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Hier ein Angebot eines unglaublichen Thorens TD 124 MK II

Hier ein Angebot eines unglaublichen Thorens TD 124 MK II

Das Angebot stammt von riversideaudio!

Komplett restaurierte MkII Version mit neuem ORTOFON Tonarm

und neuem ORTOFON MC Tonabnehmer

Detaillierte Informationen zu Komplettrestaurationen finden Sie unter:

https://www.riversideaudio.ch/deutsch/restaurierte-vintage-td-s/td-124-mkii-s-n-83552/

Technisch absolut makellos ! Das Chassis ist optisch in hervorragendem Originalzustand. Diesem TD 124 wurde sein ganzes Leben lang Sorge getragen 

  • Sehr detaillierte Restauration mit sehr vielen Neuteilen
  • Chassis ohne Ausbesserungsarbeiten (eine Seltenheit bei über 50  Jahre alten Plattenspielern!). Es wurde nur mit SWISSVAX Produkten aufgearbeitet und anschliessend  versiegelt
  • Neue Konsole in Schwarz Seidenglanz mit Thorens Logo (abnehmbar)
  • Neues Tonarmbrett in Schwarz Seidenglanz
  • Neuer ORTOFON TA-210 12 Zoll Tonarm 
  • Neuer ORTOFON MC-3 turbo high output Tonabnehmer

Auf Wunsch ist auch ein anderer Tonabnehmer Ihrer Wahl lieferbar

Wir sind offizieller Ortofon Händler, einfach anfragen

Das Gerät kann mit dem für Sie passenden Netzstecker versehen werden;

Schuko, US, GB, CH stehen zur Auswahl

Haben Sie noch Fragen zu diesem TD 124 ? Kontaktieren Sie riversideaudio


https://www.riversideaudio.ch/deutsch/restaurierte-vintage-td-s/td-124-mkii-s-n-83552/

Hier noch ein paar Bilder:

Quelle: Angebot, Text und Bilder. Anfragen bitte direkt an riversideaudio!

https://www.riversideaudio.ch/deutsch/restaurierte-vintage-td-s/td-124-mkii-s-n-83552/

Ein unglaublicher Zufall

Ein unglaublicher Zufall

von Joachim Bung

Wer einen guten Thorens TD 124 sucht, braucht Geduld und Geld auf dem Bankkonto – oder so viel Glück, wie ich es tatsächlich einmal hatte. Wobei ich einräume, dass mir in dem wirklich sehr speziellen, kaum zu glaubenden Fall meine Verbindungen als Autor des Großwerks SCHWEIZER PRÄZISION zu Hilfe kamen.

Vor einiger Zeit rief mich ein Buchkunde an, der schon 1963 einen TD 124 besaß und mit dem ich seit seinem Kauf der ersten Auflage 2005 immer mal wieder freundschaftlichen Kontakt hatte. Der Anrufer berichtete mir von einem früheren Arbeitskollegen, wie er Doktor der Chemie. Dieser Mann lebte zusammen mit seiner vermögenden Frau in einer großzügigen Villa. Von Musik verstand er angeblich nicht viel. Da mein Informant ihm aber oft von seinem Plattenspieler vorschwärmte, war das Schweizer Laufwerk für den solventen Berufskollegen bald ebenfalls ein Muss. 1964 kaufte er den abgebildeten TD 124 mit Werkstonarm und ließ das Chassis zusammen mit einem VS-71 M von Klein + Hummel – damals einer der besten und teuersten deutschen Verstärker – samt Lautsprechern in die ausladende Schrankwand seiner Wohnhalle einbauen.

Der Thorens TD 124 aus der Pfälzer Villa mit einer Ortofon-Zarge aus meinem Bestand

Nun zum Grund des Anrufs: Mein Gesprächspartner berichtete mir, der frühere Arbeitskollege, inzwischen verwitwet, müsse altersbedingt in eine Seniorenresidenz ziehen. Zurzeit werde die Villa vom Sohn ausgeräumt und verkauft. Dabei sollte der Thorens, nun ja: auf den Sperrmüll kommen, „weil heute doch niemand mehr Schallplatten hört“. Er stellte den Kontakt her, und ich konnte den Nachkommen – Generation Smartphone/MP3 – davon überzeugen, den alten Plattenspieler nicht an den Straßenrand zu stellen, sondern besser in meine wertschätzenden Hände zu geben.

