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bFly-audio Absorber „Line MK2“ – wäre es doch nur immer so leicht, ruhiger zu werden. Viel ruhiger.

Ich hatte in meinem Test der TALIS und b.DISC (s.u.) schon ein wenig über die Firma bFly-audio aus Augsburg und den Kopf dahinter, Reinhold Schäffer, geschrieben, dessen Absorber ich seit der Gründung seiner Firma 2009 unter jedem meiner Geräte einsetze.

Von Beginn an haben mich nicht nur deren positiven Auswirkungen auf den Klang fasziniert, sondern, und das ist mir einfach wichtig, deren niedriger Preis. Die Produkte haben sich von der ersten Serie an natürlich weiterentwickelt, und ja, sie sind in all den Jahren etwas teurer geworden. Dennoch, und das kann man gar nicht klar genug sagen, sind die Preise heute noch im Vergleich zu anderen Produkten am Markt ausgesprochen günstig. Dies gilt insbesondere dann, wenn man deren Wirkungen in die Gesamtbewertung mit einbezieht.

Im Rahmen meines Plattenspielertestes im dritten Videobeitrag, überlegte ich natürlich, wie man die günstigen und dennoch unglaublich guten Plattenspieler mit möglichst geringem tatsächlichen und finanziellen Aufwand klanglich noch ein klein wenig weiter nach vorne bringen könnte. Am Ende meiner eigenen langen Testphase waren es schließlich drei Produkte die diese Anforderungen erfüllten. Alle drei waren solche aus dem Haus bFly-audio: Die hier vorgestellten Absorber der „Line MK2“ Serie, die Flat Line Absorber Base und die PA1 Plattentellerauflage. Die Base und die PA1 werde ich, neben meinem Video, natürlich auch hier im Blog noch ausführlicher in zwei weiteren Berichten vorstellen. Versprochen!

Kommen wir nun zu dem Absorber „Line MK2“. Sie gibt es, wie die anderen Serien, in unterschiedlichen Ausführungen, abgestimmt für die verschiedenen Gewichtsklassen der darauf gestellten Geräte:

Line 1 für bis zu 5 kg zum Preis von 59,00 EUR für das 4er Set

Line 2 für bis zu 10 kg zum Preis von 69,00 EUR für das 4er Set

Line 3 für bis zu 20 kg zum Preis von 75,00 EUR für das 4er Set

Line 4 für bis zu 45 kg zum Preis von 85,00 EUR für das 4er Set

Sie bestehen aus 3 Schichten: Sorbothan und zwei unterschiedliche Arten von Kautschuk. Zudem hat die aktuelle MK2 Version die Plugins der großen Master Serie erhalten:

bFly-audio Line MK2 Absorber

Ok, und was machen diese übrigens auch optisch sehr ansprechenden kleine Unterstellfüße? Und wie setzt man sie am besten ein?

Ok, dazu müssen wir ein wenig ausholen:

Schwingungen, erzeugt durch die spielenden Lautsprecher und die Geräte selbst, lassen diese in Bewegung geraten. In allen elektrischen Geräten kommt dann ein weiterer Effekt dazu: Die Schwingungen können in den elektrischen Komponenten Mikrofonie auslösen. In der Folge wird die eigentlich mechanische Energie, erzeugt durch die ungewollten Schwingungen in elektrische Signale umgeformt, die dann mehr oder weniger starke Auswirkungen auf den Klang der Geräte haben.

Wenn man dies berücksichtigt, kann man leicht nachvollziehen, warum in den meisten Tests von guten Absorbern in der Regel von mehr Ruhe in der Musik gesprochen wird.

So auch bei den Line MK2 Absorbern. Jedes von mir getestete Gerät spielte mit den Absorbern ruhiger, differenzierter und dynamisch wie auch klanglich auf einem höheren Niveau. Nicht überraschend war die Tatsache, dass die Wirkungen umso stärker waren, je mehr das Gerät, meist durch die eigenen großen Netzteile sich praktisch selbst in Schwingungen versetzte. Auch kaum überraschend war die Konsequenz, gerade leichtere Geräte dabei zusätzlich mit einem kleinen Gewicht auf deren Gehäusedeckel zu beschweren um diese weiter zu beruhigen. Bitte diese Gewichtserhöhung unbedingt bei der Auswahl der Absorber mitberücksichtigen und die Hitzeentwicklung beachten und keine Lüftungsschlitze abdecken! Hier gibt es viele Wege, auch bFly-audio hat seit einiger Zeit neue Produkte dazu im Angebot, die neben der Funktion des reinen Beschwerens zudem noch selbst Gehäusevibrationen unterbinden können. Diese unter der Bezeichnung Satellite-Q angebotene Serie werde ich mir ebenfalls genauer ansehen. Und wie sollten die Geräte auf die Absorber gestellt werden?

Nun, da gibt es, wie häufig bei der Beschäftigung mit Hifi und High End, verschiedene Meinungen. Die einen stellen die Geräte direkt mit den Unterböden auf die Absorber, die anderen setzen sie unter den eigentlichen Gerätefüßen ein. ich konnte bei meinen Tests keinen Unterschied zwischen den beiden Varianten hören, beide hatten die gleichen positiven Auswirkungen, s.u., auf den Klang.

Dennoch würde ich immer die Nutzung unter den eigentlichen Gerätefüßen empfehlen. Neben der Sicherheit, dann nicht ggf. heiße Böden in die direkte Verbindung mit den Absorbern zu bringen, besonders aus dem Grund, dass sich so der Abstand zwischen dem Boden des Gerätes und der Unterlage erhöht. Und das ist immer vorteilhaft, da schlichtweg mehr Luft unter diesen zirkulieren kann. Besonders vorteilhaft wird es dann, wenn die Geräte im Boden Lüftungsschlitze haben.

Kommen wir nun endlich zum Klang:

Stellen Sie sich vor, sie kommen nach einem einstündigen schnellen Trainingslauf wieder nach Hause und beschließen eben noch schnell einen Brief zu schreiben, ja, so einen richtigen „oldschool-analogen“ per Hand geschrieben. Und als stilsicherer Mensch nutzen Sie natürlich auch einen edlen Füllfederhalter: sagen wir mal einen Cornway Stewart Dinkie.

Wenn Sie nun nicht gerade ein echter Laufprofi sind, bei denen sogar schon kurz nach deren Zieleinlauf schon wieder Interviews ohne Schnappatmung möglich sind, werden Sie sicher noch einige Zeit etwas zittern. Manche mehr und manche weniger. Wie aber Ihr Schriftbild aussehen wird, dürfte wohl klar sein: Wackelig, mit kleinen Unterbrechungen, kratzig und mit vielen kleinen Zacken versehen. Eine Stunde später dann, ganz in Ruhe, fließt Ihre Schrift wieder, alle Linien sind gleich stark, und keine der o.a. Mängel ist mehr erkennbar. Genau das machen die Absorber bei jedem Gerät, und je mehr Geräte mit Ihnen „belohnt“ werden desto größer und klarer ist der Unterschied in der Musikwiedergabe der ganzen Anlage wahrnehmbar und klar hörbar.

Ein Beispiel: Wir feiern im nächsten Jahr den 110 Geburtstag des großen Dirigenten Sergiu Celibidache, dessen Ansicht über Schallplattenaufnahmen wohl vielen bekannt ist. Er duldete praktisch keine. Begründet hat er dies u.a. damit, dass das Wesen der Musik, ähnlich einem Lebewesen, auch ein „Verschwinden“ beinhalte. Einen einmal erlebten Augenblick eines Konzertes noch einmal erleben zu wollen, sei abwegig, da jeder Augenblick in einem solchen nun einmal einmalig und von vielen Faktoren abhängig sei. Rundfunk- und Filmaufnahmen duldete der Meister aber.

Die Musikliebhaber*innen freuen sich über jede seiner Aufnahme und gerade wenn diese vielleicht nicht ganz so gut ist, sollte wenigstens die Anlage nicht noch Störungen hinzufügen, bzw. möglichst unbeeinflusst spielen können. Und genau hier setzen die Absorber von bFly-audio an. Sie beruhigen die Geräte, die dann ihre Arbeit nicht nur durch den Wegfall der unmittelbaren Schwingungsstörungen, sondern besonders wegen der Eliminierung der durch die Mikrofonie entstandenen schädlichen Beeinflussungen auf die Signale selbst, besser verrichten können. Also ein klassisches 6-Punkte Spiel, denn nicht nur der Wegfall der unmittelbaren Folgen der Schwingungen, sondern auch die klanglichen Vorteile durch das Fehlen der durch die Mikrofonie erzeugten Beeinflussungen der Signale, führen zu in der Regel jederzeit nachvollziehbaren klanglichen Verbesserungen.

Mehr Ruhe im Klangbild, besser wahrnehmbare Töne, bei denen viel mehr Elemente hörbar werden. Insbesondere beim Ein- und Ausschwingen und dem Fehlen vieler kleiner Störgeräusche. Die Ausgewogenheit, Phrasierung und die Plastizität der Wiedergabe nehmen hörbar zu, und um das Beispiel mit dem Füller noch einmal aufzugreifen: Die Musik fließt einfach mehr. Insbesondere die Wiedergabe von Saiteninstrumenten zeigt nun, dass diese einfach viel länger und intensiver und facettenreicher hörbar sind. Dies führt schließlich im Ergebnis dazu, dass die Wiedergabe insgesamt weniger analytisch wirkt.

Mein Fazit ist einfach:

Ich habe bei meinen Tests mit sehr vielen verschiedenen Geräten keines erlebt, dass nicht durch den Einsatz der Absorber einen sofort erkennbaren klanglichen Fortschritt gemacht hat. Keines.

Wenn man nun noch berücksichtigt, dass die Absorber auch bei einem späteren Gerätewechsel einsetzbar bleiben und somit zudem Fehlinvestitionen aus diesem Grunde ausgeschlossen werden können, sind die bFly-audio Line MK2 Absorber eines der wenigen Produkte, die ich tatsächlich völlig vorbehaltslos und ohne jede Einschränkung empfehlen kann, denn: Klang, Technik, Qualität, Flexibilität und der sehr günstige Preis machen es mir im Ergebnis wirklich einfach.

Mehr Infos unter:

https://www.bfly-audio.de/

bFly-audio
Reinhold Schäffer
Theodor-Sachs-Str. 60
86199 Augsburg

E-Mail: info@bfly-audio.de

Tel:    +49 (0)821 9987797

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