coltrane. Diesen beeinflusst der Amerikaner immens und gilt damit als Wegbereiter von Coltranes Weltkarriere. Roach ist es, der Atlantic Records dazu bewegt, ein Album mit Ibn Ali aufzunehmen. Die Sessions dazu finden im August und September des Jahres 1965 in den New Yorker Atlantic Studios statt. Doch noch vor dem Mixing wird der Künstler wegen eines Betäubungsmittel-Delikts inhaftiert. Die Aufnahmen verschwinden im Archiv und gehen 13 Jahre später bei einem Lagerhausbrand in Flammen auf. Das Werk scheint verloren… Bis kürzlich eine Kopie des Materials wiederentdeckt wird.

„He had ideas as deep as the sea. I mean I never heard anybody, even today, play like that“
Tenor-Saxofonist Odean Pope über Hasaan Ibn Ali

„Metaphysics: The Lost Atlantic Album“ erscheint am 23. April auf Omnivore Recordings auf CD und als Doppel-LP. Das vom mit einem Grammy ausgezeichneten Soundtechniker Michael Graves aufbereitete Werk enthält neben sieben Originalsongs aus den Sessions drei alternative Song-Versionen als Bonus Tracks. Neben Hasaan Ibn Ali am Piano spielen Odean Pope (Tenorsaxofon), Art Davis (Bass) und Kalil Madi (Drums).

Kontakt:
Marcus Offermanns
Bertus Musikvertrieb GmbH
Promotion & Digitalvertrieb
Büro/Office +49 40 2076971 14
Marcus.Offermanns@Bertus.com

Meine Musikempfehlungen für Weihnachten 2020

Meine Musikempfehlungen für Weihnachten 2020

Es war ein ganz besonderes Jahr. Wir alle wissen, dass die Pandemie unser gesamtes Leben völlig umgekrempelt hat. Während ich diese kleine persönliche Liste verfasse, ist so z.B. noch nicht abzusehen, wie wir alle Weihnachten in diesem Jahr feiern können.

Wir alle können aber sicher auch in diesem Jahr im Kreise unserer Familie gemeinsam das Weihnachtsfest erleben. Und dazu gehört zumindest in unserer Familie einfach Weihnachtsmusik. Wir sind großer Liebhaber unterschiedlichster Weihnachtsmusik und spätestens am ersten Advent werden diese mit großer Vorfreude aus ihren Kisten geholt. Mittlerweile sind es über 500 CDs/LP und es werden jährlich mehr.

Viele Menschen mögen keine Weihnachtsmusik. Ich glaube aber, dass dies nicht selten nur daran liegt, dass sie im Alltag immer wieder die gleichen Lieder hören (müssen). Dabei ist die Vielfalt so unendlich groß und es gibt so unglaublich wunderbare Musik für die Adventszeit, dass ich das noch nie verstehen konnte.

Ich liebe Musik und zur Weihnachtszeit ist sie sogar noch ein klein wenig wichtiger…

Wie bei allen meinen Einträgen in diesem Blog, handelt es sich bei dieser ganz kleinen Liste wieder nur um meine rein persönlichen Empfehlungen. Aber vielleicht ist ja etwas dabei, dass Sie und Ihre Familie ein wenig mehr in Weihnachtsstimmung versetzen kann, gerade in diesem so ungewöhnlichen Jahr, das insbesondere von menschlicher Distanz und weniger persönlichen Kontakten geprägt war und leider noch immer ist.

Ich wünsche Ihnen jedenfalls schon jetzt eine wundervolle Advents- und Weihnachtszeit und viele zwischenmenschliche Begegnungen und Wärme!

Martina Noichl: Harfenträume für Rauhnächte, Brilon Musik, Mehr Infos: www.martinanoichl.de

Als Rauhnächte werden die zwischen dem 25. Dezember und dem 06. Januar bezeichnet. In einigen Regionen zählt auch die Adventszeit mit dazu. Die Harfenistin Martina Noichl erzählt auf dieser CD eine Art kleine Geschichte, deren Kapiteln „Auf dem Weg“, „Die heilige Nacht“, „Wiegenlieder“, Festfreunde“ und „Ausklang“ betitelt sind. In diesen werden jeweils verschiedene Stücke von ihr in einer sehr persönlichen und intensiven Art mit den elegisch wirkenden Klangfarben ihrer Instrumente interpretiert. Sie spielt bei den Aufnahmen 2 sehr verschiedene Harfen. Eine Einfachpedalharfe des Osttiroler Harfenbauers Peter Petutschnigg und eine irische Schoßharfe, die von ihrem Vater Sepp Noichl gebaut wurde.

