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TEKE::TEKE – Shirushi

TEKE::TEKE – Shirushi

Das Septett TEKE::TEKE aus Montreal glänzt mit Debutalbum „Shirushi“

Ehemalige Tributband für Gitarrenlegende Takeshi Terauchi fusioniert klassisch japanische Balladen mit Surf- und Psychedelic Rock!

TEKE::TEKE ist eine Psych-Rock-Gruppe aus Montreal, bestehend aus den Gitarristen Serge Nakauchi Pelletier und Hidetaka Yoneyama, dem Bassisten Mishka Stein, dem Schlagzeuger Ian Lettre, dem Flötisten Yuki Isami, dem Posaunisten Etienne Lebel und der Performance-Künstlerin und Sängerin Maya Kuroki. Ursprünglich als Tributband für die japanische Gitarrenlegende Takeshi Terauchi gegründet, lernten TEKE::TEKE recht bald, dass sie ihre Surf-angehauchten Covers hinter sich lassen und etwas Neues aufbauen müssen, als eigenständige Band erfolgreich zu sein. Mit traditionellen japanischen Instrumenten, Flöte und Posaune, rasenden Gitarren und einer pulsierenden Rhythmusgruppe kreiert TEKE::TEKE einen Sound, der an die psychedelischen japanischen Soundtracks der 1960er und 70er Jahre erinnert. Das Album „Shirushi“ erscheint am 7.5. auf CD und LP über Kill Rock Stars, Redeye / Bertus Musikvertrieb.

Die Band TEKE::TEKE Credit Andy Jon

Der Albumtitel „Shirushi“ (zu dt.: Zeichen für  große Veränderungen) ist inspiriert von der japanischen Praxis des Kintsugi. Diese gilt als klassische Kunstform, in welcher zerbrochene Töpferwaren mit Nähten aus Gold-, Silber- oder Platin-Lack repariert werden. Auf diese Weise kombiniert TEKE::TEKE auf ihrem Debutalbum verschiedenste Musikstile. So verwendet die Band neben klassisch japanischen Balladen auch Einflüsse aus Surf-Rock, Psychedelic und weitere Elemente genrenaher Musikstile. Das Ergebnis sind eine Reihe von Songs, die auch als Soundtrack zu einer wild-exzentrischen-epischen, tarantino-esquen Film-Saga dienen könnten. Von der spirituellen Geschichte von „Yoru Ni“, über den stampfenden Abenteuerritt von „Kala Kala“ und der verhängnisvollen Romanze von „Dobugawa“ findet die siebenköpfige Band aus Montreal in ihren Kreationen stets zu einem mystischen Zusammenhang.

Weitere Infos:

Bertus Musikvertrieb GmbH
Büro/Office +49 40 2076971 14
E-Mail: Marcus.Offermanns@Bertus.com

Mein Hörtipp: 5:59 von Mobile Ethnic Minority

Mein Hörtipp: 5:59 von Mobile Ethnic Minority

Der Tipp kam von einem von mir sehr geschätzten Labelchef höchst persönlich: Höre Dir den Mario mal an! Gesagt, getan und schon lag die LP in feinster Fertigung auf meinem Plattenteller. An irgendetwas erinnerte mich übrigens das Cover und der Titel der LP. Aber das wollte ich Ihnen ja gar nicht mitteilen.

Ich muss ehrlich sein, ich kannte Mario Knapp, den Mann hinter „Mobile Ethnic Minority“ (MEM) bislang nicht. Ein Fehler, wie sich schon nach der ersten Plattenseite herausstellte. Aber fangen wir vorne an, denn hier ist einiges anders, ganz anders als bei klassischen Rezensionen.

Zunächst einmal die LP selbst: 180g feinstes Vinyl (zusätzlich mit beiliegendem Downloadcode) und einem Klang zum Niederknien. Und hier wird es schon spannend, denn Mario macht nahezu alles selbst, nicht nur beim Spielen der ganzen Instrumente, sondern auch aufnahmetechnisch in seinem eigenen Studio in München. Respekt schon mal dafür. Dazu gleich noch mehr Informationen.

Für die Audiophilen unter uns: Dieses Album ist schon allein aus klanglicher Sicht etwas wirklich ganz Feines. Die, die mich kennen, wissen, dass mich das allein aber nicht so sehr interessiert, denn Platten, die „nur“ gut klingen, gibt es in der High End Szene ja einige…und die meisten sind musikalisch so ungemein schlecht, dass ich sie nicht einmal benennen möchte. Anders dieses Album, das klanglich UND musikalisch herausragend ist (ich weiß übrigens immer noch nicht, an was mich das Cover und der Titel erinnern…)

Also: Klanglich ist die LP schon mal 1a.