Gesagt und getan: Anderntags besorgte ich ein schönes Weinpräsent und fuhr mit einer Ortofon-Zarge ST 104 in der seltenen Ausführung mit Holzfurnier zum Heimtransport des TD 124 in die Pfalz. Den Sohn traf ich schon vor dem Haus, alles war wie beschrieben. Das Laufwerk mit Thorens-Tonarm BTD 12-S und noch originalem Shure-Tonabnehmer M 55-E präsentierte sich aber nicht „in Würde gealtert“ – es war praktisch neu!

Ebenfalls makellos: Werkstonarm BTD-12 S

Dank Einbau in den Regalausschnitt eines geschlossenen Schrankes, der den TD 124 vor Lichteinflüssen und mechanischer Beschädigung bewahrt hatte, strahlte das cremefarbene Chassis nur so im Lack. Die schwarze Farbe des Armbretts, normalerweise mit altersbedingten Rissen durchzogen, schien wie gestern aufgetragen und präsentierte sich glatt wie Babyhaut. Das Tonarmrohr ohne den häufigen Makel eines herunterhängenden Gegengewichts aufgrund des verschlissenen Dämpfungsgummis. Kaum sichtbare Bremsspuren auf den Gumminoppen des Haupttellers verrieten, dass der Hausherr auf dem Laufwerk höchstens zu Weihnachten ein paar Schallplatten gespielt hatte.

Dann fiel mein Blick noch auf den Klein + Hummel. „Wenn Sie wollen, können Sie den auch mitnehmen“, so der Chemikersohn.“ Sprach’s, zog den nicht mehr zeitgemäßen, aber gleichfalls makellosen Röhrenvollverstärker aus dem Schrankfach, trennte ihn von den Lautsprechern und – wow – drückte mir den Kasten als Dreingabe in die Hand.

Gratis-Dreingabe: Röhrenvollstärker VS-71 M von Klein + Hummel

Nicht nur den TD 124, auch den VS-71 hat Peter Feldmann für meine Sammlung an Vintage HiFi fachmännisch revidiert. Ihm gelang es sogar, den abgebrochenen Acryl-Steller am kanalweise getrennten Höhenregler, für den es keinen Ersatz mehr gibt, unsichtbar und haltbar zu reparieren. Das Malheur war meine Schuld, denn ich hatte leichtsinnigerweise noch in der Villa den schwergängig gewordenen Stellhebel zu bewegen versucht. Seitdem weiß ich, dass Kunststoff altern kann …

Ein TD 124, der noch vererbt wird

Ich besitze mehrere Thorens TD 124 und bin mir bewusst, dass ich meine Sammlung irgendwann wieder verkleinere. Aber eines ist schon heute gewiss: Das Laufwerk mit der Seriennummer 54163 bleibt in meinem Besitz und wird irgendwann meinem Sohn vererbt – schon wegen der unglaublichen Geschichte, die dieser vor 67 Jahren in Ludwigshafen gekaufte TD 124 erzählen kann.

Doch Schwamm über die kaum zu fassende Schilderung, bevor Sie vielleicht ins Träumen geraten. So viel Glück können Sie bei der Suche nach Ihrem Wunsch-124er wahrscheinlich nicht erwarten. Trotzdem drücke ich Ihnen für die Geduld erfordernde, aber auch spannende Suche beide Daumen. Und wenn Sie dabei einen Rat brauchen, können Sie mich gern kontaktieren!

www.joachim-bung.de

Neues Video zum Thema Plattenspielerzubehör ist online!

Neues Video zum Thema Plattenspielerzubehör ist online!

Knistern ist toll? Nun, ich mag es beim Abspielen von Platten nicht wirklich. Ein wenig ist ja ok, aber gerade alte oder gebrauchte Platten sind da nicht selten nicht mehr so gut anzuhören.

Hier nun die Vorstellung von zwei guten und günstigen Bürsten zur Reinigung der Platten von Simply Analog. Beide zusammen machen es sehr leicht, einen Großteil des Staubs einfach und schnell vor dem Abspielvorgang zu entfernen. Und da beide nur jeweils rund 20,00 EUR kosten, freue ich mich, wie immer bei gut UND günstig, gleich doppelt.

