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13. Köthener Herbst – 300 Jahre Brandenburgische Konzerte

13. Köthener Herbst – 300 Jahre Brandenburgische Konzerte

Vom 3. – 5. September findet der 13. Köthener Herbst im Schloss Köthen und in den Kirchen St. Jakob und St. Agnus statt. Thema: Kronjuwelen der Musik – 300 Jahre Brandenburgische Konzerte.

Hier ein Auszug aus der Webseite der Bachfreunde Köthen:

„Im März 1719 reiste Johann Sebastian Bach von Köthen nach Berlin, wo er auch dem Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg begegnete. Dieser beauftragte den Anhaltischen Kapellmeister, ihm einige von seinen Kompositionen zu übersenden. Doch erst zwei Jahre später besann sich Bach des Auftrags – vielleicht weil er nach dem plötzlichen Tod seiner ersten Frau Maria Barbara Möglichkeiten eines Weggangs vom Köthener Hof erwogen hatte.

Im März 1721 übersandte er dem Monarchen eine Schönschriftpartitur mit sechs Konzerten nach Berlin. Das in französischer Sprache abgefasste Widmungs­schreiben könnte dahingehend gedeutet werden, dass Bach sich hiermit – zumindest indirekt – um ein Amt im Dienste des Brandenburger Markgrafen empfehlen wollte. Seinem Auftraggeber konnte er eindrucksvoll demonstrieren, dass er die Form des Italienischen Concertos nach allen Regeln der Kunst geradezu virtuos beherrschte und mit höchst ausgefallenen Instrumental­besetzungen und ebenso einzigartigen Klangkombinationen zu experimentieren verstand. Tatsächlich erscheinen die Besetzungen mehrerer Konzerte in der Musik des 18. Jahrhunderts als nahezu singulär. In Leipzig hat Bach einige der Brandenburgischen Konzerte wieder verwendet, einzelne Sätze in weltliche und geistliche Kantaten übernommen − einige Konzerte auch mit seinem studentischen Collegium dargeboten. Im Fokus des 13. Köthener Herbstes stehen Bachs Brandenburgischen Konzerte und ihre Leipziger Fassungen im Kontext zu den Konzerten seiner Zeitgenossen. Wie sich spätere Komponistengenerationen mit jenen sechs Konzerten Bachs auseinandersetzten, zeigen u. a. die Bearbeitungen Max Regers. Dieser hatte sie in den Jahren 1905-1906 für Klavier zu vier Händen gesetzt.

Da die Fortentwicklung des Corona-Pandemiegeschehens derzeit schwer vorauszusehen ist, könnten Anfang September noch Ein-schränkungen des Konzertbetriebes notwendig sein. Vorsorglich haben wir deshalb kürzere Teilkonzerte mit eingeschränkter Platzkapazität vorgesehen.

Programm
(Änderungen und Ergänzungen vorbehalten! Letzte Änderung: 05.06.2021)

Freitag, 3. September 2021
Kirche St. Agnus
Eröffnungskonzert

– 17.00 Uhr – Teil 1
Johann Bernhard Bach (1676–1749)
        Ouvertüre g-Moll für Violine und Streicher
Johann Sebastian Bach (1685–1750)
        Konzert für Oboe d‘amore und Streicher A-Dur (BWV 1055R)
Karten: 20€ / 16€ (erm.) / 5€ (Juniorticket); Verkauf: siehe unten.

– 19.30 Uhr – Teil 2
Johann Sebastian Bach
        Konzert für Violine und Streicher g-Moll (BWV 1056R)
Carl Philipp Emanuel Bach (1714–1788)
        Konzert für Cembalo und Streicher a-Moll (Wq 1)
Johann Sebastian Bach
        Konzert für Oboe, Violine und Streicher c-Moll (BWV 1060R)
Karten: 20€ / 16€ (erm.) / 5€ (Juniorticket); Verkauf: siehe unten.

– 21.00 Uhr – Teil 2 (Wiederholung, s.o.)
Karten: 20€ / 16€ (erm.) / 5€ (Juniorticket); Verkauf: siehe unten.

Xenia Löffler, Oboe
Daniel Deuter, Violine
Tobias Schade, Cembalo
Batzdorfer Hofkapelle

Samstag, 4. September 2021, 10.30 Uhr
Anna-Magdalena-Bach-Saal im Veranstaltungszentrum Köthen (Schlossplatz 4)
Mitgliederversammlung (geschlossene Veranstaltung)

Samstag, 4. September 2021, 14.30 Uhr
Anna-Magdalena-Bach-Saal im Veranstaltungszentrum Köthen (Schlossplatz 4)
Wissenschaftliches Symposium
Köthener Werke in Leipziger Überlieferung
        Hans-Joachim Schulze:
Die Sechs Brandenburgischen ‒ ein Zyklus mit geheimem Programm?
        Gregor Richter:
Köthener Konzertsätze in Bachs Leipziger Kantaten
        Alexander Becker:
»so „durchsichtig“ wie eben möglich«
                      – Regers Klavierfassungen der Brandenburgischen Konzerte
– Eintritt frei –

Samstag, 4. September 2021
Spiegelsaal im Schloss
Kammerkonzert

– 17.30 Uhr – Teil 1
Johann Sebastian Bach
        Konzert für Cembalo Solo h-Moll (BWV 979)
               nach einem Konzert von Antonio Vivaldi (RV 813)
        Italienisches Konzert F-Dur (BWV 971)
        Sonate für Traversflöte und Cembalo E-Dur (BWV 1035)
Karten: 24€ / 20€ (erm.) / 5€ (Juniorticket); Verkauf: siehe unten.

– 19.30 Uhr – Teil 2
Johann Sebastian Bach
        Sonate für Traversflöte und Cembalo A-Dur (BWV1032)
        Konzert für Cembalo Solo G-Dur (BWV 986)
               nach einer unbekannten Vorlage
               (vielleicht von Johann Ernst Prinz von Sachsen-Weimar?)
        Sonate für Traversflöte und Cembalo h-Moll (BWV 1030)
Karten: 24€ / 20€ (erm.) / 5€ (Juniorticket); Verkauf: siehe unten.

– 21.15 Uhr – Teil 2 (Wiederholung, s.o.)
Karten: 24€ / 20€ (erm.) / 5€ (Juniorticket); Verkauf: siehe unten.

Marten Root (Niederlande), Traversflöte
Menno van Delft (Niederlande), Cembalo

Mit freundlicher Unterstützung durch die
Kulturstiftung Sachsen-Anhalt und die Köthen Kultur und Marketing GmbH

Sonntag, 5. September 2021, 09.30 Uhr
Kirche St. Agnus
Festgottesdienst

Sonntag, 5. September 2021
Johann-Sebastian-Bach-Saal im Schloss
Kammerkonzert
Bach-Transkriptionen von Max Reger (1873-1916) und Ferruccio Busoni (1866-1924)

– 11.00 Uhr – Teil 1
Johann Sebastian Bach
        Brandenburgisches Konzert Nr. 2 F-Dur (BWV 1047)
        Präludium und Fuge D-Dur (BWV 532)
        Passacaglia in c-Moll (BWV 582)
Karten: 18€ / 15€ (erm.) / 5€ (Juniorticket); Verkauf: siehe unten.

– 12.30 Uhr – Teil 2
Johann Sebastian Bach
        Toccata und Fuge d-Moll (BWV 565)
        Choralvorspiel „Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ“ (BWV 639) aus dem Orgel-Büchlein
        Präludium und Fuge gis-Moll (BWV 887) aus dem Wohltemperierten Klavier, Teil II
        Brandenburgisches Konzert Nr. 5 D-Dur (BWV 1050)
Karten: 18€ / 15€ (erm.) / 5€ (Juniorticket); Verkauf: siehe unten.

Maryam Haiawi, Klavier
Johannes Nies, Klavier

Sonntag, 5. September 2021
Kirche St. Jakob
Abschlusskonzert

– 15.30 Uhr – Teil 1
Johann Sebastian Bach
        Brandenburgisches Konzert Nr. 1 F-Dur (BWV 1046,1), Frühfassung
        Konzert für 2 Blockflöten, Cembalo, Streicher
               und Basso continuo F-Dur (BWV 1057)
        Kantate „Falsche Welt, dir trau ich nicht“ (BWV 52)
Karten: 22€ / 18€ (erm.) / 5€ (Juniorticket); Verkauf: siehe unten.

– 17.00 Uhr – Teil 2
Georg Philipp Telemann (1681-1767)
        Konzert für Trompete, Streicher und Basso continuo D-Dur (TWV 51:D 7)
Johann Sebastian Bach
        Brandenburgisches Konzert Nr. 4 G-Dur (BWV 1049)
        Kantate „Jauchzet Gott in allen Landen“ (BWV 51)
Karten: 22€ / 18€ (erm.) / 5€ (Juniorticket); Verkauf: siehe unten.

Isabel Schicketanz, Sopran
Gabriele Cassone, Trompete (Italien)
Sabina Chukurova, Cembalo
Jesús Merino Ruiz, Solovioline und Konzertmeister
Le Concert Lorrain (Frankreich)
Leitung: Stephan Schultz

Bei Buchung von mindestens 8 der 10 Konzerte wird ein Rabatt von 15% gewährt.
Weitere Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie in unserem

Unbedingt zu empfehlen!

Textquelle und weitere Infos unter:

https://www.bachfreunde-koethen.de/herbst.htm

Heute vor 50 Jahren starb Jim Morrison

Heute vor 50 Jahren starb Jim Morrison

Am 03.07.1971 ging die Nachricht vom Tod des Sängers der DOORS um die ganze Welt. Mit ihm starb in Paris auch eine der Ikonen der 60er Jahre. Der „Klub 27“ hatte ein weiteres Mitglied bekommen. Es war nicht das letzte.

Ich habe mich viele Jahre sehr intensiv mit der Musik der Band und auch mit Jim Morrsion (und seinen Texten/Büchern) beschäftigt und immer war ich aufs Neue fasziniert. Aber erst vor genau 10 Jahren wurde mir deren volle Bedeutung wirklich bewusst. Im E-Werk in Köln gaben Ray Manzarek und Robby Krieger ein „DOORS „Konzert. Eine einfache Leinwand mit ein paar Filmsequenzen und psychodelischen Bildern, schlichte Bühnen- und Lightshow, eine ganz besondere Stimmung und sehr viele süßliche Rauschschwaden in der Halle…und mit übrigens vielen Promis aus dem Film- und Musibusiness. Mit dabei als wirklich hervorragender Sänger: Dave Brock, Bassist Phil Chen und der Schlagzeuger Ty Dennis.

Und dann begann die Musik…

Wir alle waren versetzt in die Zeit der DOORS, alles schien so real und dann traf mich ein Song nach dem anderen. Und als „Break on Through“ durch das E-Werk schallte wurde mir alles klar: Just in diesem Augenblick hatte ich verstanden, wie diese Musik einen treffen kann und wie sie erst recht damals auf die Menschen gewirkt haben musste. Es war wie in einer Art Hypnose und man wurde förmlich wie in einem Strudel mitgerissen. Ein Erlebnis, das ich niemals vergessen werde.

Hier ein Ausschnitt aus dem Konzert in Köln:

Break on through:

hier ein guter Bericht von Ray Manzarek persönlich:

Und eine der viele Konzertaufnahmen:

Echtzeitmusik wird 20! Gratulation!

Echtzeitmusik wird 20! Gratulation!

Mein Tipp für echt spannende, neue Musik, fern von einem Schubladen- oder Genredenken. Wie immer gilt: Man muss sich offen mit Kunst beschäftigen, damit sich deren Intentionen wirklich in jedem entfalten können. Also: Ohren auf und einen Blick in eine Zukunft der Musik wagen…

https://echtzeitmusik.de/index.php

Der aktuelle Veranstaltungskalender:

https://echtzeitmusik.de/index.php?page=calendar

Ein paar Infos:

https://www.deutschlandfunkkultur.de/echtzeitmusikszene-klangforschung-made-in-berlin.3819.de.html?dram:article_id=452610

https://www.deutschlandfunk.de/improvisation-jenseits-des-jazz-die-berliner-echtzeitmusik.1990.de.html?dram:article_id=465446

Danke James für den Tipp!

Quelle: www.echtzeitmusik.de

Klavier-Festival Ruhr 2021 ist gestartet!

Klavier-Festival Ruhr 2021 ist gestartet!

In zwei Staffeln ist das Klavier-Festival Ruhr 2021 gestartet!

Als Gründerkreismitglied des Klavier-festival Ruhr war es für mich eine doppelte Freude, endlich wieder einmal etwas von Herrn Prof. OIhnesorg zu hören. Und es waren gleich so unheimlich gute Nachrichten:

Das Klavier-Festival Ruhr 2021 ist gestartet und wird – hoffentlich bald – wieder mit uns allen als echtes Publikum in den Konzerten weiter stattfinden können.

Und wenn Prof. Ohnesorg schreibt: „Wir sehnen uns danach, Ihnen bei unseren Konzerten endlich wieder persönlich begegnen zu können!“, so möchte ich diesen Wunsch gerne zurückgeben und zudem an uns alle weiterleiten.

Mein besonderer Dank, und das möchte ich hier auch einfach mal schreiben, gilt hier den ganzen Musiker*innen und allen Mitarbeiter*innen und Unterstützer*innen des Klavierfestivals, die sich auch im letzten Jahr nicht von der Pandemie unterkriegen ließen.

Einen ganz herzlichen Dank an Herrn Prof. Ohnesorg und das ganz Team!

Wie wichtig Kultur ist, wurde vielen erst wieder bewusst, als sie praktisch zum Erliegen kam.

Ich freue mich auf das wieder wunderbare, abwechslungsreiche und künstlerisch unglaublich wertvolle Programm.

Zur Einstimmung: Das Eröffnungskonzert mit Anna Vinnitskaya

Das Programm 2021:

Quelle Bild und link auf den Stream: https://www.klavierfestival.de/