Kommen wir nun zur Musik, oder halt: Kommen wir erst noch kurz zu Mario Knapp. Wer ist dieser Musiker, der uns hier schon sein 10 Album (und Nummer 11 kommt in wenigen Wochen…) vorstellt?

Mario Knapp hat sein eigenes Projekt „Mobile Ethnic Minority“ gegründet, um allein und völlig unabhängig seine musikalischen, klanglichen und „produktions-philosophischen“ (keine Sorge, DAS erkläre ich später auch noch) Ideen umsetzen zu können. Und hier wieder etwas spezielles, denn MEM ist Mario Knapp und Mario Knapp ist MEM. Er alleine.

Er schreibt die sich mit den Fragen des Lebens beschäftigenden Texte, er spielt sämtliche Instrumente und er produziert alles so, wie er es meint. Und das alles allein in seinem eigenen Studio. Lediglich das Mastering gibt er in die erfahrenen Hände von Tim Höfer

Alles andere macht Mario also selbst. Er spielt die Gitarren, Bässe und „trommelt“ (ja, auch diese Wortwahl wird noch erklärt, denn, wenn man praktisch auf allem trommelt, was einem so in den Sinn kommt, ist auch das sicherlich eine Erwähnung wert…)

Mario ist übrigens in der Musikerszene kein Unbekannter. Er arbeitete viele Jahre als professioneller Musiker, Texter und u.a. auch als Filmkomponist und arbeitete so zum Beispiel u.a. mit Nina Hagen, Udo Lindenberg und mit Curt Cress zusammen.

Und er spielt, wie schon gesagt, tatsächlich alle Instrumente selbst. Lassen wir Mario doch hierzu einfach selbst zu Worte kommen, denn der wirklich ungemein sympathische Musiker stand mir sehr gerne persönlich für meine Rückfragen zur Verfügung : „Meine guten alten Freunde sind eine von Chris Kroenlein, einem Gitarrenbauer aus St. Louis, handgefertigte K-Line Elektrogitarre, eine Fender Telecaster, eine Martin Akustik, ein E-Bass, selbstgebastelte Drumsounds aus Töpfen und Haushaltsgegenständen jeder Art, ein paar wenige aber gute Mikrofone, und ‚das Studio‘, mein Experimentier-Soundmanipulations-Instrument.“

Bei der Aufnahme kamen übrigens nur 4 Mikrophone zum Einsatz und, und das wird einige von Ihnen sicherlich freuen, ausschließlich Röhrengitarrenverstärker. Fein, so muss es sein, denn jeder, der den 6-Saiten auch nur etwas zugetan ist, weiß, was es heißt, wenn z.B. eine Fender Telecaster mit einem Röhrenamp auf ehrliche erdige Musik trifft.

Na, wissen Sie jetzt, warum ich in diesem Text ab und zu auf spätere Erläuterungen verweise? Hier ist einfach vieles anders…Nur, damit wir uns hier aber nicht falsch verstehen: Das hier ist kein Bastleralbum mit Anfängersound und Gitarrenschülerambitionen, das hier ist ein herausragendes und professionelles und klanglich-musikalisch hoch konzentriertes Blues-Rock-Songwriter Album.

Aber, wie kann es anders sein, auch seine Produktionsphilosophie bei der Entstehung der erdigen, ruhigen und so emotional ansprechenden Songs ist besonders. Auch hierzu gab mir Mario eine interessante Erklärung:

„Ich mache einfach alles selbst, texten, spielen, recorden, mischen, und das nicht nacheinander, sondern gleichzeitig. Weil die Songs immer beim Zusammenwirken von allen Prozessen entstehen. Das liegt an meiner Aufnahmetechnik. Ich mache keine Stücke fertig, lerne sie, nehme sie dann auf und mische später – ich starte bei null, drücke auf ‚record‘, und lasse den Dingen ihren Lauf. Auf diese Art ist fast alles ‚das erste Mal‘. Wie beim Improvisieren, möglichst reine Emotion, ohne nachzudenken. Die Songs bilden sich dann weiter mit Hilfe des Studios heraus, ich bastle, verändere Sounds, füge vielleicht ein paar Overdubs hinzu, aber lösche vor allem wieder einiges.
Das ist deshalb möglich, weil ich zuhause mein eigenes kleines Recording-Laboratorium habe. Ich liebe die alten Meister, habe höchsten Respekt für ein, „good old songwriting“ und echte, gute analoge Aufnahmetechnik, aber ich nutze natürlich auch an einigen Stellen moderne digitale Technologie. Deshalb ist meine Musik immer eine Kombination aus beidem.“

Ich fasse dann mal zusammen: Diese unglaublich klingende Platte wurde nur von einer Person eingespielt und zu einem großen Teil direkt aufgenommen. Das ist, wenn man die Musik gehört hat, so fast nicht zu glauben. Ach ja, kommen wir nun endlich zur Musik (an wen mich das Album erinnert, bekomme ich schon noch raus…)

Die 10 Singer-Songwriter-Songs mit Tiefgang basieren nur auf dem charismatischen Gitarrenspiel (Akustik- und E-Gitarren + Bass) und der Substanz der „rauchig-heiser“ klingenden Stimme von Mario (Wenn Tom Waits hier eine 10 darstellt, ist Mario eine „glatte“ 6). Selbst die „Trommeln“ sind nur sporadisch und bei nur wenigen Songs überhaupt eingesetzt.

Meine Hörnotizen? Reduziert, ruhig, dennoch sehr getragen von den melodischen und textlichen Strukturen. Erdig, ehrlich, authentisch und gerade durch die Reduktion (Rhythmus und Tempi) den Zuhörer sofort mittragende hoch emotionale, fließende und warm klingende Musik. Unverkrampfte Songs für die Blaue Stunde, für einen Abend am Kamin, für die Stunde, die man ab und zu einfach zum Abschalten braucht. Musik, die einen innerlich bewegt und leise fortträgt. Es ist die Kombination des Besonderen, die hier etwas sehr Spezielles erzeugt, klanglich wie musikalisch. Ein Klangraum mit filigranen Miniaturen, die durch ihre relaxte Spannung und bemerkenswerten Klarheit etwas Großes, weit weg vom heute überall zu hörenden Mainstream schafft.

Und jetzt weiß ich auch endlich, an was mich das Cover und der Titel erinnert haben: An das Album 5:55 von Charlotte Gainsbourg. Und wenn ich mir jetzt noch vorstelle, dass Mario und Charlotte mal einen Song gemeinsam einspielen/singen würden…man, das würde echt passen…aber das ist nun wirklich etwas weit hergeholt. Aber musikalisch wäre das echt spannend!

Also: unbedingt anhören UND sich schon, wie ich, auf die neue Platte freuen! Diese werde ich dieses Mal sofort vorstellen, das verspreche ich, denn nun ist Mario Knapp ja für Sie und mich kein Unbekannter mehr.


Hier noch ein paar links, das neueste Video (mit neuestem Song!) und weiter unten, wie immer, noch ein paar Fotos:

Der Youtubekanal:

https://www.youtube.com/channel/UCezW8rwMzD8LXv-_zDZfKuw

Homepage

https://mobileethnicminority.com/music.html

Galileo Music webshop: https://www.galileomusic.de/artikel/23349/Mobile_Ethnic_Minority_Five_FiftyNine

DaCapo Schallplatten:

https://www.dacapo-records.de/11807-1180701-MEM-5sig-Mobile-Ethnic-Minority-Five-Fiftynine.html#/1-lp_hulle-ohne/2-lp_optionen-ohne

Bandcamp: https://mobileethnicminority.bandcamp.com/

Apple: https://music.apple.com/de/album/five-fiftynine/1519758906

Mobile Ethnic Minority Mario Knapp 5:59
Mobile Ethnic Minority Mario Knapp 5:59
Mobile Ethnic Minority Mario Knapp 5:59
Mobile Ethnic Minority Mario Knapp 5:59

Das neue Video THE HOUSE OF TOMORROW ist jetzt öffentlich, kann auch gerne geteilt/eingebettet werden.





T Bear veröffentlicht grandioses Comeback-Album!

T Bear veröffentlicht grandioses Comeback-Album!


Nach 35 Jahren das erste neue T Bear-Album!

Am 16.04. erscheint auf Quarto Valley Records, Proper/Bertus Musikvertrieb 35 Jahre nach dem letzten Album „The Bear Truth“ das neue Werk von Richard T Bear mit dem Titel „Fresh Bear Tracks“ auf CD. T Bear stammt aus Los Angeles und sammelte im Zuge seiner mehr als 40 Jahre andauernden Karriere Erfahrungen als Solokünstler und Kollaborateur zahlreicher Ikonen der Musikbranche wie Crosby Stills and Nash, The Blues Brothers, Billy Squier, Cher oder Gene Simmons und Peter Criss von Kiss. Seine langjährige Schaffenspause, anfangs noch durch Suchtprobleme beeinflusst, begründete sich 1983 durch die Bewältigung eben jener Probleme und dem daran anschließenden gesellschaftlichen Engagement für Mitmenschen und Kollegen (er gründete das Musicians Assistance Programm). Jetzt gibt er mit „Fresh Bear Tracks“ seiner Musikerkarriere neuen Schwung und arbeitet er nun erneut mit namhaften Größen aus Jazz-, Rock-, und Blues zusammen. Darunter Stephen Stills, Edgar Winter, Robby Krieger und Walter Trout sowie den ehemaligen Paul McCartney & Wings Mitgliedern Laurence Juber und Denny Seiwell.  

Im Jahr 1978 nahm RCA Records den Künstler unter Vertrag. Kurz darauf erschien das Debüt „Red, Hot and Blue“ produziert von Jacky Richardson (Bob Seger, The Guess Who). Für dieses Werk kollaborierte er mit Les Dudek, Billy Squier, Paul Shaffer und The Becker Brothers. Die Single „Sunshine Hotel“ erreichte als Remix Platz 4 der internationalen Dance Charts. Ein Karriere-Boost. Nun erscheint mit „Fresh Bear Tracks“ Album Nummer sechs. T Bear überzeugt darauf neben dem für ihn typisch melodischen Gesangsstil mit vielseitigen Einflüssen aus Blues, Soul und Rock.

Für die Single „Give it up“ arbeitete der Künstler mit Stephen Stills und Walter Trout zusammen.

Auf dem Album, aufgenommen in Robby Kriegers „Horse Latitudes Studio“ in Los Angeles, verarbeitet T Bear die Erfahrungen und Schicksalsschläge der zurückliegenden Jahre. Dazu vermittelt es das Gefühl des Heimkommens. „I felt like I’d been in the desert long enough and that I had finally found my way home“, so ein Statement des Vollblutmusikers. Der Track „Nina’s Song“ repräsentiert einen musikalischen Liebesbrief an seine letzte Ehefrau, welche im September 2019 den Kampf gegen Krebs verlor. Mit insgesamt 12 Songs meldet sich einer der facettenreichsten Musiker seines Genres auf der Bildfläche zurück. Mal ernst und gefühlsbetont, andernorts hoffnungsvoll und ermutigend, gelingt T Bear ein vielschichtiges Werk.

Weitere Infos:

Bertus Musikvertrieb GmbH
Büro/Office +49 40 2076971 14
E-Mail: Marcus.Offermanns@Bertus.com

Mein Hörtipp: Limitierte BACH Doppel-CD bei der Neuen Bachgesellschaft erschienen

Mein Hörtipp: Limitierte BACH Doppel-CD bei der Neuen Bachgesellschaft erschienen

Bei der Neuen Bachgesellschaft e.V. (NBG) kann man eine Doppel-CD mit Bachkantaten erwerben, die für deren Mitglieder herausgegeben wurde. Sie ist nicht im Handel erhältlich, sondern nur über die NBG selbst. Sie sollten sich aber beeilen, denn die Anzahl ist auf nur 500 begrenzt.

Die CD der Leipziger Bachsolisten mit dem Titel „Bach-Kantanten Vol. 1“, gibt den Zuhörer*innen einen spannenden Einblick verschiedener Rundfunkaufnahmen des Deutschen Rundfunkarchivs aus den Jahren 1962-1969, aufgenommen in der Thomaskirche in Leipzig. Bei allen Aufnahmen wird der von den Leipziger Bachsolisten selbst gewählte Schwerpunkt auf die Interpretationen der Solopartien der Vokalwerke von Johann Sebastian Bach deutlich hörbar.

BACH CD NBG

Besonders beeindruckend finde ich den vielfach sehr emotional und stimmlich überwältigenden Tenor Hans-Joachim Rotzsch, der bereits in den 50er Jahren für seine Partien des Evangelisten in der Matthäuspassion völlig zu recht weit über die Grenzen Leipzigs und der DDR bekannt wurde.

Ein sehr wichtiges Zeitdokument gegen das Vergessen und eine großartige Erinnerung an die wunderbaren Leipziger Bachsolisten, das sowohl interpretatorisch, musikalisch als auch klanglich überzeugt.

Adele Stolte, Sopran

Gerda Schriever, Alt

Hans-Joachim Rotzsch, Tenor

Hermann Christian Polster, Bass

Der Thomanerchor Leipzig und das Gewandhausorchester Leipzig unter Leitung des Thomaskantors Erhard Mauersberger.

Inhalt:

CD1

Süßer Trost, mein Jesus kömmt

Der Himmel lacht! Die Erde jubilieret

Wir danke dir, Gott, wir danken dir

CD2

Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren

Ich bin ein guter Hirt

Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit

Ich armer Mensch, ich Sündenknecht

Wertvolle Musik und eine weitere tolle Idee der Neuen Bachgesellschaft, die hoffentlich viele Fortsetzungen finden wird.  

Meine ganz persönliche Bitte:

Unterstützen Sie die Neue Bachgesellschaft und werden Sie dort Mitglied. Sie unterstützen nicht nur die großartige Arbeit der NBG, sondern erhalten auch zweimal im Jahr das interessante BACH Magazin, das jeweils auch das Mitteilungsblatt der NBG enthält. Zudem erhalten Sie jedes Jahr das neueste „Bach Jahrbuch“, das übrigens bereits im 106. Band (2020) erschienen ist und aktuell neun große, sieben kleine Beiträge und einen umfangreichen Rezensions-Essay enthält.

Wenn Sie Fragen haben:

Neue Bachgesellschaft e.V.
Burgstraße 1-5 (am Thomaskirchhof)
04109 Leipzig

Ansprechpartnerin: Frau Malgut
Tel.: +49 (0)341 9 60 14 63
Fax: +49 (0)341 2 24 81 82
mail: info@neue-bachgesellschaft.de
Internet: www.neue-bachgesellschaft.de

Vorstand gem. § 26 BGB:
Prof. Dr. Dr. h.c. Christfried Brödel und KMD Roderich Kreile
Vereinsregister AG Leipzig Nr.: 1298

Neues Album von Rão Kyao

Neues Album von Rão Kyao

Der portugiesische Flötist Rão Kyao ist zurück mit dem futuristischen Erbe GandhisDer Menschenrechtler, Umweltaktivist und Spiritualist Rão Kyao richtet seinen lokalen Blick auf die Welt. Diese Werte wurden nie mehr gebraucht als heute. Der Blick auf seine Mitmenschen und die Natur, die Fähigkeit nach innen und außen zu blicken sind wichtiger denn je. Der indische Führer Mahatma Gandhi (1869-1948) verkörperte genau das. „Er ist immer noch seiner Zeit voraus und immer noch ein Futurist. Seine Philosophie ist immer noch genau das, was wir heute brauchen“, sagt Rão Kyao.

Die Musik des portugiesischen Flötisten und Komponisten bleibt Gandhis Aussage treu und vereint portugiesische Roots und Universalität und ist eine Einladung, in sich selbst einzutauchen und gleichzeitig sich seiner Umgebung bewusst zu werden. Aus diesen Gedanken ist der Song „Respeito pela Natureza“ (Respekt für die Natur) entstanden, der Rãos erste Single seines neuen Albums darstellt, das als Hommage an Gandhi anlässlich seines 150. Geburtstags gedacht ist. Das Album „Gandhi – Um Português Homenageia Gandhi“ (Gandhi – Ein Portugiese erweist Gandhi die Ehre) wird im Mai veröffentlicht. Die Geschichte dazu begann, als indische Behörden 124 Länder einluden, einen Künstler auszuwählen, der das Stück „Vaishnav Jan to Tene Kahiye“, das zu Gandhis Lieblingsliedern gehörte und zur inoffiziellen Nationalhymne des Landes wurde, neu zu interpretieren.

„Die indische Botschaft bat mich, meine Version dieses Songs aufzunehmen. Ich studierte 10 Jahre in Indien und meine Musik ist stark von der indischen Kultur beeinflusst“ sagt Kyao, der für seine Version eine direkte Reaktion bekam. Der Premierminister Narendra Modi teilte und veröffentlichte den Song auf seinen Social Media Accounts.

Von dem Moment des Eintauchens in die indische Kultur und Gandhis Philosophie bis zum fertigen Album ging alles ganz schnell. Die Vorab-Single „Respeito pela Natureza“ lässt den Zuhörer in die jahrzehntelange musikalische Erfahrung eintauchen und nach Indien reisen, ohne dabei die portugiesische Musik oder ihre Rhythmen zu verlassen, und schließlich in sich selbst anzukommen. Friedliche Musik, die so aktiv und charmant wie die Art und Weise von Gandhis Philosophie ist.

Rão Kyao startete seine musikalische Karriere bewaffnet mit Bambus-Flöten in der Welt des Ambient-Jazz und entdeckte von dort aus für sich die Welt, vom Orient nach Afrika und von Europa zu den beiden Amerikas. Er ist ein Botschafter der portugiesischen Seele. Seine bereits 50 Jahre andauernden Karriere beinhaltet die Veröffentlichung vieler Alben wie das erfolgreiche „Fado Bailado“ (1983) und zahlreiche Treffen und gemeinsame Projekte mit internationalen Musikern. Er studierte mit indischen Musikern, spielte mit großen chinesischen Orchestern und nahm mit Top-Künstlern der Flamenco-Szene auf. Mit den spanischen Musikern der Gruppe Ketama nahm er den Song „Delírios Ibéricos“ auf, der eine Mischung aus Flamenco und Fado präsentiert. All das macht ihn zu einem der universellsten portugiesischen Musiker.

Er wurde auch in den letzten 20 Jahren nie müde bei seinen Bemühungen, die Welt zu bereisen und zu erkunden, wurde von Presse und Publikum für seine Alben „Fado Virado a Nascente“ (2001), Porto Alto (2004) oder „Coisas Que a Gente Sente“ (2012) gefeiert und erhielt Auszeichnungen, wie die des Infante Henrique (2007) oder die Auszeichnung der Arts and Science Academy in Paris (2011) durch den französischen Staat.

Die Spiritualität, sein grenzübergreifendes Kulturverständnis, sein Sinn für Umwelt und Natur sowie seine meditative Musik machten ihn zu einer herausragenden und tiefgründigen Persönlichkeit für die heutigen Zeit. So wie Gandhi, dem er nun sein musikalisches Tribut zollt.

Aktuelles Album World MusicPortugal

Rão KyaoRespeito Pela Natureza SDIGIGMC093_1

www.galileomusic.de

Graham Costello veröffentlicht zweites Album „Second Lives“

Graham Costello veröffentlicht zweites Album „Second Lives“

Eine berauschende Eskalation

Vital, multi-stilistisch, dynamisch und explosiv-expressiv: Graham Costellos „Second Lives“ Contemporary, modern Jazz meets Post Rock, Noise, Ambient und Minimal: Der schottische Drummer und Komponist veröffentlicht endlich sein lang ersehntes neues Album.

Am 7.Mai 2021 erscheint auf Gearbox Records (TheOrchard, Bertus Musikvertrieb), den Analog-Spezialisten aus London, Graham Costellos zweites Album mit dem Titel „Second Lives“ (CD und LP). Der Drummer und Komponist aus Schottland arbeitet erneut mit seiner Band Strata an dieser Produktion. Die Combo besteht aus Pianist Fergus McCreadie, Gitarrist Joe Williamson (Young Scottish Jazz Musician Of The Year, 2018), Posaunist Liam Shortall (Bandleader des Jazz-Kollektivs corto.alto), Saxofonist Harry Weir (der mit seinem Jazz-Outfit AKU! selbstdefinierten ‚doomjazz‘ etablierte) und dem angesehen Bassisten Mark Hendry. Mit Wurzeln in der schottischen DIY-Indie-Szene, formierte Costello Strata 2016, tourte daraufhin exzessiv in ganz Europa, womit er sich breite Bekanntschaft innerhalb der Independent-Szene erarbeitete.


Das Debütalbum „Obelisk“ folgte 2019 (Nominierung Scottish Album of the Year Award), 2020 erschienen weitere Singles. Nun folgt mit „Second Lives“ Album Nummer zwei. Rein instrumental gehalten, sind die Kompositionen dädalischer und stilistisch experimenteller als je zuvor. Das Album beinhaltet hochenergetische Polyrhythmen, Improvisation und grenzenlose musikalische, teils progressive Expression. Stets bewegt sich Costello in delikater Balance aus stillen, sanften Momenten und unerbittlicher und treibender Intensität. Es sind einnehmende Momente der Spannung und des Loslassens. Und damit die gefühlvollsten und gedankenanregendsten Stücke des Künstlers. Saxofon und Schlagzeug agieren im perfekten Zusammenspiel. Costello findet durchgehend zu einer Form des Jazz, die sowohl mit dem Metier vertraute Hörer anspricht, als auch Neulingen den Einstieg schmackhaft macht.

Die erste Single „Eudaimonia“ mit visuell berauschendem Video

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