Eine CD, die wir in unserer Familie schon ab Ende Oktober gerne hören. Sie enthält keine klassischen Weihnachtslieder, aber dennoch weihnachtliche Musik, die diese dunkle, kalte und häufig einfach ungemütliche Jahreszeit sofort ein wenig heller und wärmer erscheinen lässt. Gerade in diesem besonderen Jahr 2020 eine wunderbare Möglichkeit, wieder etwas mehr zur inneren Ruhe zu kommen. Ein feinmusikalisches und intimes Meisterwerk, das die tiefe Stille der Jahreszeit aufnimmt und vertreibt.

Jul Pa Norska und Jul Pa Svenska, beide: Georg Wadenius, Arild Andersen und Jan Lundgren, Edel Company

Die beiden CDs sind 2013 erschienen aber die erste, Jul Pa Svenska wurde schon 2009 produziert. Verantwortlich als Produzent zeichnet sich ebenfalls Georg Wadenius. Aufgenommen und abgemischt wurden beide Alben übrigens in den weltbekannten Rainbow Studios in Oslo.

Die beiden CDs wirken musikalisch wie ein zusammenhängendes Werk und so kann man sie auch hören. Es ist einfach: Gitarre, Bass und Klavier und Musiker mit jahrzehntelangen Erfahrungen in verschiedensten Besetzungen. Wunderbare Musik, eine geradezu intime Atmosphäre und eine schon fast unwirklich erscheinende tief emotionale Stimmung. Kein unnötiges Virtuosentum und kein in den Vordergrund stellen. Alle drei Musiker stellen sich nicht nur ganz in den Dienst der winterlichen und weihnachtlichen Musik aus dem hohen Norden, sondern wirken in ihrem Zusammenspiel fast schon schüchtern. Wenige sehr bewusst gesetzte Töne und ein reduzierter Stil verströmen eine geradezu magische Stimmung.

Dass aus den Rainbow Studios zudem immer etwas klanglich Herausragendes kommt, führt nur zu einer noch größeren Empfehlung. Für mich zwei der schönsten musikalischen Weihnachtsreisen in kleiner (Jazz-) Triobesetzung, ohne jegliche Klischees und mit zeitloser Eleganz.

 

Verleih uns Frieden gnädiglich, Hille Perl, Anna Maria Friman, Lee Santana, Sirius Viols, 2011 Deutsche Harmonia Mundi

Diese im Jahr 2011 veröffentlichte CD ist fester Bestandteil unserer musikalischen Weihnachtsvorbereitung und Adventsbegleitung.

Hille Perl zeigt in Ihrem Vorwort auf, mit welchen großen und zum Teil Bedrohungen und Unsicherheiten wir alle in unserem Leben konfrontiert werden. Sie weiß neben einer sehr gut nachvollziehbaren Kritik an der zunehmenden Technisierung so u.a. auf die Klimakatastrophe hin und obwohl diese auch schon im Jahr 2011 die Welt bedrohte, hat sie heute sich noch einmal extrem verschärft. Der Wunsch der Musiker/innen das Bedürfnis der Menschen nach Besinnung und Einhalten zu erfüllen klingt im Jahr 2020 wichtiger als vor noch wenigen Jahren.  

Ich bewundere die Arbeit der Musiker/innen in allen ihren verschiedenen Besetzungen, geprägt wohl in nicht geringem Maße durch Perl (Violas da Gamba) und/oder Santana (Laute). Spiegelt diese doch tatsächlich den Wunsch nach Frieden, nach Zeit für sich und solche mit der Familie wieder.

Und die Suche nach Kompositionen, die vor Schönheit und Klarheit strahlt, war erfolgreich. Eine wirklich tief beruhigende und emotionale Beschäftigung mit diesem Thema, das auch vor und nach Weihnachten nicht an Bedeutung verlieren darf. Wichtiger Bestandteil dabei ist die ausgesprochen klangschön singende Anna Maria Friman, Sopran. Die von vielen ECM Aufnahmen bekannte schwedische Sängerin ist mit ihrer extrem klaren und zugleich emotional bewegenden Stimme hier die kongeniale Partnerin.

Eine Aufnahme die eigentlich keine Weihnachtsplatte darstellt und das ganze Jahr gehört werden kann. Gleichwohl ist sie für viele eine willkommene Alternative im Angebot der häufig schlechten Weichnachts-CDs. Eine Entdeckung einer musikalischen Harmonie voll Wehmut aber ohne Schmerz. Gerade vielleicht auch deshalb, weil u.a. wohl größtenteils eher unbekanntere Werke des 16. und 17 Jahrhunderts zu Gehör gebracht werden. Eine Auseinandersetzung mit den Notenthemen und den Kompositionen die an Ausgewogenheit und innerer Ruhe und fast schon meditativer Konzentration.

Ein zeitloses und wahrlich friedvolles Klangkunstwerk.

Jul, Jul Nordische Weihnacht, Lisa Tjalve und Miriam Klein Strandberg, Villa Artis, 2005

Eine CD mit den beliebtesten Weihnachtsliedern aus Schweden, Dänemark und Norwegen, interpretiert von der Harfenistin Miriam Klein Strandberg und der Sopranistin Lisa Tjalve. Einige bekannte, einige wohl eher unbekannte Stücke, gesungen in den jeweiligen Landessprachen.

Ich mag diese konturenscharfen und doch sehr innigen Interpretationen und die zum Teil fast elfenhaft erklingende schlanke Tongebung und Leichtigkeit, begründet nicht zuletzt durch die besondere Kombination von Sopran mit Harfe. Man merkt sofort, dass beide Frauen hier völlig gleichberechtigt und mit wirklich große Freude gemeinsam musizieren. Fast schon ein wenig überraschend, wie intensiv und von einer großen Klarheit beseelt hier Instrument und Stimme miteinander im Einklang musizieren und erstaunlich groß wirkende Klangwelten entstehen lassen.

Geprägt von einer tief empfundenen Ruhe und der Fähigkeit auch ganz leise in diesem musikalischen Dialog miteinander zu kommunizieren, stimmt diese CD jeden auf die mit Weihnachten in Verbindung stehenden Empfindungen ein, wenn er sich darauf einlässt.

God Jul!

Silent Night, Early Christmas Music and Carols, Ariann Savall und Pette Udland Johansen, Hirundo Maris, 2018, deutsche harmonia mundi

Nur ein weiteres Album mit alter Weihnachtsmusik? Ganz klar: Nein!

Die beiden Stimmen, Arianna Savall (Sopran und Harfe) und Petter Udland (Tenor), entführen uns direkt in einer Art mystischen Reise in eine Welt, die geprägt ist von Schönheit, Stille, der Natur und dem Winter mit allen seinen auf den ersten Blick nicht immer so klarwerdenden Facetten.

Die Lieder haben zum Teil volkstümliche und uralte Wurzeln in den verschiedenen europäischen Ländern. Diese inspirierende klangliche Tour führt uns vom hohen Norden bis tief in den Süden unseres Kontinents und gibt uns einen hörbaren Eindruck der unterschiedlichen Weihnachtsbräuche und -traditionen von Norwegen bis Spanien.

Produziert übrigens von Jonas Niederstadt, der seit einigen Jahren auch mit seinem eigenen Label Carpe Diem https://carpediemrecordsberlin.bandcamp.com/ ausnahmslos herausragende Werke auf den Markt bringt. Alle CDs und LP des kleinen feinen Labels sind auch klangtechnisch ausnahmslos herausragend.

Wundervolle Musik für ruhige und friedliche Winterabende.

Le noel abstrait, by raphael marionneau, Universal, 2 CD

Eine musikalische Zusammenstellung für Weihnachten, ausgewählt von dem französischen Lunge Spezialisten Raphael Marionneau, bekannt u.a. als der Kopf hinter I´été abstrait, le classique abstrait, le café abstrait usw.

Chillout music for christmas. Wie immer hervorragend produziert und zusammengestellt. Für Menschen, denen die immer gleiche Weihnachtsmusik schon seit Jahren nichts mehr sagt und die auch oder gerade während der Feiertage entspannen wollen. Für Fans ohnehin ein Muss.

Eine andere musikalische Untermalung der Feiertage aber eine absolut spannende, die es verdient, entdeckt zu werden.