Simply Analog Bürsten und Plattenhüllen

Zudem noch: Plattenhüllen mit innerer Hülle aus antistatischem Material. Ist halt besser, wenn der Staub gar nicht angezogen wird…

Simply Analog Bürsten und Plattenhüllen

Infos:

https://www.tad-audiovertrieb.de/produkte/simply-analog

Preisliste:

https://www.tad-audiovertrieb.de/sites/default/files/simply_analog_broschuere_april2021_lowres.pdf

Video:

Simply Analog Bürsten und Plattenhüllen

Verbastelt oder hochgerüstet – und total vermurkst

Verbastelt oder hochgerüstet – und total vermurkst

von Joachim Bung

Beliebt ist der Thorens TD 124 heute als Do-it-yourself- und Bastelobjekt – leider. „Alles nur Mechanik, alles schön groß, alles übersichtlich – da hatte ich schon ganz andere Kaliber auf dem Tisch“, ereifert sich einer der selbst ernannten Fachleute, der in die Überholung des hochpräzisen Laufwerks – außer eigenem fragwürdigen Werkeln – nichts investieren will. Techniker Peter Feldmann erlebt es auch immer wieder, dass Besitzer bei ihrem unsäglichen Tun von den Dingen mehr verstehen wollen als Robert Thorens und seine engsten Mitarbeiter. Die ihren TD 124 zum angeblichen High-End-Laufwerk, meist noch mit neuzeitlichem Tonarm „Marke Maschinenbau“ aufrüsten oder auf dem schweren Reibrad-Laufwerk einen völlig ungeeigneten High-End-Tonabnehmer mit filigranem Nadelträger betreiben.

So oder so: Kommen verbastelte oder missverstandene Laufwerke auf seinen Arbeitstisch, stehen dem Techniker bisweilen die Haare zu Berge. „Ich habe schon einen extrem hochgerüsteten Spieler als Patienten gehabt. Er sah wunderschön aus, stellte sich aber bei meiner Untersuchung als total vermurkst heraus – da stimmte fast gar nichts mehr.“ Als Vintage-Liebhaber und „Augenmensch“ sehe ich schon bei einem TD 124 mit Plattenklemme rot. Zeigt mir doch das fette, auf der Tellermitte zu abenteuerlicher Höhe sich auftürmende Teil, dass der Besitzer das Laufwerk in seinem historischen Kontext nicht begriffen hat. Klemmen und Plattengewichte waren zur Bauzeit des Schweizers im Heimbereich unbekannt und lassen einen historischen 124er völlig unauthentisch wirken.

Rega-Tonarm, Fremdmatte, fehlender Hilfsteller, entfernte Kupplungsmechanik und tristes Schwarz – so tief kann ein Thorens TD 124 sinken …

Was auch gemacht wird: Das Lackieren des Chassis im Schwarz der aktuellen HiFi-Komponenten oder der Ersatz der originalen Tellerauflage durch eine high-endige „Wundermatte“ mit angeblich phänomenalen Klangeigenschaften, die das typische Aussehen des Schweizers ebenfalls entstellen. Die konzentrisch gerippte Gummimatte mit versenkbarem Mittelstück ist bei dem Laufwerk ein so bestimmendes Designmerkmal, dass ein Thorens TD 124 ohne diese fast keiner mehr ist. Brutal das Entfernen von Tellerkupplung samt Überteller und der Betrieb einer solchen Zaubermatte – wie auf dem Bild zu sehen – direkt auf dem gusseisernen Schwungteller.

Der bekannte Klassiker-Experte Dr. Burkhardt Schwäbe warnt davor, die sechs Gumminoppen auf dem Schwungrad zu entfernen, darauf eine dieser Fremdmatten zu legen, den TD 124 ohne Hilfsteller zu betreiben und das Laufwerk bei jedem Plattenwechsel an- und auszuschalten. „Die Belastungen, die bei jedem Wiederanlauf des schweren Gusstellers auf den Antrieb entstehen, führen zu schnellem Verschleiß. Die Thorens-Ingenieure konnten hören und haben die Sandwich-Konstruktion des Tellers in ihrem Resonanzverhalten präzise abgestimmt.“

„Nicht makellos, aber wirklich top“

Mancher, der an einem Thorens TD 124 alles selber erledigt und jede Geldausgabe scheut, versucht auf subtile Art sein Bastelobjekt wieder loszuwerden, wenn er die Freude daran verloren hat. So offerierte ein Anbieter im Online-Auktionshaus ein Exemplar aus „Sammlerfundus“ in „exzellentem Zustand“ – schränkte aber wieder ein: „Der optische Zustand des Chassis ist nicht völlig makellos, aber wirklich top.“ Um dann weiter herumzueiern und ein „kleines Manko“ einzuräumen: Der Überteller habe einen minimalen Höhenschlag, der aber die vollständige Funktion des Spielers „nahezu nicht“ beeinträchtigt. Ein- und Auskuppeln des Übertellers vom Schwungrad funktionierten „meist“ einwandfrei.

Der Spieler sei in eine „schwere Vollholzzarge mit Palisanderfurnier nach Ortofon-Vorbild“ eingebaut – was sich bei meiner Recherche als Billig-Offerte aus Moldawien herausstellt. Bei einem Preis von 140 Dollar hatte der Anbieter wohl selbst keinen Spaß daran und wollte sich der östlichen Schreinerarbeit zusammen mit seinem TD 124 wieder entledigen.

Der Tonarm SME 3009 Improved S2 sei „die begehrte Version mit Wechselheadshell“ – um davon abzulenken, dass es hier um die am weitesten verbreitete, aber am wenigsten gefragte späte Version des klassischen SME-Tonarms mit abgeflachtem Gegengewicht und Vertikallagern aus Kunststoff geht. Den teuer gehandelten originalen SME-Kopf wollte der Mann natürlich behalten – und versah das Armrohr zu Verkaufszwecken mit einer billigen Japan-Headshell.

Dann die eindringliche Bitte: „Schauen Sie sich die originalen Fotos des Gerätes an – es ist wunderschön!“ Die aber bei kundigen Beobachtern trotz Aussicht auf „Kalt- oder Heißgetränke“ bei der persönlichen Vorführung nicht verfängt: Erst nach häufigem Wiedereinstellen des Plattenspielers für fast 2000 Euro, mal mit Festpreis, mal auf Auktionsbasis, und letztlich Preisreduktion fand sich jemand bereit, das Abenteuer mit dem fragwürdigen TD 124 einzugehen.

„In Würde gealtert“

Zum Glück sind Sie bei der Suche nach einem guten 124er auf dubiose Angebote nicht angewiesen. Es gibt es auch immer wieder original belassene Spieler, die, wie Peter Feldmann es ausdrückt, „in Würde gealtert“ sind und die noch niemand „gemacht“ hat. Cremefarbene oder graue Ausführungen, die vielleicht auf den ersten Blick nicht besonders anziehend wirken, sich aber nach gründlicher Reinigung aller Teile als beste Grundlage für einen Neuaufbau herausstellen.

Deshalb der Rat, „vom Verkäufer generalüberholte“ Exemplare zu meiden und sich stattdessen nach einem original belassenen TD 124 als Basis für eine professionelle Revision bei einem der anerkannten Experten umzusehen. Der kostet natürlich, doch die Ausgabe dafür ist eine sinnvolle, nachhaltige Investition, die jedem seriösen Besitzer sein historischer Thorens TD 124 wert sein sollte.

Ohne Klemme und nicht „gemacht“: Paradebeispiel eines authentischen TD 124 – in dieser Konfiguration (Ortofon-Zarge ST 104, Ortofon-Tonarm RF 297 und Ortofon SPU-A) im high-endigen Preisbereich

Mit welch unverhofftem persönlichem Glück mir vor einigen Jahren ein praktisch fabrikneuer TD 124 „zugeflogen“ kam, lesen Sie in meinem nächsten Beitrag. Bleiben Sie gespannt!

Plattenklemme? Plattengewicht? Oder alles Unsinn?

Plattenklemme? Plattengewicht? Oder alles Unsinn?

Es haben mich sehr viele Mails erreicht, die sich eine Fortsetzung meines Beitrags über günstige Plattenspieler wünschen. Auf Platz 1 liegt das Thema: „Tuning“ und hier besonders das der Plattenklemmen und -gewichte. Aber sind diese überhaupt sinnvoll? Welche Unterschiede gibt es und auf was sollte man achten? Ich zeige es Ihnen in meinem nächsten Video im großen Bericht und Test zu dem Thema!

Hier der Bericht zu den beiden Plattenspielern: