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Neuer Test: RESTEK ESAT+ Willkommen zuhause!

Immer dann, wenn ich in meine zweite Wahlheimat fahre, die bayerischen Alpen, geht mein Griff sofort an das Radio: BR Klassik. Schon auf der Fahrt dort hin weiß ich genau, ab wann ich meinem Lieblingssender endlich wieder im Auto über UKW empfangen kann. Komme ich dann wieder zurück nachHause, an den Rand des Münsterlandes, fehlt mir dann wirklich etwas. Da ich keinen Fernseher besitze war mir bis vor kurzem nicht ganz klar, dass ich dennoch eine Satellitenschüssel auf dem Dach und entsprechende Buchsen in der Wand hatte. Was lag daher also näher, als einen DVB-S/2 Satellitentuner zu testen? Die Auswahl fiel schnell auf den meiner Kenntnis nach einzigen echten und reinen High End Tuner in diesem Segment: Den ESAT+ von Restek. Keine schlechte Adresse, wenn man bedenkt, dass das Unternehmen sicherlich spätestens seit dem legendären FM 3003 unstreitig zu den besten UKW-Tunerherstellern gehört, und zwar nicht mit nur einem Tuner und das sogar weltweit.

Der ESAT+ ist der große Bruder des seit vielen Jahren schon bekannten und in der Fachpresse als hervorragend bewerteten MINI SAT, den er aber in der Ausstattung, Funktionen, und wesentlichen Bauteilen jedoch sogar noch einmal übertrifft. Beide wurden ausschließlich für den bestmöglichen Empfang von reinem Hörfunk entwickelt und RESTEK üblich, wurde an jeder Stelle des ESAT+ daher nun das Optimale eingesetzt, was der Markt zur Erreichung des besten Radios zu bieten hat. Die Bedienung des recht großen und schlichtweg perfekt gebauten Geräts ist sehr einfach über den einzigen Dreh- Schaltknopf möglich und dieser macht es so auch möglich, dass der ESAT+ auch optisch als ein typischer RESTEK zu erkennen ist. Über Design mag man streiten, über das des ESAT+ aber nicht. Verschiedene Ausführungen (schwarz, champagner, silbrig matt gebürstet Messing verchromt oder Sonderausführungen auf Anfrage und hochglanzpoliertes Acrylglas gekrönt mit einem ausgezeichneten Display. 

Es gibt analoge Cinch und XLR und digitale Cinch und TOSLINK Ausgänge. Die Ausgangspannung ist einstellbar und das Gerät ist symmetrisch aufgebaut. Bei der Auflösung bietet das 12 kg schwere Tunerstatement 16, 18, 20 und 24 bit und beim Upsampling 44,1, 48, 88,2, 96, 176,4 und 192 kHz.

Ein solches Spitzengerät verdient ein Spitzen Antennenkabel und das war ebenfalls schnell gefunden, das Antenna MK II von HMS. Und dann? Ganz einfach, einstecken, einschalten und… staunen!

Was hier von Beginn an zu hören bekam entlockte mir ein kurzes und sehr lautes Lachen. Warum hatte ich Dummkopf nur so lange auf diese ganze wunderbare und unendlich vielfältige Musik verzichtet? Natürlich suchte ich sofort meinen Sender, BR Klassik, aber was ich dann alles in den bereits eingegebenen Sendern an interessanten Inhalten und klanglichen Perlen fand, übertraf jede meiner Vorstellungen. Ich habe sofort mehrere Stunden mir völlig unbekannte Musik erlebt und Sender kennengelernt, deren Existenz ich bis dahin nicht mal geahnt habe und ohne die ich nur kurze Zeit später nicht mehr Musik hören möchte. Ich habe wieder lange und sehr konzentriert reinen Wortsendungen aus dem In- und europäischen Ausland gebannt zugehört und es war sogar bei diesen ein klanglich-emotionales Erlebnis. Das muss man wirklich erlebt haben um es zu glauben, wie phantastisch Radio sein und klingen kann.

Der Klang des ESAT+ übertraf sofort jeden mir bekannten UKW Tuner und die Auswahl und die Einfachheit, mit der man immer neue und mir völlig unbekannte Sender und phantastische Inhalte, egal ob Musik oder Worte sprichwörtlich durchflog, war ein echtes Erlebnis, wie ich es auch als Tester schon seit vielen Jahren nicht mehr erleben durfte. Ohne Wenn und Aber ist dies ein Traumgerät und das perfekte Radio und ich ab heute kein Dummkopf mehr.

BR Klassik? Willkommen zuhause. Wo immer das nun liegt.

Hier noch ein paar Infos von Herrn Elschot von RESTEK:

„DVB erlaubt 16 bit 48 kS, also mehr als der CD Standard. Zwar codiert, aber bei gutem Material kein Problem mit 320 kBit bzw. 448 kBit. Mit dem Messgenerator und Messsender den wir hier haben, können wir die gleichen Messresultate nachweisen wie bei einem sehr guten CD Spieler. Somit unterscheiden die sich bei Sinusmesssignale überhaupt nicht vom CD Spieler. Bei dynamischen Signale wie Musik kommt dann irgendwann die Codierung zu Tage. Aber hier hängt es sehr von der Komplexität der Musik ab. UKW kommt an die Messwerte bei Weitem nicht heran, und von UKW verstehen wir auch sehr viel. Immerhin gehören D3, FM3003 und METRIC zu den weltbesten UKW Tunern überhaupt. Die gehören zu den fünf Weltbesten, über die Reihenfolge kann man sich streiten. Überhaupt werden die meisten Musikdeformationen nicht von der Codierung erzeugt. Hier wird im Vorfeld viel Unfug getrieben. Stereoenhancer, Dynamikkompressoren, Rauschunterdrücker, Soundshaper, Klangverbesserer, DeEsser etc. „verderben“ das Signal mehr als die Codierung selbst. Dieses Problem haben wir aber auch bei UKW, der CD Produktion und manchmal auch bei Vinyl. Eine gut „verarbeitete“ Musik kommt bei DVB sehr gut herüber, siehe Liveübertragungen WDR oder machen Klassikübertragungen. Somit ist heute nicht UKW, DVB, CSD, VINYL etc. per se das Nadelöhr für die Musikqualität. Gute Aufnahmen kann man auch per UKW genießen, DVB besticht aber mit Rauschfreiheit, Klirrminimum, Stereokanaltrennung etc. Bei DVB-S(2) Audio Only Radios sind wir noch immer quasi „einsam auf weiter Flur“.

Richtig von Anfang bis Ende hatte und hat RESTEK bei UKW, DVB-S, DVB-C schon immer alles selber in der Hand.“

Weitere Infos zum ESAT: