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Christoph Wagner: Geistertöne. Gespräche über Musik jenseits der Genregrenzen

Christoph Wagner: Geistertöne. Gespräche über Musik jenseits der Genregrenzen

Seit den 1960er Jahren verschieben sich zusehends die musikalischen Koordinaten. Zwischen zeitgenössischer Komposition, moderner Improvisation, Elektronik, avanciertem Rock, Acid-Folk und traditionellen Musiken der Welt wächst ein musikalisches Areal der Stilkreuzungen und Vermischungen: Minimal Music, Post-Minimalismus, Ambient, Art-Rock, Math-Rock, Post-Rock und Post-Jazz, Minimal Techno, Ethnobeat, Ethnojazz …

Seit Mitte der 1980er Jahre hat der in England lebende Autor Christoph Wagner etliche dieser Tendenzen journalistisch begleitet und dazu einige ihrer Hauptvertreter nach ihren ästhetischen Konzeptionen, Leitideen und Visionen befragt.

In dem Werk kommen zu Wort:

Moses Asch (Folkways Records), Peter Zumthor & Peter Conradin Zumthor, Christian Wolff, George Crumb, George Lewis, Robyn Schulkowsky und Joey Baron, Komponisten der Minimal Music, Meredith Monk, Jaki Liebezeit, Morton Suotnick, Patrick Gleeson, Borah Bergman, Marilyn Crispell, John Tchicai, Marshall Allen (Sun Ra Arkestra), David Harrington (Kronos Quartet), Christian Burchard (Embryo) und schließlich Robert Wyatt.

Es lohnt sich, zusammen mit den MusikerInnen und Komponisten die Trampelpfade des Mainstreams zu verlassen und sich ins Reich der Zwischentöne zu begeben!

Über den Autor

Christoph Wagner, geboren 1956, arbeitet seit 1984 als freier Musik­journalist, Rundfunk- und Buch­autor. Er lebt in Großbritannien und ist Betreiber des World Mu­sic Picture Archive in Hebden Bridge, West Yorkshire. Seine Beiträge erscheinen in Zeitungen und Fachmagazinen im In- und Ausland. Er hat mehrere Bücher veröffentlicht und zahlreiche CD-Antho­logien herausgegeben.

Erscheinungstermin: März 2021

Schott Music, Mainz 2021, Reihe: edition neue zeitschrift für musik, 172 Seiten, zahlreiche SW-Abbildungen, 29,95 Euro, ISBN: 978-3-7957-8699-1

Kontakt:

Schott Music GmbH & Co. KG

Neue Zeitschrift für Musik

Weihergarten 5 | 55116 Mainz

Tel. 06131 246854

Hören & Fühlen (2) ist online!

Hören & Fühlen (2) ist online!

Für mein zweites Video habe ich wieder tolle Geräte und Zubehör getestet. Wie immer mit dem Ziel, Sie noch tiefer in die Musik eindringen zu lassen, denn: „Man kann Musik nur hören oder sie hören & fühlen“. Mit dabei: Restek D1 (Tuner von 1980!), Restek ESAT + (SAT-Tuner), Roeder Röhrenphonovorverstärker (One, Midi, Grande), die neue günstigere und phantastische HMS Base: Sandwich, HMS einstellbare Zobelglieder, Black Forest Audio ZeroPlug C und M, eine Vorstellung des Schweizer Intakt Musiklabels und eine Biografie über Charlie Parker.

Zudem beantworte ich einige Ihrer Fragen zum ersten Video. Also wieder ein ganzes Magazin in nur einem Video.

Weitere Infos und Fotos wie immer im Block: www.hoeren-und-fuehlen.de  Wenn Sie Anregungen, Kritik, Lob oder Wünsche zu Themen oder Geräte haben, die ich testen und dann vorstellen soll, mailen Sie mir einfach (Adresse im Blog) Und wenn Sie einen tollen Klassiker der Hifi-Geschichte haben, den Sie der Welt vorstellen wollen, lade ich Sie ein, zu mir in die Sendung zu kommen und das Gerät persönlich mit mir vorzustellen. Mailen Sie mir einfach, was Sie gerne vorstellen würden.   

Für mein nächstes Video sind u.a. folgende Themen geplant: Ein Vergleichstest zweier unglaublich musikalischer und echter High End Plattenspieler, die aber jeweils unter 500,00 EUR kosten, ein Interview mit einer bekannten Pianistin, die Vorstellung eines kleinen aber umso feineren Plattenlabels und viele weitere spannende Themen.  Der Drehtermin ist schon in den nächsten Tagen.

Abonnieren Sie meine Videos doch einfach, dann verpassen Sie keines. Viel Spaß beim Zuschauen:

Charlie Parker, eine Biografie von Wolfram Knauer

Charlie Parker, eine Biografie von Wolfram Knauer

Wenn der 1958 geborene Musikwissenschaftler und Direktor des Jazzinstituts Darmstadt, Wolfram Knauer, ein Buch über Charlie Parker schreibt, wird die Fachwelt hellhörig. Nicht, dass nicht schon viel über den amerikanischen Saxophonisten geschrieben wurde, aber Knauer ist nicht nur Jazzliebhaber, u.a. mehrfacher Preisträger und Lehrender an mehreren deutschen Hochschulen, sondern auch Herausgeber mehrerer wichtiger Publikationen und Mitglied mehrerer Fachgremien. Daneben war er u.a. von 2004 bis 2012 Mitglied im Musikbeirat des Goethe-Instituts und hier sogar ab 2009 dessen Vorsitzender.

Auch international ist er in mehreren Einrichtungen aktiv, so z.B. im Beratergremium des bekannten Jazz at Lincoln Center und an der Columbia University, wo er als erster nicht-amerikanischer „Louis Armstrong Professor of Jazz Studies“ lehrte.  

Wenn also ein Fachmann und Jazz-Liebhaber wie Knauer sich mit einen bekannten Musiker und Komponisten beschäftigt, kann man immer etwas Neues erwarten. Und diese Erwartung wird mit dem vorliegenden Buch nicht enttäuscht. Im Gegenteil.

Das rund 200 seitige Werk zeigt das Genie Parker in allen seinen Facetten. Der Erneuerer, der Begründer, der Revolutionär und der Visionär des Jazz. Der Mann, der federführend den Jazz zu einer neuen und großartigen Kunstform transformierte. Noch heute basieren viele moderne Einflüsse im Jazz auf den Arbeiten und dem neuen musikalischen Denken Parkers, dessen 100 Geburtstag wir im Jahr 2020 gefeiert haben. Dieses Datum ist umso tragischer, wenn man berücksichtigt, dass Parker nicht einmal 35 Jahre alt wurde. Was hätte dieser in jeder Hinsicht immer die Grenzen des Machbaren überschreitenden Ausnahmekünstlers und weit über den Jazz hinaus bekannte und geschätzte Mensch uns noch alles geben können? Welche neue Wahrnehmungen und Erfahrungen hätten wir noch machen können?

Oder ist es gerade dem Lebenswandel und der Art und Weise des obsessiven Auslebens aller Einflüsse geschuldet, dass Charlie Parker in so kurzer Zeit so viele Mauern einreißen und zugleich neue musikalische Tempel auf den Ruinen aufbauen konnte?

Parker war immer interessiert an klassischer Musik und allen Kunstformen und ließ diese in seine Musik und seinen schlichtweg als revolutionär zu bezeichnenden Spielstil einfließen. Was hätte Parker alles Neues erschaffen, wenn er, wie er es vorhatte, wirklich bei Nadia Boulanger in Paris  studiert, und dort dann, wie er es plante, immer für 6 Monate eines Jahres gelebt hätte?

Es ist erschreckend, dass Norman Granz bei der Finanzierung seiner Beerdigung finanziell aushelfen musste und ein dreieinhalbstündigen Gedenkkonzert bekannter Künstler*innen in der Carnegie Hall, drei Wochen nach seinem Tod, nur dazu diente, Geld für die Ausbildung seiner Kinder zu sammeln. Wie bewegend ist es auf der anderen Seite, wenn man die Namen der Musiker*innen liest, die an dem Konzert teilnahmen.    

Die Biographie zeigt auf „nur“ rund 200 das Leben, das Werk und die Selbstzerstörung des Musikers und Menschen Charlie Parker auf. Die Schwerpunktsetzung und die Auswahl der wichtigsten Informationen ist Knauer perfekt gelungen. Hätte er mehr Details wiedergeben können? Zweifellos, denn, wie dargestellt, Knauer hätte dies fachlich jederzeit gekonnt. Seine Auswahl, seine Reduktion ist aber gerade einer der Vorteile, denn wir alle kennen das: Eine Biographie mit 600, 700 oder sogar noch mehr Seiten, wird wegen der ganzen Details (oder manches Mal auch Nebensächlichkeiten?) irgendwann schwer lesbar und dient eher der wissenschaftlichen Reputation des Autors oder der Autorin, ist aber für große Lesekreise einfach zu „schwer“.

Die Biografie von Knauer schafft daher den goldenen Mittelweg. Ein Buch, dass beim Lesen selbst Kennern ein paar neue Informationen geben kann, aber gerade auch einem „Anfänger“, immer mitnehmen und mitreißen kann.

Ich habe an ganz vielen Stellen das Lesen unterbrochen, um mir kurz die im Buch gerade genannten Künstler und deren Werke anzusehen und um am Plattenschrank die gerade im Buch angesprochene Musik anzuhören. Ein ganz großer Spaß (und das ist wichtiger, als viele Autorinnen und Autoren es wahr haben wollen) und zudem ein großer Gewinn, denn, wenn man alles zusammenführt, kann man das Genie Charlie Parker wirklich verstehen. Man weiß dann auch, was der nachfolgende Satz von Charlie Parker aussagt:

„Musik ist deine eigene Erfahrung, sind deine Gedanken, ist deine Weisheit. Wenn du sie nicht lebst, kommt sie nicht aus deinem Horn“.

Bird lives!

Wolfram Knauer, Charlie Parker, Reclam Verlag, Taschenbuch 20342, 2014, 12,90 EUR

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Echte Stubenmusik zu Weihnachten? Lassen Sie sich überraschen!

Echte Stubenmusik zu Weihnachten? Lassen Sie sich überraschen!

Vielleicht nicht für jeden etwas, aber dennoch wunderbare Musik, die es lohnt entdeckt zu werden. Ich liebe sie und das nicht nur aus dem Grunde, weil meine Familie und ich jede freie Zeit in den Alpen in einem kleinen Dorf auf fast 1000 m Höhe verbringen. Nein, ohne Berge fehlt mir einfach etwas, u.a. weil ich es liebe durch diese zu laufen (neu-deutsch: Trail Running).

Und da wir in diesem Jahr auch über den Jahreswechsel nicht in unsere zweite Heimat fahren können, erfreuen mich diese drei CDs in dieser so andersartigen Weihnachtszeit umso mehr, bringen sie mir doch das Gefühl un die besondere Stimmung der Berge zu Weihnachten zumindest ein wenig ins Haus. Und alle drei Empfehlungen überzeugen neben vielen inspirierenden Momenten auch klanglich durch eine Naturbelassenheit der kammermusikalisch aufgenommenen Instrumente.

Stubnmusik zur Advents- und Weihnachtszeit

Die Musiker*innen diese Produktion des Tonmeisters Robert Meilhaus sind wohl nur sehr wenigen Menschen bekannt. Dass es zudem viele verschiedene sind, hängt damit zusammen, dass diese CD eigentlich eine Zusammenstellung von 8 CDs ist.

Was erwartet Sie hier? Sehr ruhige und dennoch sehr ausdrucksstarke und anspruchsvolle Instrumentalmusik zur Advents- und Weihnachtszeit. Echte alpenländische Volksmusik. Mehr kann ich dazu eigentlich schon gar nicht mehr sagen, denn die Lieder waren, zumindest für mich, unbekannt. Aber genau das macht einen besonderen Reiz aus, denn hier hören wir neue Lieder und sehr besinnliche Klänge, gespielt auf und mit den klassischen Saiten-Instrumenten und mit fühlbarer Spielfreude und innerer Harmonier der Musiker*innen.

Eine entspannte Reise in stimmungsvolle Momente in der Weihnachtszeit, gespielt auf authentischen Instrumenten und all das weit entfernt von den immer gleichen typischen Weihnachtsliedern.   

Meilton CD im BRITON Musikverlag (CD 3042), Lützowstr. 11, 81245, T: 089 88 86 03; Fax: 089  8342982

Weihnachten mit Stubenmusik, 1 und 2

Die beiden Folgen der „Weihnachten mit Stubenmusik“ des BOGNER VERTRIEBS aus dem schönen Rottach-Egern bestehen ebenfalls aus Zusammenstellungen reiner Instrumentalstücke. Die Stimmung ist die gleiche, wie in der ersten Empfehlung und alle drei CDs haben den musikalischen Schwerpunkt in der echten und typischen Volkmusik der Alpen mit vielen zu dieser Musik zwingend dazugehörenden leisen Stellen und vielen Tönen, die sich aus der Stille erheben und erst mit dieser und durch diese dem aufmerksamen Zuhörer ihren zum Teil wehmutigen Blick auf die dunkle Zeit des Jahres eröffnet.

Einfühlsame, ausdrucksstarke, entspannende und fast schon meditativ beruhigende Stücke, die einen sofort in ihren Bann ziehen und ein Gefühl erzeugen, dass wir alle vielleicht gerade in diesem Jahr in der Advents- und Weihnachtszeit mehr als irgendwann vorher so dringend brauchen.

Weihnachten mit Stubenmusik

2004, Produzent: Karl Bogner, Vertrieb Bogner Records, Postdach 129, 83697 Rottach-Egern, CD 11523, www.bogner-records.com info@bogner-records.com 

Weihnachten mit Stubenmusik Folge 2

2011, Produzent: Karl Bogner, Vertrieb Bogner Records, Postdach 129, 83697 Rottach-Egern, CD 14513, www.bogner-records.com info@bogner-records.com

Und hier noch eine Buchempfehlung. Keine, die mit Musik zu tun hat, aber einfach perfekt zu den 3 CD-Tipps der alpenländischen Volksmusik und der Weihnachtszeit passen.

Christian Signol: Marie des Brebis – Der reiche Klang des einfachen Lebens

Die Geschichte eines Findelkindes in den Bergen, das sein ganzes Leben als einfache Schafhirtin verbringt. Sehr gut geschrieben, gibt dieser Lebensbericht, gerade in Coronazeiten, vielleicht ein paar Denkanstöße, um einige unserer Verhaltensweisen und unsere ganzen Ansprüche mal wieder ein ganz klein wenig in Bezug auf deren Wichtigkeit zu hinterfragen.

Verlag Urachhaus, 19. Auflage 2019, aus dem Französischen von Corinna Tramm

Ortofon = SPU? War da nicht noch mehr?

Ortofon = SPU? War da nicht noch mehr?

Viele Musikliebhaber*innen verbinden mit Ortofon natürlich die bekannten Tonabnehmer, allen voran das meiner Meinung nach völlig zurecht auch heute noch wahnsinnig gute SPU, die bekannten und wirklich ausgezeichneten Tonarme (viele sind heute gesuchte Klassiker) und Übertrager. Aber in der mittlerweile über 100-jährigen Geschichte gab es auch Geräte. Eines war dieser wunderschöne Vollverstärker aus den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts, gebaut übrigens nicht von Ortofon selbst, sondern von dem dänischen Hersteller Axel Kjaer. Die ganzen Hintergründe zu diesem Gerät finden Sie in dem von mir schon vorgestellten und besprochenen Buch: Schweizer Präzision, Band 1, Seite 405.

Neuer Videobeitrag ist online

Neuer Videobeitrag ist online

Heute ist mein neuer Videobeitrag online gegangen. Darin u.a.: Roeder 300B Röhrenvollverstärker ElMago, Pure Sound P10 Röhrenphonovorverstärker, DÄDMÄT Plattenspielermatte, Acoustic Revive Kabel, ProJect Plattenklemme, Simply Analog Plattenbürsten, McIntosh Röhrentuner, Schweizer Präzision von Joachim Bung u.a.

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