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Ein echter Klassiker-Tonarm? Wie neu UND selten!

Ein echter Klassiker-Tonarm? Wie neu UND selten!

SHURE SME 3009 S2

Komplett restaurierter und extrem seltener SHURE SME 3009 S2  Tonarm in hervorragendem Zustand.

Dieser absolut originale und unverbastelte Tonarm besteht ausschliesslich aus original SME Teilen. Es ist keiner dieser zusammengebastelten Tonarme die Sie Heute sehr oft im www finden.

SHURE SME Tonarme wurden während einer Cooperation der beiden renommierten Firmen in den frühen 60er Jahren in sehr kleinen Stückzahlen produziert.

Der Tonarm wurde komplett zerlegt, sämtliche Teile wurden gereinigt, die Entkopplungsgummis des Gegengewichts ersetzt, sämtliche Kontakte gereinigt, das Silikonöl des Liftmechanismus neu befüllt und das Lagerspiel der beiden Vertikal-Lager neu justiert. Ebenfalls wurden die 4 Entkopplungsgummis der Bodenplatte ersetzt.

Technisch, wie auch optisch befindet sich dieser Tonarm in hervorragendem Zustand.

Zum Angebot gehört ebenfalls das original SHURE SME Headshell mit neuen Headshell-Kabeln, original SME Anschlusskabel, original SME Schrauben für die Bodenplatte, original SME Lateral-Zusatzgewicht, sowie passende Imbus-Schlüssel in zwei Grössen.

Mehr Info und Fotos:

https://www.riversideaudio.ch/deutsch/sme-tonarme/shure-sme-3009-s2/

Sie suchen einen 12 Zoll Tonarm? Einen Klassiker? Da habe ich was für Sie gefunden!

Sie suchen einen 12 Zoll Tonarm? Einen Klassiker? Da habe ich was für Sie gefunden!

SHURE SME 3012 S2

Komplett restaurierter und extrem seltener SHURE SME 3012 S2  Tonarm in hervorragendem Zustand.

Dieser absolut originale und unverbastelte Tonarm besteht ausschließlich aus original SME Teilen. Es ist keiner dieser zusammengebastelten Tonarme die Sie Heute sehr oft im www finden.

SHURE SME Tonarme wurden während einer Cooperation der beiden renommierten Firmen in den frühen 60er Jahren in sehr kleinen Stückzahlen produziert.

Der Tonarm wurde komplett zerlegt, sämtliche Teile wurden gereinigt, die Entkopplungsgummis des Gegengewichts ersetzt, sämtliche Kontakte gereinigt, das Silikonöl des Liftmechanismus neu befüllt und das Lagerspiel der beiden Vertikal-Lager neu justiert. Ebenfalls wurden die 4 Entkopplungsgummis der Bodenplatte ersetzt.

Technisch, wie auch optisch befindet sich dieser Tonarm in hervorragendem Zustand.

Zum Angebot gehört ebenfalls das original SHURE SME headshell mit neuen headshell-Kabeln, das original SME Anschlusskabel, original SME Schrauben für die Bodenplatte, sowie passende Imbus-Schlüssel in zwei Grössen.

Weitere Info und Fotos:

https://www.riversideaudio.ch/deutsch/sme-tonarme/shure-sme-3012-s2/

Hier ein Angebot eines unglaublichen Thorens TD 124 MK II

Hier ein Angebot eines unglaublichen Thorens TD 124 MK II

Das Angebot stammt von riversideaudio!

Komplett restaurierte MkII Version mit neuem ORTOFON Tonarm

und neuem ORTOFON MC Tonabnehmer

Detaillierte Informationen zu Komplettrestaurationen finden Sie unter:

https://www.riversideaudio.ch/deutsch/restaurierte-vintage-td-s/td-124-mkii-s-n-83552/

Technisch absolut makellos ! Das Chassis ist optisch in hervorragendem Originalzustand. Diesem TD 124 wurde sein ganzes Leben lang Sorge getragen 

  • Sehr detaillierte Restauration mit sehr vielen Neuteilen
  • Chassis ohne Ausbesserungsarbeiten (eine Seltenheit bei über 50  Jahre alten Plattenspielern!). Es wurde nur mit SWISSVAX Produkten aufgearbeitet und anschliessend  versiegelt
  • Neue Konsole in Schwarz Seidenglanz mit Thorens Logo (abnehmbar)
  • Neues Tonarmbrett in Schwarz Seidenglanz
  • Neuer ORTOFON TA-210 12 Zoll Tonarm 
  • Neuer ORTOFON MC-3 turbo high output Tonabnehmer

Auf Wunsch ist auch ein anderer Tonabnehmer Ihrer Wahl lieferbar

Wir sind offizieller Ortofon Händler, einfach anfragen

Das Gerät kann mit dem für Sie passenden Netzstecker versehen werden;

Schuko, US, GB, CH stehen zur Auswahl

Haben Sie noch Fragen zu diesem TD 124 ? Kontaktieren Sie riversideaudio


https://www.riversideaudio.ch/deutsch/restaurierte-vintage-td-s/td-124-mkii-s-n-83552/

Hier noch ein paar Bilder:

Quelle: Angebot, Text und Bilder. Anfragen bitte direkt an riversideaudio!

https://www.riversideaudio.ch/deutsch/restaurierte-vintage-td-s/td-124-mkii-s-n-83552/

Verbastelt oder hochgerüstet – und total vermurkst

Verbastelt oder hochgerüstet – und total vermurkst

von Joachim Bung

Beliebt ist der Thorens TD 124 heute als Do-it-yourself- und Bastelobjekt – leider. „Alles nur Mechanik, alles schön groß, alles übersichtlich – da hatte ich schon ganz andere Kaliber auf dem Tisch“, ereifert sich einer der selbst ernannten Fachleute, der in die Überholung des hochpräzisen Laufwerks – außer eigenem fragwürdigen Werkeln – nichts investieren will. Techniker Peter Feldmann erlebt es auch immer wieder, dass Besitzer bei ihrem unsäglichen Tun von den Dingen mehr verstehen wollen als Robert Thorens und seine engsten Mitarbeiter. Die ihren TD 124 zum angeblichen High-End-Laufwerk, meist noch mit neuzeitlichem Tonarm „Marke Maschinenbau“ aufrüsten oder auf dem schweren Reibrad-Laufwerk einen völlig ungeeigneten High-End-Tonabnehmer mit filigranem Nadelträger betreiben.

So oder so: Kommen verbastelte oder missverstandene Laufwerke auf seinen Arbeitstisch, stehen dem Techniker bisweilen die Haare zu Berge. „Ich habe schon einen extrem hochgerüsteten Spieler als Patienten gehabt. Er sah wunderschön aus, stellte sich aber bei meiner Untersuchung als total vermurkst heraus – da stimmte fast gar nichts mehr.“ Als Vintage-Liebhaber und „Augenmensch“ sehe ich schon bei einem TD 124 mit Plattenklemme rot. Zeigt mir doch das fette, auf der Tellermitte zu abenteuerlicher Höhe sich auftürmende Teil, dass der Besitzer das Laufwerk in seinem historischen Kontext nicht begriffen hat. Klemmen und Plattengewichte waren zur Bauzeit des Schweizers im Heimbereich unbekannt und lassen einen historischen 124er völlig unauthentisch wirken.

Rega-Tonarm, Fremdmatte, fehlender Hilfsteller, entfernte Kupplungsmechanik und tristes Schwarz – so tief kann ein Thorens TD 124 sinken …

Was auch gemacht wird: Das Lackieren des Chassis im Schwarz der aktuellen HiFi-Komponenten oder der Ersatz der originalen Tellerauflage durch eine high-endige „Wundermatte“ mit angeblich phänomenalen Klangeigenschaften, die das typische Aussehen des Schweizers ebenfalls entstellen. Die konzentrisch gerippte Gummimatte mit versenkbarem Mittelstück ist bei dem Laufwerk ein so bestimmendes Designmerkmal, dass ein Thorens TD 124 ohne diese fast keiner mehr ist. Brutal das Entfernen von Tellerkupplung samt Überteller und der Betrieb einer solchen Zaubermatte – wie auf dem Bild zu sehen – direkt auf dem gusseisernen Schwungteller.

Der bekannte Klassiker-Experte Dr. Burkhardt Schwäbe warnt davor, die sechs Gumminoppen auf dem Schwungrad zu entfernen, darauf eine dieser Fremdmatten zu legen, den TD 124 ohne Hilfsteller zu betreiben und das Laufwerk bei jedem Plattenwechsel an- und auszuschalten. „Die Belastungen, die bei jedem Wiederanlauf des schweren Gusstellers auf den Antrieb entstehen, führen zu schnellem Verschleiß. Die Thorens-Ingenieure konnten hören und haben die Sandwich-Konstruktion des Tellers in ihrem Resonanzverhalten präzise abgestimmt.“

„Nicht makellos, aber wirklich top“

Mancher, der an einem Thorens TD 124 alles selber erledigt und jede Geldausgabe scheut, versucht auf subtile Art sein Bastelobjekt wieder loszuwerden, wenn er die Freude daran verloren hat. So offerierte ein Anbieter im Online-Auktionshaus ein Exemplar aus „Sammlerfundus“ in „exzellentem Zustand“ – schränkte aber wieder ein: „Der optische Zustand des Chassis ist nicht völlig makellos, aber wirklich top.“ Um dann weiter herumzueiern und ein „kleines Manko“ einzuräumen: Der Überteller habe einen minimalen Höhenschlag, der aber die vollständige Funktion des Spielers „nahezu nicht“ beeinträchtigt. Ein- und Auskuppeln des Übertellers vom Schwungrad funktionierten „meist“ einwandfrei.

Der Spieler sei in eine „schwere Vollholzzarge mit Palisanderfurnier nach Ortofon-Vorbild“ eingebaut – was sich bei meiner Recherche als Billig-Offerte aus Moldawien herausstellt. Bei einem Preis von 140 Dollar hatte der Anbieter wohl selbst keinen Spaß daran und wollte sich der östlichen Schreinerarbeit zusammen mit seinem TD 124 wieder entledigen.

Der Tonarm SME 3009 Improved S2 sei „die begehrte Version mit Wechselheadshell“ – um davon abzulenken, dass es hier um die am weitesten verbreitete, aber am wenigsten gefragte späte Version des klassischen SME-Tonarms mit abgeflachtem Gegengewicht und Vertikallagern aus Kunststoff geht. Den teuer gehandelten originalen SME-Kopf wollte der Mann natürlich behalten – und versah das Armrohr zu Verkaufszwecken mit einer billigen Japan-Headshell.

Dann die eindringliche Bitte: „Schauen Sie sich die originalen Fotos des Gerätes an – es ist wunderschön!“ Die aber bei kundigen Beobachtern trotz Aussicht auf „Kalt- oder Heißgetränke“ bei der persönlichen Vorführung nicht verfängt: Erst nach häufigem Wiedereinstellen des Plattenspielers für fast 2000 Euro, mal mit Festpreis, mal auf Auktionsbasis, und letztlich Preisreduktion fand sich jemand bereit, das Abenteuer mit dem fragwürdigen TD 124 einzugehen.

„In Würde gealtert“

Zum Glück sind Sie bei der Suche nach einem guten 124er auf dubiose Angebote nicht angewiesen. Es gibt es auch immer wieder original belassene Spieler, die, wie Peter Feldmann es ausdrückt, „in Würde gealtert“ sind und die noch niemand „gemacht“ hat. Cremefarbene oder graue Ausführungen, die vielleicht auf den ersten Blick nicht besonders anziehend wirken, sich aber nach gründlicher Reinigung aller Teile als beste Grundlage für einen Neuaufbau herausstellen.

Deshalb der Rat, „vom Verkäufer generalüberholte“ Exemplare zu meiden und sich stattdessen nach einem original belassenen TD 124 als Basis für eine professionelle Revision bei einem der anerkannten Experten umzusehen. Der kostet natürlich, doch die Ausgabe dafür ist eine sinnvolle, nachhaltige Investition, die jedem seriösen Besitzer sein historischer Thorens TD 124 wert sein sollte.

Ohne Klemme und nicht „gemacht“: Paradebeispiel eines authentischen TD 124 – in dieser Konfiguration (Ortofon-Zarge ST 104, Ortofon-Tonarm RF 297 und Ortofon SPU-A) im high-endigen Preisbereich

Mit welch unverhofftem persönlichem Glück mir vor einigen Jahren ein praktisch fabrikneuer TD 124 „zugeflogen“ kam, lesen Sie in meinem nächsten Beitrag. Bleiben Sie gespannt!

Mono oder Stereo – ganz nach Wunsch

Mono oder Stereo – ganz nach Wunsch

Von Joachim Bung

Exot unter den zahlreichen US-Tonarmen der 1950er Jahre ist diese Zehnzoll-Ausführung der Firma Livingston. Den „Universal-Arm“ konnte ich ebenfalls „New Old Stock“ kaufen. Leider gibt es dazu so gut wie keine Informationen im Netz. Auch die bewährte Tonarm-Datenbank der Webseite Vinyl Engine kennt dieses Modell nicht – geometrische Daten Fehlanzeige. Bei der fachgerechten Installation half da nur noch Peter Feldmann. Der Analogexperte aus Bad Homburg ist in der Lage, so ein Schätzchen selbst zu vermessen und auf ein – wieder maßgefertigtes – Thorens-Brett mit minimalem Tangentialfehler zu montieren.

Einen abnehmbaren Tonkopf hat der elegant geschwungene Arm in damals typischen grauen Hammerschlaglack nicht. Bestückt ist er mit dem legendären und hoch gehandelten Tonabnehmer M 3 D von Shure. Gebaut von 1958 bis Anfang der 1970er (!) Jahre, war das Shure M 3 D das erstes Stereo-Modell des Herstellers aus Evanston, Illinois. Auflagekraft 4 Gramm, ideal für alte Monos.

Eine Armstütze besaß der Livingston ursprünglich nicht. Zur besseren Handhabung hat Feldmann eine Stütze maßgefertigt – sogar mit praktischer Überwurfklammer zur Armsicherung und filzbezogenen Kontaktflächen, um Kratzer an der Unterseite des Tonarms zu vermeiden. Solch elegante, mit historischen HiFi-Geräten harmonierende Lösungen zu finden und zu realisieren zählen zu seinen besonderen Stärken.

Maßgefertigte Armstütze mit Überwurfklammer und Filzbezug

Ebenfalls zur leichteren Handhabung des Universal-Tonarms wurde ein separater Armlift montiert, ein historischer Dextrafix Microlift der amerikanischen Dexter Chemical Corporation.

Dextrafix Microlift – in den frühen 1960er Jahren von Telefunken und der deutschen Garrard-Verkaufsgesellschaft in Frankfurt am Main vertrieben, Preis damals 23,50 DM – heute ein Mehrfaches davon

Zweiköpfiger Bruder

Tonarm-Brüder der US-Firma Livingston – oben die zweiköpfige Ausführung

Interessant ist dieser einfach konstruierte Tonarm aus einem ganz besonderen Aspekt: Es gibt davon eine „zweiköpfige“, binaurale Ausführung! Und zwar zum Abspielen von Stereo-Schallplatten nach dem System von Emory Cook. Bei diesen Scheiben sind die beiden Kanäle auf getrennten Bändern aufgezeichnet.

Abtastprinzip der Stereo-Schallplatten nach dem System von Cook

Allerdings haben diese ersten, schon 1952 (!) erschienenen Stereo-Schallplatten nicht nur den Nachteil halbierter Spieldauer– kaum mehr als 10 Minuten bei der damals üblichen 25-cm-LP. Sie erweisen sich auch als ergonomisch unpraktische Idee. Denn der zum Abspielen benötigte „Duplex-Tonarm“ hat zwei parallele Mono-Tonabnehmer, die gleichzeitig auf die Platte gesetzt werden. Entwickler Emory Cook betont die Wichtigkeit des Synchronisierens. „Fehler dürfen dabei nicht passieren“, schreibt er in High Fidelity. „Sonst spielt einer der beiden Tonabnehmer eine Kleinigkeit vorweg, mit schrecklich unmusikalischem Ergebnis.“

Noch mehr Geschick erfordert die Montage eines „Clip-On Conversion“ genannten Adapters mit zweitem Tonabnehmer, wodurch sich ein herkömmlicher Arm auf Stereowiedergabe umrüsten lässt. Angeblich soll der „Beiwagen“ der Cook Laboratories sich auch für Plattenwechsler eignen – ein Vorgehen, von dem Martin Mayer in seinem HiFi-Ratgeber von 1956 aber abrät.

Exponat in einer Vitrine des Deutschen Phonomuseums St. Georgen

Interessant ist, dass man sich auch im Schwarzwald im Versuchslabor von Perpetuum-Ebner schon lang vor der offiziellen Einführung der Stereo-LP (1958) über zweikanalige Musikwiedergabe von Schallplatten Gedanken gemacht macht hat – was das obige „Beiwagenfoto“ an einem „Rex“-Plattenwechsler beweist.

Parallele Tonabnehmer am Duplex-Tonarm – hier zwei moderne Mono-Systeme OM D 25 M von Ortofon

Das obige Foto zeigt den Duplex-Tonarm von Livingston an einem Thorens TD 124. Um Höhenschlag auszugleichen, sind die Köpfe voneinander unabhängig beweglich gelagert. Eine Stellschraube auf der Oberseite erlaubt, den Standardabstand der Abtastnadeln von 43 Millimeter leicht zu variieren, wodurch sich mögliche Toleranzen der Bänder kompensieren lassen. Auch Mono-LPs kann der „Duplex-Arm“ abspielen. Dazu wird einfach der innere Kopf angehoben.

Diese nach dem System von Cook aufgezeichnete Blues-Langspielplatte gehört, wie auch der TD 124 mit binauralem Livingston-Tonarm, einem Restaurator und Sammler alter Phonographen aus der Westschweiz. Er lobt den Klang: „Die Wiedergabe ist phantastisch – sehr dynamisch und mit außergewöhnlicher Kanaltrennung.“

Vielen Dank wieder einmal an Joachim Bung!

Hier seine Seite mit weiteren tollen Infos: